From: Stacy Brooks
Newsgroups: alt.religion.scientology
Subject: Scientology in a frenzy as the Lisa Trust enters Clearwater
Date: Mon, 08 Nov 1999 15:13:31 -0500

Scientology will die Lisa McPherson Stiftung nicht in Clearwater. Aus den Ereignissen der letzten Woche ist zu schliessen, dass sie verzweifelt versuchen uns von der Stadt fern zu halten. Von einigen der folgenden Informationen wurde bereits einmal berichtet, aber ich denke dass es wichtig ist, laufend von dem Bericht zu erstatten, was sich beim Versuch die Stiftung in Clearwater zu etablieren alles so abspielt.

Vor zwei Wochen war ich in Clearwater um Büroräumlichkeiten für die Stiftung zu suchen. Ich konnte keine Verwaltung von Bürogebäuden finden, die an uns vermieten wollte. Der für das SunTrust Gebäude zuständige Manager informierte mich, dass es der Eigentümer ablehnte an uns zu vermieten. Er beantwortete keine Telefonanrufe von mir, Bob, Patricia Greenway oder Ken Dandar, so dass wir über die Gründe unsere eigenen Schlüsse ziehen mussten. Der Makler für das NationsBank Gebäude erzählte mir dann, dass er eine Email vom Besitzer dieses Gebäudes erhielt - gerade bevor er sich mit mir treffen wollte um über die Vermietung zu verhandeln - die besagte, dass der Eigentümer sich "entschied, die Verwendung des Gebäudes zu überdenken". Wie bitte? Das halbe Gebäude steht leer! Ich erklärte dem Makler, dass es offensichtlich von Scientology angerufen wurde. Er zögerte und stotterte und sagte, er gebe mir die endgültige Antwort am nächsten Tag.

Als nächstes versuchte ich es im Clearwater Tower Gebäude. Die Art wie dieser Makler uns ablehnte bestand darin, mir zu erklären, der Besitzer habe gesagt, sie müssten erst die Einwilligung von allen anderen Mietern einholen bevor sie an uns vermieten könnten. Der Besitzer des AmSouth Gebäudes erzählte mir erst, es bestünden keine Probleme an uns zu vermieten, änderte jedoch später seine Meinung und lehnte ab. Im Gespräch mit dem Makler für dieses Gebäude (die gleiche Person übrigens die das NationsBank Gebäude vetrat) konnte ich herausfinden, dass Scientology ihm ein grosses Paket mit Material sandte, das die gefährliche Natur von allen an der Lisa McPherson beteiligten Personen "dokumentierte". Er weigerte sich, mir das Paket zu zeigen, er erwähnte jedoch, dass der Eigentümer nicht an "beschuldigte Verbrecher" vermieten wolle. Ich erklärte ihm, dass Scientology ihn mit falschen Informationen eindeckte und erzählte ihm die wirkliche Geschichte der Anklage wegen Körperangriff gegen Bob in Boston und wie die Klage durch den Richter abgewiesen wurde. Er war darüber sichtlich überrascht und fragte nach Belegen, die ihm Bob am Nachmittag faxte. Er hielt jedoch immer noch zurück. Ich versuchte es noch in einem Gebäude wenige Blöcke die Cleveland hinunter, genannt das Clearwater Centre. Der Büromanager war begeistert an uns zu vermieten, aber der Eigentümer sagte keinesfalls.

So wurde es klar, dass wir, wenn wir uns im Zentrum von Clearwater niederlassen wollten, ein eigenes Gebäude kaufen mussten. Darum flogen Bob und ich am letzten Sonntag nach Tampa um ein Gebäude für die Lisa McPherson Stiftung zu finden.

Als Bob aus dem Zubringerbus am Flughafen von Tampa stieg waren zwei Scientologinnen anwesend. "Bob Minton!" schrie ihm eine der Frauen nach. "Was haben sie in unserer Stadt zu suchen?"

Darauf antwortete Bob: "Vielleicht war es eure Stadt, aber wir holen sie zurück".

"Fanatiker!" fauchte ihn die Frau an.

"Scieno!" erwiderte er.

Dieser kleine Wortwechsel bestimmte die Stimmung der ganzen Woche.

Scientology belästigte Bob unerbittlich während der folgenden Woche. Alle 4000 Leute in der Stadt von Sandown, New Hampshire, erhielten mit der Post als "öffentliche Dienstleistung" anonymes DA Material. Viele seiner Freunde in Boston erhielten das Material ebenfalls, zudem die Leiter der Schulen seiner beiden Töchter. Gerade an diesem Morgen, als er zu seinem Wagen hinausging um zum Flughafen zu fahren, fand Bob ein an seinem Briefkasten angeklebtes Halloween Flugblatt. Es war ein Bild von Frankenstein, überklebt mit dem Kopf von Bob und einer Warnung an die Kinder der Nachbarschaft, mit der in diesem Haus lebenden Person nichts zu tun zu haben.

Als Anmerkung, Bob stellte fest, dass eine der Personen die ein Flugblatt mit der Post erhielten eine Frau war, deren Tochter mit einer von Bobs Töchtern befreundet ist. Das Flugblatt war mit dem Mädchennamen der Frau adressiert und wurde ins Sommerhaus auf Long Island geschickt, wo Bobs Tochter diese Familie besuchte. Der einzige Weg auf dem es Scientology möglich war zu dieser Adresse kommen war, der Tochter von Bob bis zu diesem Haus zu folgen, das auf den Mädchenname dieser Frau übertragen wurde und was erklärt, warum es ihr unter diesem Namen geschickt wurde. Bon wurde wütend als er realisierte, dass sie seiner Tochter nachspürten.

Aufgrund all dieser Ereignisse der letzten Woche war der Adrenalinspiegel von Bob schon bei seiner Ankunft in Tampa hoch.

Wir fuhren direkt zum Fort Harrison, wo ich ausstieg und mit einem Schild demonstrierte, auf dem "Das Blut von Lisa McPherson an den Händen von Scientology" auf der einen Seite stand, auf der anderen "Scientology: Spiritueller Tod" mit Fotos von Totenschädeln. Mein Plan war, vor dem Ft. Harrison zwei bis dreimal auf und ab zu gehen während Bob rund um den Block fuhr. Ich war froh, dass meine Demonstration nicht lange dauerte weil ich das Schild mit meinen Händen über meinen Kopf halten musste da wir keine Haltestöcke hatten und meine Arme ermüdeten. Aber plötzlich erschien Bob, er hatte den Wagen parkiert, und er und Richard Howd nahmen sich eine ganze Weile gegenseitig vor dem Ft. Harrison auf Video auf, während fünf Scientologen, die sich scheinbar spontan für eine volksbelustigende Gegendemonstration vor uns öffentlich zeigten, durch ein OSA Mitglied hilfreich unterstützt indem es ihnen Demoschilder verteilte. "Religiöse Fanatiker, geht heim", "Geht heim, Fanatiker", Dinge solcher Art waren auf ihren Schildern.

