Maria Pia Gardini
Eidesstattliche Erklärung Nr. 2

Vorgelegt durch Stacy Brooks
1. März 2001
Lisa McPherson Trust

Ich, Maria Pia Gardini erkläre folgendes:

1.Ich bin über 18 Jahre alt.

2. Die Aussagen, die ich hier mache beruhen auf meinem persönlichen Wissen und sollte ich als Zeugin berufen werden, kann ich dies alles sachkundig bezeugen.

3. Mein Name ist Maria Pia Gardini. Ich bin italienischer Staatsbürger. Die Flag Service Organisation hat mich um 1,000,000 Dollar betrogen während ich für sie als Mitarbeiter und hoch trainierter Auditor der Klasse IX tätig war.

4. Am 21. Dezember 1991 kamen Tito Mazza, der als I/C (in charge) von Flag Service in Italien arbeitete und Marco Puggelli, der ein Flag FSM (field staff member) war, in meine Wohnung in Italien um mich für eine Spende des Class VIII Prokets in Flag zu ersuchen. Kurz nachdem sie angekommen waren, rief Debbie Cook, der kommandierende Offizier der Flag Service Organisation in Clearwater, Florida, wegen desselben Projekts an. Sie erzählte mir, dass sich die Kosten des Projekts auf 2 Millionen US Dollar belaufen würden und sie wollte, dass ich das gesamte Projekt finanzieren sollte. Ich erklärte ihr, dass ich ihnen niemals 2 Millionen Dollar geben würde, worauf sie sagte, dass sie von der großen Summe Geldes wüßte, die ich von meiner Mutter erben würde, die 10 Tage zuvor gestorben war und meinte, dass ich ihnen das Geld geben sollte. Ich sagte wiederum nein und bat die anderen zu gehen. Sie wollten jedoch nicht und fuhren damit fort mich zu belästigen. Schließlich nahm mich einer von ihnen in ein anderes Zimmer und erklärte mir, wenn ich ihm umgehend einen Scheck geben würde, könne ich dem Kapitän von Flag beweisen, dass ich eine gute Scientologin sei und sie würden dann auch gehen. Sie sagten mir immer wieder, ich solle eine gute Scientologion sein und ihnen das Geld geben. Zu dieser Zeit war ich sehr verletzlich. Meine Tochter war vor einem Jahr gestorben und nun, vor 10 Tagen, war meine Mutter gestorben. Ich war allein auf der Welt. Schließlich gab ich ihnen einen Scheck über 30.000 Dollar und sie gingen. Ich sagte ihnen auch ganz deutlich, dass sie nicht wiederkommen und mich um Geld fragen sollten.

5. Am nächsten Morgen kam mein Dienstmädchen in mein Schlafzimmer und erzählte mir, dass zwei Leute in einem Auto im Garten schlafen würden. Ich zog mich an und ging nach unten um zu sehen wer es war. Ich traf zwei Sea Org Mitglieder an, von denen ich wußte, dass sie für Flag und die Flag Ship Service Org arbeiteten. Als ich mich dem Wagen näherte um ihnen zu erklären, dass sie nicht mitten in der Nacht in meinen Garten kommen könnten, stiegen sie aus und fragten mich nach einem Kaffee. Ich nahm sie mit ins Haus und gab ihnen Kaffee. Dann schliefen sie in meinem Haus ein. Gegen 10:00 Uhr erhielt ich einen Telefonanruf von Debbie Cook und sie erklärte mir, dass ich nicht genügend Geld gegeben hätte und ich müsse den beiden Mitarbeitern, die bei mir seien noch mehr Geld geben. Sie erzählte ständig von dem Projekt, für das sie meine Hilfe bräuchten, dass Italien wirklich unten sei und doch das erste Land mit dem Status clear werden könnte usw. Schließlich gab ich weitere 50.000 Dollar.

6. Im Frühjahr 1992 ging ich nach Flag zurück. Am Tag nach meiner Ankunft ging ich wieder als Auditor ins Sand Castle Hotel. An diesem Nachmittag, um 14:00 Uhr rief mich Kapitän Debbie Cook an und sagte mir, dass ich zum Registrar ins Ford Harrison Hotel kommen sollte. Ich bin sicher, es war an einem Mittwoch. Als ich dort hin kam, saß Kapitän Cook in einem kleinen hinteren Zimmer, zusammen mit Piers Almquist und einem CMO Messenger. Ich wurde ins Zimmer gebeten und hinter mir wurde die Tür verschlossen.