Diese Leute umzingelten bald Bob und mich, wie wir vor dem Fort Harrison auf und ab gingen. "Go Home! Go Home!" leierten einige der Leute monoton. Aber eine andere Frau, die mir sagte ihr Name sei Cheryl, versuchte konzentriert aus mir herauszubekommen, was ich an diesem Nachmittag gemacht habe. "Komm, Stacy", sagte sie ständig mit einem blöden Grinsen, "was hast du heute wirklich gemacht?" Ich verspürte Lust, ihr zu sagen, dass ich eine Menge mehr Spass hatte als sie, aber sie konnte mich nicht ärgern. Hauptsächlich achtete ich darauf, ob mit Bob alles OK war, weil er es war, auf den sie sich offensichtlich konzentrierten.

Richard Howd hielt sich die ganze Zeit an Bobs Gesicht, seine Videokamera stets nur wenige Zentimeter vor Bob haltend. Unser australische Freund Croc (für Crocodile Dundee) war dabei, war jedoch völlig verstummt. Er sagte die ganze Zeit in der wir dort waren kein Wort. Er bekam ganz klar ethische Probleme über einige der Dinge, die er uns vor der Videokamera hätte sagen sollen.

Nach etwa einer halben Stunde hatten wir genug und ging zurück zu unserem Wagen. Als wir in Richtung Belleview Biltmore fuhren wurden wir gewahr, dass uns zwei Wagen verfolgten. Bob hielt den Wagen auf der Alexander Road an statt in die Hoteleinfahrt zu fahren. Einer der Wagen parkierte vor uns, der andere hinter uns. Wir stiegen aus, die Leute in den beiden Wagen auch. Richard Howd kam aus dem Wagen vor uns, einem Buick Century mit dem Nummernschild Florida DK612H und begann gleich Bob auf Video aufzunehmen, wiederum nur einige Zentimeter vor Bobs Gesicht. Cheryl stieg aus dem Wagen hinter uns, einem dunkelgrauen Volvo 240GL mit dem Nummernschild Florida J48162. Wir fragten sie, was sie mit unserer Verfolgung bezweckten, aber Richard fuhr fort mit Videoaufnahmen und Cheryl wiederholte nur gerade "Warum geht ihr nicht gleich heim?".

Wir gingen zurück in unseren Wagen und fuhren zum Hotel, hielten beim Wachthäuschen an, gaben dem Wächter die Nummern an und sagten ihm, diese beiden Wagen nicht ins Hotel zu lassen, der Wächter versicherte sich daran zu halten.

Nach einer ruhigen Mahlzeit mit Ken Dandar im Speisesaal der Hotels schlug Bob vor, Bennetta Slaughters Haus an der Kent Avenue in Largo zu suchen für den Fall, dass sie eine Halloweenparty gab, ähnlich der Party an der Lisa teilnahm kurz bevor sie gefangen gesetzt wurde um sie sterben zu lassen. Wir fanden das Haus - tatsächlich, es schien aus verschiedenen Gebäuden hinter einer Betonmauer zu bestehen - aber es war dunkel und am Eingang lag eine Ansammlung von Halloween Partyabfällen herum, daraus schlossen wir, dass die Party am Samstagabend stattfand. Wir stiegen für eine kurze Demonstration aus, aber die einzigen Leute die scheinbar wussten dass wir dort waren, waren die Privatdetektive die uns folgten. Ein weisser SUV fuhr durch das Tor und verschwand, sonst blieb es ruhig.

Hier eine persönliche Anmerkung: Ich habe festgestellt, dass es viele Public Scientologen gibt, die mit Arbeitnehmern von Scientology enorme Mengen von Geld machen gwnauso wie Lisa bei AMC war, als ich aber in der Sea Org und im OSA war sah ich nie den eigentlichen reichtum dieser Leute. Irgendwie, als ich in dieser Nacht vor Bennetta Slaughters riesigem Gebäude an der Kent Avenue stand, wurde mit plötzlich klar, wie viele Leute wie Lisa McPherson durch diese ruchlosen Scientologen wie Bennetta Slaughter ausgenutzt werden, deren wahre Absicht es ist "Geld zu machen, mehr Geld zu machen und andere Leute dazu zu bringen Geld zu machen". Ich finde es absolut widerlich, dass sich Bennetta Slaughter nun selbst als Lisas "Freundin" bezeichnet nachdem sie eine der Hauptschuldigen war, die Lisa in die psychotische Episode trieben die zu ihrem grauenhaften Tod führte. Ich habe selbst die Art des "product officering" erfahren der Lisa durch Bennetta ausgesetzt wurde. Es ist kaltherzige, bösartig und gänzlich ohne jede Rücksicht auf das Wohlbefinden derjenigen, die dem "product officering" unterliegen. Alles dient nur dazu, die Statistiken zu erhöhen damit die Anteile einfüllt werden. Es existiert nichts anderes als die Statistiken.

Es war für mich furchtbar abschreckend vor dem Tor des Hauses zu stehen, das einer der Personen gehört die ich dafür verantwortlich halte, den Tod von Lisa verursacht zu haben. Es berührte uns beide tatsächlich zutiefst. Als wir zu unserem Wagen zurückgingen waren wir erschüttert und nicht auf den Van vorbereitet der plötzlich aus der Dunkelheit am Ende der Sackgasse auftauchte. Der Fahrer des Van raste so rücksichtslos auf uns zu, dass wir glaubten dass er die Vorderseite unseres Wagens rammt. Er kam quietschen nur gerade wenige Zentimeter vor uns zum Stehen. Bob sprang aus dem Wagen um ihn zu stellen, aber der Fahrer fuhr rasch rückwärts und raste weg bevor wir ihn sehen konnten. Es war ganz klar jemand, der uns bei Bennetta erwartete. Wie konnte er wissen, dass wir hierher kommen?

Als wir zum Ft. Harriso, Blvd. zurückfuhren bemerkte Bob, dass der gleiche Van uns verfolgte. Er bog schnell in eine Seitenstrasse ein und wendete, aber der Fahrer des Van wendete mit uns und rammte uns beinahe von der Seite. Das war das zweite Mal, dass wir um Haaresbreite einem Zusammenstoss mit diesem Van entgingen.

Wir hatten vor zum Hotel zurückzukehren, aber Bob schlug nun vor erneut zum Ft. Harrison zu gehen um dort kurz zu demonstrieren, nur um sie wissen zu lassen, dass sie uns in keiner Weise Angst einjagen konnten, was sie ganz klar beabsichtigten. Wir parkierten auf dem Parkplatz der Presbyteranischen Kirche auf der anderen Strassenseite und Bob ergriff ein Demonstrationsschild und ich die Videokamera. Ich benutzte die Kamera zum ersten Mal und Bob musste mir darum erst zeigen, wie man sie bedient. Dann überquerten wir die Strasse und er begann seine Protestaktion während ich die Kamera auf ihn richtete. Sofort umzingelten Croc mit einigen anderen Bob, eingeschlossen Richard Howd, der gleiche Mann, der Bob den ganzen Tag auf Video aufgenommen hatte - derselbe von der ersten Demonstration vor dem Ft. Harrison, der uns auch bis zum Eingang des Hotels verfolgte. Genauso wie er es ständig machte, hielt er seine Kamera die ganze Zeit nahe an Bobs Gesicht, offensichtlich um ihn zu entnerven.

Zwei Frauen erschienen auch. Eine wiederholte ständig wie eine Litanei immer wieder "Go home, Bob, go home, Bob" mit monotoner Stimme. Die andere Frau war Jessica Piccone Parselle Byrne. Ein kleine Geschichte: Sie war damals im GO WW mit Enzo verheiratet, dann mit Charles Parselle und gerade am Scheiden als ich sie 1978 als GO WW Missionarin beim GO US kannte. Später heiratete sie Larry Byrne, der Controller Assistant for Social Coordination von Mary Sue war bis DM das GO 1982 vernichtete. Eine zeitlang waren Larry und Jessica bei RealWorld, einer Softwarefirma die durch Ex-GO Personal geführt wurde, unter anderen von Mike und Marty Carlson und Steve und Joanie Segal. Dann wurden sie auf direkte Befehle von DM für die Sea Org rekrutiert, Larry als Leiter der Central Marketing Unit und Jessica als Direktorin der Kinderranch draussen in Happy Valley in Gilman Hot Springs. Ich erinnere mich, 1989 beide in ihrer brandneuen Sea Org Uniform gesehen zu haben und dachte "Während dem Ablauf der Anwerbung wurden sie wie Mitgleider des Königshauses behandelt, aber nun sind sie an Bord und die Flitterwochen sind vorbei. Sie werden DMs Brutalität nicht lange aushalten". Ich wusste, keiner von ihnen würde lange überleben.

Sicher, das nächste was ich von ihnen vernahm war, dass sie wieder als gewöhnliche Scientologen in Clearwater wohnen und den Purification Rundown propagieren und verkaufen. Vielleicht erinnert ihr euch, dass in einem Artikel von Tom Tobin die Namen von Jessica und Tom erwähnt wurden, er berichtete über ein von Scientologen betriebenes Reformgeschäft im Raum Clearwater, das Leuten den Purif verschreibt, die eigentlich einen Arzt konsultieren müssten. Er kam am selben Tag heraus wie Lucy Morgans Meisterwerk über Scientology Strafklagen.

Auf jeden Fall, hier war meine alte Freundin Jessica, nun Mitglied der offiziellen psychologischen Terroreinheit dazu bestimmt, unsere friedliche Demonstration für die Gelegenheit zu missbrauchen, uns Black Dianetik Techniken auszusetzen. Es war enttäuschend zu sehen wie sie ihre Rolle spielte, weil ich wusste dass sie damals als wir noch Freunde waren wirklich wünschte, Leuten mit Scientology zu helfen. Nun war sie hier, verhärtet und absichtlich darauf aus, unser gesetzliches Recht zum Protest zu stören.

Jessica schien auf mich angesetzt zu sein, während die andere Frau damit weitermachte "Bob, go home, Bob, go home" zu intonieren. Jessicas Mantra war "Stacy, ist dies dein neuer Freund? Stacy, ist dies dein neuer Freund? Wie kannst du dich mit so jemandem verbinden? Stacy, ist dies dein neuer Freund?" Es war deprimierend zu sehen, wie sich eine kluge, idealistische Person wie Jessica auf diese Art des Verhaltens reduzierte. Offensichtlich handelte sie auf Befehl und fühlte, dass sie keine andere Wahl hatte als sich zu fügen. Ich entgegnete ihr nur gerade "Jessica, du warst zu lange im GO. Schau doch mal, wie du dich benimmst". Aber die hörte natürlich nicht auf.

Die ganze Zeit machte ich fortwährend Videoaufnahmen weil Richard Howd, der Mann mit der Videokamera, offensichtlich beabsichtigte mit Bob einen Zwischenfall herbeizuführen. Es schien mir, dass ich Leute beobachtete die dieselben Befehle ausführten wie seinerzeit beim Zwischenfall in Boston mit Frank Offman, bei dem mir durch die Videoaufzeichnung absolut klar war, dass Frank Offman und Kevin Hall damals herauskamen mit dem Befehl, Bob in eine Klage wegen Körperangriff zu verwickeln (eine Anzahl Leute die das Band gesehen haben, einschliesslich Bobs Anwalt, stimmten darin mit mir überein). Ich nahm die ganze Sache sorgfältig auf Video auf und Bob blieb den Umständen entsprechend äusserst ruhig, so wollte ich nur gerade sicherstellen, dass ich alles auf dem Videoband habe.

Als jedoch Bob um die Ecke bei Pierce bog, wurde ich durch die Menge der ihn umzingelnden Leute zurückgehalten und war nicht in der Lage festzuhalten, was während mehreren Sekunden passierte. Es war dasselbe was in Bosten gemacht wurde. Der springende Punkt in Bosten war, dass nicht aufgezeichnet wurde wie Frank den Haltestock von Bobs Demonstrationsschild zerbrach weil Bob die Kamera aus der Hand geschlagen wurde. In dieser Nacht in Clearwater verpasste ich die entscheidenden Sekunden als Richard Howd Bob mit seiner Videokamera schlug und Bobs Demonstrationsschild verbog. (Wie bereits ich am Nachmittag, trug Bob nur eine Tafel aus Schaumstoff ohne Haltestock.) Als ich sie wieder einholte sah ich das verbogene Schild, hatte jedoch keine Aufnahmen davon, was passierte.