7. Nachdem die Tür geschlossen war sagte Debbie Cook zu mir: „Wir möchten gerne von Ihnen wissen, wie wir Ihnen in Ihren Erbschaftsangelegenheiten behilflich sein können.“ Damit wollten sie die Auszahlung meines Erbes beschleunigen. Ich erklärte ihr, dass ich einen Familienanwalt und andere Profis hätte, die sich um die Angelegenheiten kümmern würden und dass es Italiener sein müssten und nicht Amerikaner. Sie sagte, sie wisse, das ich eine wunderschöne Villa und andere schöne Dinge hätte und dass ich verpflichtet sei dem italienischen Class VIII Projekt zu helfen. Ich erklärte ihr, dass ich nicht mehr Geld geben könnte; mein Geld sei in Italien und mein Bankier würde meine Unterschrift brauchen. Sie meinte, dass sie es arrangieren könne, dass mir ein amerikanischer Scientologe in Amerika und Italien Geld leihen würde, dann könne ich später nach Italien zurück und das Geld für die Rückzahlung holen. Sie wollte mich dazu bringen umgehend meinen Bankier anzurufen und mich zu erkundigen wie viel Geld ich momentan aus Italien erhalten könne.

8. An diesem Punkt wusste ich nicht, was ich tun sollte. Ich sagte ihr, dass es schon zu spät sei um in Italien die Bank anzurufen und ich würde es Morgen früh machen und mit meinem Bankier sprechen und fragen wie viel Geld auf meinen Konten sei. Durch dieses Versprechen meinerseits meinen Bankier in Italien anzurufen durfte ich den Raum verlassen. Ich ging zu meiner Arbeit zurück.

9. Am nächsten Morgen um 08:00 Uhr als ich mich gerade vorbereitete zu meiner Arbeit zu gehen, wurde mir gesagt ich solle die Arbeit sein lassen und wieder ins Ford Harrison kommen. Ich machte das und als ich im Ford Harrison ankam wurde ich in den gleichen kleinen Raum gebracht. Drinnen warteten folgende Personen auf mich:

Debbie Cook – Kapitän FSO

Piers Almquist – eine Registrarin

David Forster – ein Registrar

Pilar Saldiarigga – Commodores Messenger

John Lundeen – Registrar-Supervisor

Chiara Staples – mein FSM
10. Chiara war herein gerufen und gefragt worden ob sie mir Geld leihen würde. Sie hatte 50.000 Dollar in bar in der Tasche und meinte, dass sie mir das Geld leihen würde wenn ich verspräche es ihr so gleich zurück zu geben, wenn ich aus Italien käme und meine Erbschaft erhalten hätte. Unter Druck stimmte ich dem ganzen zu. Fast gleichzeitig erklärte mir Dave Foster, dass dieser Betrag aber nicht genug sei.

11. Debbie Cook hatte dann eine Idee. Sie schlug vor, dass „Teresa“, die Frau von Gerald Bloom, der ein Klasse V C/S war mir auch noch Geld leihen könnte. Teresa wurde gerufen und gefragt, ob sie mir Geld leihen könne. Sie erklärte ebenfalls, dass sie kein Geld in den USA habe. Teresa wurde aufgefordert ihre Mutter in der Schweiz anzurufen, damit diese dafür sorge mir 100.000 Dollar zu leihen. Das Geld könne schließlich von der Schweiz auf ein Konto von Flag transferiert werden. Ich wurde gelobt und mir wurde gesagt, dass ich wieder zu meiner Arbeit zurück gehen könne, was ich auch tat.