Es war zu diesem Zeitpunkt, gerade nachdem Howd ihn auf der anderen Seite der Ecke angriff, dass Bob sagte "Ich habe genug, ich rufe die Polizei". Er trat auf die Strasse, ging in Richtung der Presbyterischen Kirche wo unser Wagen parkiert war und holte sein Handy hervor um die Polizei anzurufen, als er jedoch das Handy an sein Ohr hielt, stiess Richard Howd seine Videokamera richtiggehend an Bobs Ohr und verunmöglichte Bob, den Anruf zu machen. Bob drehte sich um, in der einen Hand das Handy haltend und in der anderen sein Schaumstoffschild und rief "Geh von mir weg!", das Schild vor sich her stossend.

Ich konnte buchstäblich beobachten wie Richard Howd seine günstige Gelegenheit wahrnahm. Er zögerte einen Sekundenbruchteil, dann drückte er seinen Kopf gegen die Kante des Demonstrationsschilds das sich auf ihn zu bewegte so dass es ihn berührte. Daraufhin liess er sich "Ich bin verletzt! Ich bin verletzt!" schreiend auf den Gehsteig fallen, umklammerte sein Gesicht und wälzte sich auf dem Boden. Innert Sekunden war er von Scientologen umringt. Beinahe augenblicklich, so erschien es mir, waren zwei Ambulanzen und drei Polizeiwagen dort, Bob und ich sassen auf der Treppe der Presbyterischen Kirche und beobachteten den ablaufenden Alptraum. Bon schaute mich bestürzt an und sagte "Oh nein, ich kann das nicht glauben". Wir wussten beide, was sich hier abspielte.

Zwei Polizisten überquerten die Strasse dort, wo wir sassen. Einer von ihnen sagte zu mir, "Wie kann er schlau genug sein um soviel Geld zu verdienen und dann dumm genug, um sich von diesen Leuten derart in die Falle locken zu lassen?" Ich antwortete, "Officer, er wurde nicht in eine Falle gelockt, er wurde herausgefordert. Schauen sie dieses Video an". Die Polizisten beobachteten mein Video, weil jedoch das Demonstrationsschild Richard Howd berührte sagten sie, sie müssten ihn verhaften. Es schien zu keine Anklage wegen einem schweren Vergehen zu führen, wohl weil sie nicht feststellen konnten dass Howd wirklich verletzt war. Es sollte nur eine Klage wegen Handgemenge werden.

Bob wurde in Handschellen gelegt, von den Scientologen schadenfreudig beobachtet und ich folgte dem Polizeiwagen zum Pinellas County Gefängnis. es war nun etwa 1 Uhr morgens. Es wurde mir nicht erlaubt ins Gefängnis selbst zu gehen, so sass ich ganz allein geparkt auf einem menschenverlassenen Parkplatz auf der anderen Seite des Gebäudes, auf den Polizeioffizier wartend der mir mitteilen sollte dass es OK war für mich eine Kaution zu hinterlegen. Als ich so dort sass dachte ich, dass wenn Mark Bunker dort mit dabei gewesen wäre um die Videoaufnahmen zu machen, hätte ich verhütend eingreifen können und wenn vielleicht wir beide dort gewesen wären, hätte sich die alles nicht ereignet. So rief ich auf der Stelle Mark an, erzählte ihm was passiert war und fragte ihn, ob er bereit wäre nach Clearwater zu kommen. Er sagte sofort zu und so geschah es, dass 'Xenu TV' nach Clearwater, Florida umzog.

Nach etwa 45 Minuten kam ein Polizeioffizier und sagte mir, ich könne eine Kaution hinterlegen. Ich musst auf einem anderen verweisten Parkplatz parkieren und meine Geldbörse und die Kamera im Wagen zurücklassen, da mir nur erlaubt wurde meinen Fahrausweis und das benötigte Bargeld mit mir zu nehmen und ich musste durch einen langen, eingezäunten Gehweg gehen. Es war der Weg für Leute die Gefangene besuchen und ich vermute, dass die Sicherheit sehr hoch sein muss. Ich ahnte die wachsende Verzweiflung all der Gefangenen in diesem Gefängnis und war froh, dass Bob nicht für lange dort bleiben musste.

Ich gab dem Offizier am Kassenschalter 250 Dollars als Kaution für Bob und setzte mich dann zu Ken Dandar, der bereits einige Minuten früher eintraf um auf die Freilassung von Bob zu warten. Er kam innert zwanzig Minuten heraus. Es war 2 Uhr morgens und wir waren erschöpft. Ken fuhr uns zum Mietwagen und wir fuhren zurück zum Hotel. Bob fühlte sich schrecklich wegen der Verhaftung, er wiederholte nur ständig "Wie konnte ich nur so dumm sein?" und sagte stets, dass es mein Fehler war weiter Videoaufnahmen zu machen statt mich verhütend einzumischen. Wir fühlten uns beide elend wegen der ganzen Sache.

Am nächsten Morgen zeigte mir Bob die Entschuldigung, die er später auf ars postete. Es war eine aufrichtige Entschuldigung, weil er wirklich empfand, durch seine Verhaftung alle enttäuscht zu haben. Wir fühlten beide, dass es kein vielversprechender Weg war um die Ankunft des Lisa McPherson Trust in Clearwater zu lancieren.

Wir konnten nicht ahnen, dass wir in den nächsten paar Tagen auf nichts anderes als gute Wünsche stossen sollten, mit vielen Leuten die uns herzlich empfingen und uns erklärten, wie froh sie sind dass wir nach Clearwater kommen. Tatsächlich, ausser den Scientologen trafen wir keine einzige Person die nicht ausserordentlich glücklich darüber zeigte, dass wir in die Stadt kommen. Aber wir wussten dies am frühen Montag Morgen noch nicht. Ihr habt wahrscheinlich noch nie zwei Leute mit so hängenden Köpfen gesehen wie wir an diesem Morgen.

Wir hatten jedoch eine Bewerbung um 11 Uhr im Gebäude 33 N. Ft. Harrison, so hatten wir keine Zeit bei den Vorkommnissen der vergangenen Nacht zu verweilen. Wir parkierten im Parkhaus hinter dem Gebäude und sahen Fahrradwachen von Scientology an jedem Ende der Strasse, die uns überwachten und in ihre Handfunkgeräte sprachen als wir das Gebäude betraten.

Es war ein zweistöckiges Gebäude, sehr hübsch, im Besitz des CPA. Wir stellten uns vor und erzählten ihm umgehend was sich in der Nacht zuvor ereignet hatte, damit sich für ihn keine Überraschungen einstellen. Wir erzählten ihm, dass wir verfolgt wurden und erklärten warum. Er zuckte mit den Achseln und sagte, das sei nicht seine Angelegenheit und führte uns durch das Gebäude.

Innert fünf Minuten drängten sich sieben Scientologen in den Raum den er uns zeigte und begannen zu rufen "Dieser Mann ist ein Krimineller! Er wurde gestern Nacht wegen Körperverletzung verhaftet! Er ist gewalttätig! Machen sie mit diesen Leuten keine Geschäfte!" Der CPA befahl ihnen das Gebäude sofort zu verlassen, aber sie weigerten sich zu gehen. "Machen sie keine Geschäfte mit diesen Leuten! Machen sie keine Geschäfte mit diesen Leuten!" schrien sie fortwährend, bis der CPA es schliesslich schaffte sie hinaus zu drängen. Wir beendeten unsere Besichtigung und setzten uns dann zum Gespräch mit ihm in seinen Konferenzraum. Fast gleichzeitig rief seine Sekretärin an um auszurichten, dass vor seinem Gebäude protestiert werde und dass einer seiner Kunden fotografiert wurde als sie in die Büros eindrangen. Daraufhin wies der CPA seine Sekretärin an, die Polizei anzurufen.

Während unserer kurzen Sitzung bekam er drei dringliche Mitteilungen, Mary Store anzurufen, die DSA Flag. "Ich hatte Mary zweimal angeboten mein Gebäude zu kaufen", erzählte er uns. "Sie waren nicht daran interessiert. Jetzt, wo ich mit euch spreche, ist sie plötzlich rasend darauf aus, mit mir zu sprechen." Er schüttelte nur verwundert seinen Kopf.

Er beantwortete Marys Anrufe nicht, und umgehend erschien Pat Jones, der scheinbar von Brian Anderson das DSA PR Flag übernommen hatte, mit Begleitung und verlangte, den Besitzer des Gebäudes zu sprechen. Er schloss nur gerade die Türe des Konferenzraums und versuchte den Wahnsinn zu ignorieren, aber kurz darauf gab ihm die Sekretärin Bescheid, dass die Polizei aussen vorgefahren sei.

Unser Treffen wurde nun effektiv unterbrochen, der CPA ging hinaus um selbst nachzusehen was sich abspielte, während Bob und ich im Konferenzraum blieben. Bald kamen drei Polizeioffiziere herein und einer von ihnen sagte "Mr. Minton, ich wollte ihnen nur mal die Hand schütteln und sie in Clearwater willkommen heissen". Die anderen Polizeioffiziere schüttelten ebenfalls und drückten aus, wie froh sie sind uns in Clearwater zu haben. Sie sagten alle, dass sie wussten was sich in der vergangenen Nacht ereignete und baten uns, es sie wissen zu lassen wenn sie irgend etwas für uns tun können. Dies ermutigte uns sehr und hob unsere Stimmung beträchtlich.

Die Polizisten erklärten dem CPA, dass sie den Scientologen nicht verbieten können zu demonstrieren da sie sich auf öffentlichem Grund befinden und sie nicht vom Fotografieren abhalten können. Sie sagten aber, sie sofort zu rufen wenn die Scientologen wieder in das Gebäude kamen weil dies unbefugtes Eindringen sei und dass wir sie auf dem Laufenden halten sollen über jeden weiteren Zwischenfall der Belästigung oder Einschüchterung. Wir beendeten unsere Sitzung mit dem CPA und gingen zu unserem Wagen.

Sobald wir das Gebäude verliessen wurden wir von sieben Scientologen umzingelt, anscheinend Publics, mindestens zwei von ihnen waren an der spontanen Gegendemonstration vor dem Ft. Harrison von gestern Nachmittag beteiligt. Richard Howd war jedoch nicht mit von der Partie. Es waren zwei Leute, die Videoaufnahmen von uns machten und es war offensichtlich, dass sie nun Anweisung hatten, stets mindestens eine Videokamera vor Bobs Gesicht zu halten, weil der eine Bursche seine Kamera so nah vor Bob hielt, dass wir kaum die Treppen hinauf zu unserem Wagen gehen konnten. Ich bemerkte gegenüber Bob, dass sie ganz klar versuchten ihn zu provozieren indem sie die Kamera in sein Gesicht hielten. Aber jetzt war sich Bob dessen voll bewusst und reagierte nicht auf all die Provokation.

Diese Bande von Scientologen umzingelte uns als wir versuchten in unseren Wagen zu kommen und standen hinter den Wagen als versuchten zurückzufahren. Sie folgten uns auf dem Fuss als wir zur Ticketschalter fuhren, doch die Frau am Schalter rief die Polizei an um ihr mitzuteilen, dass die Scientologen uns im Parkhaus belästigten. Schliesslich kamen wir vom Parkplatz weg und bemerkten unmittelbar, dass uns ein beiger Van folgte. Bob bog auf einen Parkplatz auf Osceola ab und der Van fuhr gerade hinter uns. Darum stieg ich aus und ging hinüber zum Van um den Fahrer zu sprechen.

Er war ein Mann in den frühen Dreissigern mit sehr kurzem dunklem Haar, gut gekleidet. Ich sagte zu ihm "Scientology muss ihnen eine Unmenge Geld bezahlen damit sie willens sind U.S. Bürger zu belästigen, so wie sie uns belästigen".

Er entgegnete: "10-4 darauf! Sie zahlen mir reichlich Dollars um dies zu tun! Aber ich mache nichts illegales". Dann grinste er mich wichtig an.

Darum sagte ich: "Gut, wenn wir ihnen mehr als sie bezahlen, wären sie dann bereit, mit unserer Belästigung aufzuhören?"

Für einen Moment schien er nachdenklich und sagte dann: "Das ist ein interessanter Gedanke. Ich werde das mit meinem Boss erörtern."

Ich sagte: "Gut, wie kann ich sie heute etwas später erreichen un zu erfahren, wie ihr Boss über meinen Vorschlag denkt?"

"Oh, keine Sorge", meinte er, "ich werde sie den ganzen Tag verfolgen. Falls ich mit ihnen in Kontakt treten müsste, weiss ich wo sie sind."