12. Am folgenden Donnerstag morgen wurde ich wieder von Kapitän Debbie Cook angerufen und zu ihr ins Büro im Coachman Gebäude beordert. Als ich ankam wartete sie und John Lundeen zusammen mit einem anderen Staff Member, das ein MAA und ebenfalls Italiener war, schon auf mich. Es war vor 09:00 Uhr und sie wollten mehr Geld. Sie erklärten mir ständig ich müsse helfen, damit Italien die Materialien von LRH bekäme. Sie forderten mich auf, meine Bank in Italien anzurufen, mit dem Direktor zu sprechen und zu fragen wie viel er mir zur Verfügung stellen könne. Ich konnte nicht lügen, weil sie das Telefon auf Mithören gestellt hatten und der italienische Mitarbeiter auch verstehen konnte, was gesprochen wurde. Der Bank Direktor erklärte mir, dass ich gerade eine größere Menge Geld auf mein Konto bekommen hätte und zwar aus dem Verkauf einer größeren Immobilie. Ich versuchte dem Direktor klar zu machen, dass ich das Geld für die Bezahlung der Erbschaftssteuer brauchen würde, doch er meinte, dass mehr als genug vorhanden sei. Nun wussten sie, dass ich Geld auf meinem Konto hatte. Der Kapitän sagte mir, ich solle fragen wie viel Geld ohne meine Unterschrift in die USA überwiesen werden könne. Er erwiderte, wenn ich ihm ein Fax mit meiner Unterschrift sowie eine Kopie meines Ausweise schicken würde, könne ich jede Summe, die bräuchte erhalten. Ich hätte den Bank Direktor am liebsten umgebracht, aber erkonnte natürlich nicht wissen, was wirklich los war.

13. Das ganze endete damit, dass ich der Flag Land Base 300.000 Dollar überwies. Die ganze Transaktion regte mich sehr auf, insbesondere durch den Umstand, dass ich beim Mitarbeitertreffen so sehr gedrängt worden war eine so hohe Summe zu spenden. Alle Mitarbeiter beklatschten mich und dennoch fühlte ich mich schlecht und nahm mir vor, dass es nicht wieder vorkommen sollte. Ich wollte kein Geld mehr geben. Ich erhielt einige Vorteile, weil ich gespendet hatte. Zum Beispiel wurde mir ein einfacherer Zeitplan gegeben, um den ich schon Monate vorher wegen eines Herzleidens gebeten hatte. Die regulären Stunden bei Flag waren von 09:00 Uhr morgens bis 10:30 Abends. Erst als den Betrag gespendet hatte wurde ein leichterer Zeitplan für mich genehmigt.

14. Ich bat darum nach Italien zurück gehen zu können, um meine Anwälte zu sehen, meine Erbschaft zu regeln und meine Enkelin zu besuchen. Ich bat um Erlaubnis für die Reise. Mir wurde gesagt, dass es in Ordnung sei, aber bevor ich ging wollten sie, dass ich meine Spende auf eine Million Dollar erhöhe und erbaten, dass ich die entsprechende Summe aufstocken solle. Dies sollte alles für die Italienische Class VIII Übersetzung der Materialien verwendet werden und zur Bezahlung von Leuten, die aus Italien nach Flag kamen um dort zu trainieren. Den ganzen Tag sprach ich mit meiner Vorgesetzten in der Organisation und bettelte darum nach Italien gehen zu dürfen. Ich war sehr darum bemüht, die Frage des Geldes nicht zu berühren. Dies war im September.

15. Am Donnerstag morgen um 06:00 Uhr kam Levy bei zu Hause vorbei. Er sagte mir, dass ich umgehend ins Ford Harrison kommen sollte, weil man mich dort brauchte. Ich kam ins Ford Harrison und wurde nach unten geführt. In einem Zimmer erwarteten mich Kapitän Debbie Cook und Dave Foster.

16. Sie sagten mir, dass Tito Mazza (einer von den Männern, die zu mir in Italien in mein Haus gekommen waren) aus Italien am Telefon sei. Tito erklärte mir, dass die Statistiken in Italien ziemlich unten seien und sie dringend mein Geld bräuchten. Er erklärte, dass er jemand gefunden habe, der mir 200.000 Dollar leihen könne. Er sagte, er wolle zu der Person gehen und beiden würden mich dann in Amerika zurück rufen und eine Telefonkonferenz schalten. Er tat es, ging zu Franco Baggio, der zufällig einer meiner pcs war. Baggio meinte, erkönne mir die 200.000 Dollar leihen, müsse sie aber erst von der Bank holen. Er erklärte mir auch, dass ich ihm das Geld in einem Monat zurück zahlen müsse. Ich stimmte der Sache nicht zu und der Kapitän und Dave Foster bedrängten und quälten mich bis ich schließlich das Telefonat beendete.

17. In dem Augenblick rief jemand den Kapitän aus dem Zimmer und ich blieb mit Dave Foster allein zurück. Mr. Foster fing an mich anzuschreien, wurde rot wie ein Lobster und wurde so zornig, dass ich dachte er bekäme einen Herzanfall. Er wollte, dass ich das Geld rausrücke. Er sagte mir, dass ich keine gute Scientologin sei, dass mein Geld Wog-Geld sei und eigentlich zu Scientology gehöre und dass ich unethisch sei. Ich blieb dabei, dass ich kein weiteres Geld geben wollte. Schließlich schlug mir Dave Foster ins Gesicht. Ich fing an zu weinen.

18. Dann kann der Kapitän von FSO wieder ins Zimmer. Ich sagte ihr, dass mich Dave Foster geschlagen habe. Dave Foster leugnete es. Kapitän FSO fing sofort wieder an, mich nach dem Geld zu fragen. Dann hörten sie auf mich zu belästigen und deuteten an, wenn ich nach Italien zurück wolle, wäre es besser, wenn ich ihnen das Geld geben würde. Sehr bald befand ich mich in einer total emotionalen Situation wieder. Ich wollte das Zimmer verlassen und zurück nach Italien. Mir wurde bewusst, dass sich nichts ändern würde, wenn ich nicht zustimmte: also gab ich nach und erklärte, dass Geld haben könnten, was immer sie wollten. Daraufhin riefen sie wieder Franco Baggio an und ich sagte ihm, dass er mir das Geld geben solle. Franco stellte dann einen Scheck aus und gab ihn Tito Mazza, der den Scheck nach Luxemburg brachte und dort auf ein Konto von Flag einzahlte. Erst danach konnte ich den Raum verlassen. Ich kehrte wieder an meine Arbeit zurück.

19. Ich wollte nun nach Italien aber OSA hatte meinen Pass und ich musste zwanzig Tage lang jeden Abend darum bitten, ihn zurück zu bekommen; sie wollten ihn mir nicht geben. Schließlich ging ich Ende Oktober zum Kapitän FSO. Ich bettelte darum nach Italien zurück gehen zu dürfen damit ich das Geld bekommen würde, um meine Schulden zurück zu bezahlen. Während dieser Zeit war ich vor Sorgen krank, weil sie mir gesagt hatten, dass sie eine Million Dollar von mir wollten und sie hatten es bis dahin noch nicht von mir bekommen. Deshalb hatte ich vor jedem Donnerstag die Sorge, dass sie mich wieder rufen und bedrängen würden ihnen das Geld zu geben.

20. Der Kapitän gab schließlich das ok. mir den Pass zurück zu geben. Kurz nachdem ich ihn erhalten hatte wurde ich wieder zu einem Treffen ins das Büro des Kapitäns im Coachmann Gebäude gerufen. Der Kapitän erklärte mir ein CSW zu schreiben und es von all meinen Vorgesetzten unterschreiben zu lassen, es dann zum Snr. Staff HCO und dann zu ihr zu bringen. Dies war Ende Oktober. Zu der Zeit fragte sie mich, ob ich noch irgendwelches weitere Geld auf der Bank hätte. Ich gab zu, dass ich noch welches hatte (den Kapitän anlügen ist ein Overt). Sie erklärte mir, dass die Statistiken unten seien und ich müsse wieder Geld beibringen. Ich war so besorgt darum, dass sie mir meinen CSW unterschreibt damit ich wegfahren konnte, also schrieb ich wieder einen Scheck für Flag aus. Die Summe belief sich auf 25.000 Dollar und wurde von meinem Konto bei der First National Bank (Amsouth) in Clearwater abgebucht.

21. Danach bemühte ich mich ständig darum bei allen mein CSW genehmigt zu bekommen um nach Hause nach Italien fahren zu können. Gegen Ende November hatte ich alle notwendigen Genehmigungen. Schließlich ging ich Anfang Dezember nach Italien.