Und tatsächlich, er folgte uns den ganzen Weg nach Tampa, wo wir am Nachmittag eine Sitzung wegen einem anderen Haus hatten. Wir wurden auch verfolgt als wir später am Nachmittag zurück nach Clearwater fuhren um uns mit jemand anderem über den Kauf einer Liegenschaft zu treffen. Die gleiche Scietologenbande protestierte vor der Ladenfront (wo ehemals 'A Place in Time' war, gleich neben dem Zigarrenladen an der N. Ft. Harrison) als wir mit dem Makler über das Gebäude diskutierten. Als er die draussen randalierenden Scientologen sah sagte er zu uns: "Wissen sie, ich bin seit dreissig Jahren in Clearwater, lange bevor diese Leute je kamen. Es war eine angenehme Stadt bevor sie hierher kamen." "Und es wird wieder eine nette Stadt werden", erklärten wir ihm. Wir hielten auf dem Weg zurück zum Hotel an um den CPA nochmals zu treffen. Wir parkierten im selben Parkhaus wie am Vormittag. Als wir wieder herauskamen regnete es. Dieselbe Garnitur Scientologen tauchten aus den Büschen auf als wir die Strasse überquerten und umzingelte uns als wir versuchten die Treppen zu unserem Wagen hochzugehen. Es waren zwei Männer mit Videokameras dabei, drei Frauen mir Demonstrationsschildern und zwei weitere Frauen, deren Aufgabe es schien "Religiöse Fanatiker geht heim, religiöse Fanatiker geht heim" zu leiern. Es dämmerte bereits und mit diesen Leuten, die uns alle zu unserem Wagen folgten, erschien es wie eine Szene aus "Nacht der lebendigen Toten". Es war wirklich gruselig, sich im halbdunklen Parkhaus diesen Leuten gegenüber zu sehen, die uns den Weg zu unserem Wagen blockierten und es machte mir Angst davor, was sie uns im Dunkeln antun könnten, ganz ohne Zeugen. Aber es ergab sich zu unserem Glück, dass ein Polizist im Parkhaus anwesend und Zeuge von alledem war. Er rannte zu uns herüber um herauszufinden, was da vorging und ich erklärte ihm, dass dies Scientologen waren die uns den Zugang zu unserem Parkplatz versperrten und dass ich mich fürchtete. Er forderte sie auf, uns in unseren Wagen steigen und wegfahren zu lassen und er bat uns, auf der anderen Strassenseite zu warten weil sein Sergeant unterwegs war. So warteten wir bis der Sergeant eintraf. Er nahm einen Rapport auf über das was vorgefallen war und gab uns eine Vorfallnummer. Er schlug vor, dass wir jedesmal wenn wir belästigt oder verfolgt werden die Polizei anrufen und eine Vorfallnummer verlangen sollen, wir stimmten zu, das so zu machen. Diesen Abend hatten wir ein Essen mit Patricia Greenway (TFCVP) und Peter Alexandr in unserem Hotel. Keiner von uns hatte in der Nacht zuvor mehr als ein paar Stunden geschlafen und wir hatten den ganzen Tag noch nichts gegessen. Wir waren durch all die Belästigungen den ganzen Tag durch ziemlich durcheinander. Ohne Schlaf oder Essen fühle ich mich nicht wohl und ich fing während dem Essen plötzlich an zu weinen, von all dem Stress durch die Belästigungen. Das gute Essen und besserer Schlaf in dieser Nacht halfen jedoch und am Donnerstag Morgen fühlten wir uns beide besser. Bob musste zurück nach New Hampshire, nach dem Mittagessen mit Ken Dandar brachte ich ihn am Nachmittag zum Flughafen. Den Nachmittag verbrachte ich in Kens Büro, telefonierte mit verschiedenen anderen Besitzern von Gebäuden im Zentrum von Clearwater und erledigte geschäftliches, da wir übereinkamen, dass wir vorübergehend in Kens Büro Quartier beziehen bis wir für den Lisa McPherson Trust eigene Büroräume eingerichtet haben. Ich schlief in der folgenden Nacht zwölf Stunden, fühlte mich aber immer noch äusserst ausgebrannt, körperlich und emotionell, als ich am Mittwoch erwachte.

Als ich am frühen Mittwoch Morgen für ein Treffen wegen einem weiteren Gebäude nach Tampa fuhr beobachtete ich niemand der mir folgte. "Gut", dachte ich, "vielleicht werden sie mich nach der Abreise von Bob alleine lassen". Es ist schwierig zu beschreiben wie es ist, wenn man ständig verfolgt wird wohin man auch geht. Sie stellten mir die letzten vier Tage wörtlich nach. Es überkam mich ein grossartiges Gefühl der Erleichterung wenn ich daran dachte, dass sie mich nun allein liessen. Leider hatte ich damit unrecht.

Nach meiner Sitzung in Tampa musste ich zurück nach Clearwater um für den Lisa McPherson Trust ein Postfach zu eröffenen. Ich war etwa 45 Minuten im Postamt, Als ich herauskam wurde ich auf den Stufen zum Postamt von von neun Scientologen umzingelt - diejenigen die uns in den letzten Tagen nachschlichen - und diesmal bedrohten sie mich wirklich. Während zwei von ihnen mich auf Video aufnahmen hielten einige andere Demonstrationsschilder hoch die besagten "Religiöser Fanatiker geh heim" und einige von ihnen brüllten mich an. Einer von ihnen schrie insbesondere "Geh heim oder sonstwohin, religiöser Fanatiker!" Da ich umzingelt war und mir der Weg zu meinem Wagen versperrt wurde fühlte ich mich durch das, was sie mir nachbrüllten und durch die Heftigkeit des Bedrängens äusserst bedroht. Sie folgten mir zu meinem Wagen und umkreisten meinen Wagen, verunmöglichten mir zu ihm zu kommen. Schliesslich schaffte ich es in meinen Wagen zu kommen und ich schloss ihn ab. Als ich wegfuhr konnte ich noch hören, wie sie mir nachschrien.

Ich entschied nach Tampa zu gehen und Patricia und Peter in der Totally Fun Company zu suchen. Als ich in Richtung Courtney Campbell Causeway fuhr bemerkte ich den beigen Wagen, der Bob und mich in den letzten Tagen ständig verfolgte. Um mich zu vergewissern ob er wirklich mir folgte, fuhr ich durch drei verkehrsreiche Seitenstrassen und scherte aus auf den Pier One Imports Parkplatz, wartete hier einige Minuten und fuhr wieder hinaus in den Verkehr. Und tatsächlich, dort wartete der beige Wagen auf mich, einige Fahrbahnen weiter auf der anderen Strassenseite. Wie ich vorbeifuhr drängte er sich direkt hinter mich.

Der beige Wagen folgte mir die ganze Strecke bis zum Eingang des Hyatt West Shore Hotels. Dann fuhr er in die Hoteleinfahrt und der beige Van fuhr heraus. Der Van folgte mir die ganze Zeit bis zum Parkplatz der Totally Fun Company, fuhr mir jedoch nicht nach auf den Parkplatz. Ich ging hinein und Patricias Sekretärin teilte mir mit, dass sie in einem Restaurant namens Hattrick's auf der anderen Seite des Parkplatzes waren.

Ich lief über den Parkplatz und ging ins Hattrick's, als ich eintrat standen Patricia und Peter dort. Patricia zeigte auf einen Mann, der sich in die Männertoilette hinten im Restaurant verdrückte. "Er überwachte dich! Er schritt hin und her, schaute aus dem Fenster und sprach in sein Funkgerät, dann hörte ich ihn sagen 'sie kommt hierher' und ich schaute und sah dich kommen. Ich realisierte, dass er hinter dir her ist!"

Patricia lief an die Bar und begann dem Manager zu erklären was sich abspielte, dass sie jemand brauche der in die Männertoilette geht und diesen Burschen herausbringt damit sie ihn fotografieren kann. Inzwischen rief Peter der Polizei in Tampa an und, als er endlich einen Polizeioffizier erreichte, übergab er das Telefon mir. Dann rannte er zurück in die Männertoilette, wo sich inzwischen mit Patricia eine Gruppe von Leuten versammelte, jedermann dazu drängend hineinzugehen und "diesen Kerl hinauszuwerfen"!

Nach einigen Minuten kam der Mann aus der Toilette heraus und eilte in Richtung Ausgang. Ich erkannte ihn sofort als den gleichen Mann, mit dem ich am Montag gesprochen hatte, der mich fröhlich "10-4" nannte als ich ihn fragte, ob Scientology ihm "reichlich Dollars für unsere Belästigung" zahle. Als er vorbeiging fragte ich ihn "Hey, was meinte dein Boss dazu, für uns zu arbeiten?" aber er gab keine Antwort. Er war zu sehr damit beschäftigt, von hier weg zu kommen. Patricia, Peter und einige andere aus dem Restaurant folgten ihm hinaus und ich kehrte zum Telefon zurück und begann mit dem Polizeioffizier von Tampa zu sprechen.

Ich sagte ihm meinen Namen und fragte ihn, ob er je etwas von Lisa McPherson gehört habe, was er bestätigte, er wusste wer sie war. Ich erzählte ihm, dass ich in Tampa war um die Lisa McPherson Stiftung zu errichten. Ich fragte ihn, ob er den Artikel in der Tampa Tribune über die Verhaftung von Bob gesehen habe und er sagte ja, er hatte ihn gelesen und er sah meinen Namen im Artikel.

Dann sagte er "Ich kann ihnen nicht sagen was ich wirklich über sie denke, weil diese Linie aufgezeichnet wird. Aber ich sage ihnen dies: Ich unterstütze alles was sie und Bob Minton unternehmen. Ich stehe hundertprozentig hinter ihnen".

Ich war darüber sehr erstaunt und sehr glücklich zu hören, wie mir ein Polizeioffizier aus Tampa so klar anvertraute, unsere Bemühungen zu unterstützen. Ich erklärte ihm, wie sehr ich seine Aussage schätze und er antwortete "Wir werden alles was wir können unternehmen um ihnen zu helfen. Alles." Dann bat er mich,ihm zu erzählen was sich ereignet hatte. Ich erzählte ihm die ganze Geschichte vom Beginn bis ans Ende, nicht nur den Zwischenfall im Restaurant sondern alles was sich bisher erreignete, dass nachgestellt wurde, dass die Scientologen stets äusserst vorsichtig an eine feine Linie der Legalität einhielten damit die Polizei uns nie beschützen konnte. Ich sagte, dass es mir scheint, wenn auch jeder einzelne Vorfall nicht illegal sein mag, dass wenn man alle Ereignisse zusammenfasst, sich ein Verhalten illegaler Belästigungen und Nachspionierens zeigt, dass die Polizei etwas dagegen unternehmen könnte. Er sagte, dass er mehrere Polizeioffiziere losschickte um mit mir zu reden und ich dort warten soll. Dann hängten wir auf.

Bald darauf kamen Patricia und Peter wankend ins Restaurant zurück, offensichtlich ausser Atem. Patricia sagte, sie habe mehrere Fotos von dem Mann gemacht, dass er aber die Hand vor sein Gesicht hielt und sie darum zu keiner einwandfreien Aufnahme kam.

Peter erzählte, dass sie ihm auf der Strasse nachgingen, aber der Mann rannte davon als ihn Peter warnte, dass es besser wäre eine Lizenz für Privatdetektive zu haben weil die Polizei von Tampa unterwegs sei. Peter sagte, dass sich der Mann in diesem Moment aus dem Staube machte indem er die Strasse hinunter rannte.

Patricia war wütend dass der Mann entkam, aber sie hatte zuwenig Luft um ihm nachzurennen und konnte darum sein Nummernschild nicht erkennen.

Wie sich herausstellt war sie übrigens in der Lage wenigstens eine gute Teilaufnahme seines Gesichts zu schiessen. Die Fotos die Patricia machen konnte sind nun bei 'Xenu TV' zu sehen, falls sie jemand noch nicht gesehen hat.

Bald kam die Polizei von Tampa an und Patricia, Peter und ich verbrachten den Rest des Nachmittags mit ihnen. Sie waren sehr besorgt um meine Sicherheit und äusserst hilfreich mit ihren Anweisungen darüber, wie ich mich selbst schützen kann. Sie gaben uns eine Kopie der diesbezüglichen Gesetze und schlugen vor, sie über jeden einzelnen Fall von Belästigung zu orientieren. Sie verbrachten über eine Stunde mit uns.

An diesem Abend trafen Patricia, Peter und ich einige Leute zum Abendessen im Key West Grill in Clearwater. Als wir auf den Parkplatz abbogen erkannte Patricia den beigen Wagen zusammen mit einem schwarzen Wagen. Ich ging ins Restaurant und begrüsste unsere Freunde, während Patricia und Peter den beiden Wagen folgten die uns verfolgt hatten. Später erzählte mir Patricia, dass sie es zustande brachte das Nummernschild des beigen Wagens zu notieren, als sie aber ihre Kamera hochhob um eine Foto zu machen fuhr der schwarze Wagen so mit seinem Hinterteil vor den beigen Wagen, dass das Nummernschild verdeckt wurde. Dann fuhr der beige Wagen weg vom Parkplatz, mit dem schwarzen Wagen als Deckung um das Nummernschild des beigen Wagens abgedeckt zu halten. Es klingt wirklich etwas ungewöhnlich für Keystone Cops.

"Aber ich habe die Nummernschilder bereits notiert!" sagte Patricia triumphierend.

Alle diese Informationen übergaben wir der Polizei und dort bestehen Fallverzeichnisse über jeden der Vorfälle. Es ereigneten sich noch einige weitere Dinge während dieser Reise nach Clearwater und wir bekamen einige äusserst interessante Informationen, aber es ist am besten einige Sachen für den Moment vertraulich zu behandeln.

Ich hatte geplant Donnerstag am frühen Abend abzureisen. Am Donnerstagmorgen hatte ich eine Sitzung bezüglich einem gebäude und ich verbrachte einige Zeit am Telefon mit der Polizei. Dann ging ich mit Patricia und Peter in einem gemütlichen Restaurant in Tampa zum Lunch und hatte vor, den Nachmittag mit dem Schreiben des Berichtes zu verbringen, den sie gerade lesen.

Als wir aber zur Totally Fun Company zurückkamen, erhielt ich einen Anruf von Bob. Keith Henson hatte ihn soeben angerufen und sagte, dass er einen Anruf von Jesse bekam. Jesse sagte, er sei in Sacramento ohne Brieftasche und Ausweise und sein Wagen habe eine Panne, ob ihm Keith nicht über Western Union 95 Dollars senden könnte.

Keith rief nach diesem Anruf sofort Bob an und erzählte ihm, was vorgefallen war. Als dann Jesse bei Keith zurückrief erzählte ihm Keith, dass er Bob angerufen hatte. Keith sagte, dass Jesse zu ihm sagte "Oh Gott, Keith, warum hast du Bob davon erzählt? Ich wollte nicht, dass er davon erfährt."

Nun rief Bob mich an, schrecklich darüber besorgt was mit Jesse geschah. Wir wähnten ihn beide zuhause in Chicago. Was in aller Welt hatte er in Sacramento zu suchen???

Nachdem ich aufhängte begann ich zu überlegen "Augenblick mal. Falls Jesse in Schwierigkeiten steckt hätte er Bob oder mich angerufen. Sicherlich nicht Keith. Er kennt ja nicht einmal seine Telefonnummer."

So rief ich Dan Leipold an und fragte ihn, wann er zuletzt etwas von Jesse gehört habe und Dan sagte, dass er eben vor einigen Stunden mit ihm gesprochen habe. Wo war Jesse? fragte ich. Dan erklärte, dass Jesse in Chicago war. Was geht hier vor, fragte mich Dan. Ich erzählte ihm was Keith gesagt hatte und Dan meinte gleich "das ist eine Irreführung. Jemand gab vor, Jesse zu sein. Es war nicht Jesse, das versichere ich dir."

Sobald ich nach dem Gespräch mit Dan aufhängte, klingelte mein Telefon erneut und es war Jesse, er klang umwerfend.

"Jesse!" schrie ich ihn richtiggehend an, "Wo bist du?!"

Er entgegnete "Huh? Was meinst du mit wo ich sei? Ich bin zuhause beim Waschen. Warum fragst du?"

Also erzählte ich ihm was sich ereignet hatte und Jesse konnte es nicht glauben. "Ich schwöre dir, ich bin in Chicago, Stacy! Ich bin nicht in Sacramento, ich schwöre!"

Ich rief Bob an und Bob Keith, der versuchte Western Union dazu zu bringen, die Person festzuhalten, die in Sacramento unter Jesses Namen die 95 Dollars abholen wollte.

Ich hatte mit Bob und Jesse ein Konferenzgespräch, anschliessend war es Zeit für mich, auf den Flughafen zu gehen um das Flugzeug für meinen Heimflug nach Atlanta zu erreichen. Ich kam sicher zuhause an, und das ist des Ende dieses ungewöhnlichen Kapitels meiner Geschichte.

Nun das ist es, was ich zu den Ereignissen der vergangenen Woche zu sagen habe:

Ganz klar, Scientology versucht alles was sie kann um die Lisa McPherson Stiftung von Clearwater fernzuhalten. Wir werden aber nach Clearwater kommen und werden das Licht der Wahrheit auf Scientology scheinen lassen. Es gibt eine Menge Leute, die sehr froh sind, dass wir in die Stadt kommen. Aus Achtung vor Lisa dürfen wir uns nicht durch die Scientologen in die Flucht schlagen lassen, wir werden dies nicht zulassen. Ungeachtet der Menge an Belästigungen und Einschüchterungen sie gegen uns loslassen, wir werden in Clearwater einziehen.

DM drohte möglicherweise Marty Rathbun und Mike Rinder, falls sie zulassen dass Bob Minton und die Lisa McPherson Stiftung ein Büro im Zentrum von Clearwater eröffnen können, sie beide ins RPF geschickt werden. Das war Bobs Theorie, und ich denke er liegt richtig in Betracht des Grades der rasenden, absolut wahnsinnigen Aktivität die sie während der ganzen letzten Woche entfalteten.

Hier eine Mitteilung an Marty und Mike: Falls ihr Scientology verlassen wollt und nicht wisst, wohin ihr euch wenden sollt, seid ihr bei der Lisa McPherson Stiftung willkommen. Wir werden euch helfen. Ihr braucht nicht ins RPF zu gehen. Ihr braucht euch den Beschimpfungen durch DM nicht länger zu unterwerfen. Wir werden euch helfen.

Und an DM habe ich folgendes zu sagen: Die Scientologin, die Bob auf dem Flughafen traf, sagte zu ihm "Was haben sie in unserer Stadt zu suchen?". Bob entgegenete der Scientologin "Vielleicht war es mal eure Stadt, aber wir werden sie zurückerobern."

DM, deine Terrorherrschaft ist vorbei. Aber sogar nach allem was du getan hast bist du bei der Lisa McPherson Stiftung willkommen falls du dich entscheiden solltest, Scientology zu verlassen. Wir werden sogar dir helfen, DM.

Stacy Brooks