22. Als ich in Italien ankam sagte mir mein Anwalt, dass ich noch vor dem 12. Dezember meine Erbschaftssteuer zu bezahlen hätte. Ich bezahlte die Steuern und stellte dann fest, dass mir nichts mehr geblieben war. Ich entschied mich einige Liegenschaften zu verkaufen, da ich praktisch keinen Pfennig mehr besaß.

23. Ich rief dann Mr. Baggio an und sagte ihm, dass es mir nicht möglich sei, den Kredit sofort zurück zu zahlen. Er war wütend. Ich sagte ihm, dass ich alles Geld Flag gegeben hätte. Das interessierte ihn nicht.

24. Im Januar 1993 rief ich in Flag an und sagte ihnen, dass ich nicht zurück kommen könnte, da ich pleite sei und versuchen würde einige Liegenschaften zu verkaufen. Ich sprach mit Debbie Cook. Ich Vorschlag war, dass ich diese Liegenschaften Scientology Amerika übertragen sollte, die dann den Verkauf für mich durchführen und von dem Geld alle meine Schulden, die ich für mein FSO aufgenommen hatte, zurück zahlen würden. Ich erklärte ihr, dass dies nicht möglich sei, da die Liegenschaften nicht mir allein gehören würden, sondern ein Teil auch meiner Enkelin, die noch minderjährig sei, sowie noch einem Verwandten. Da meine Enkelin noch minderjährig war, würde das Gericht sie in allen Verkäufen vertreten und das Geld für sie verwalten.

25. Debbie ordnete dann an, dass ich in Italien bleiben solle um meine Liegenschaften zu verkaufen und während dessen weiterhin für Flag als „Missionar“ arbeiten solle. Sie sagte, ich solle die Leute bei mir zu Hause auditieren. Sie würde mir die Kunden schicken. Sie sagte mir, dass es viele Italiener gäbe, die mit Scientology nicht zufrieden wären und nicht in eine Org gehen wollten sondern zu mir nach Hause oder ich könnte zu ihnen gehen. Die Leute würden dann an Flag bezahlen und ich könnte sie in Italien auditieren. Natürlich bekam ich für diese Arbeit nichts bezahlt.

26. Ich begann nun meine Kunstgegenstände und Antiquitäten zu verkaufen um überleben zu können bis ich meine Liegenschaften verkauft hatte. Dadurch war es mir auch möglich das Geld, das ich auf meinen Namen geliehen hatte zurück zu bezahlen. Franco Baggio berechnete mir 22% Zinsen für das Geld. Dies war nie besprochen oder zwischen uns vereinbart worden.

27. Sobald ich Mr. Baggio bezahlt hatte erhielt ich einen Anruf vom Kapitän der FSO. Sie sagte, dass sie vom Verkauf meiner Liegenschaften erfahren habe. Sie rief mich direkt an, da ich vorher schon einen anderen Mitarbeiter am Telefon angeschrieen und erklärt hatte, dass mich die Anrufe von Flag krank machen würden und man solle mich in Ruhe lassen. Zu diesem Zeitpunkt fragte mich Debbie Cook nach der Zahlung der Restsumme für die 1 Million Dollar, die sie haben wollte. Ich lehnte dies ab. Daraufhin sagte sie mir, ich solle nach Flag zurück kommen. Ich sagte ihr, ich könne nicht. Ich erinnerte sie daran, dass ich alle möglichen Leute in Italien auditieren würde. Sie bestand darauf, dass ich nach Flag komme. Ich weigerte mich weiterhin.

28. Etwas zwei Wochen später war ich in Mailand um einige OT VII zu auditieren. Zu dieser Zeit war ich mental am Boden. Meine Mutter war gestorben, meine Tochter war gestorben, mein Cousin hatte Selbstmord begangen, ich hatte mein ganzes Geld Flag gegeben und mein Familienunternehmen hatte alle Vermögenswerte verloren. Während ich in Mailand war bedrängten mich Tito Mazza und John Lundeen weitere Spenden zu machen. Letztendlich gab ich nach und schrieb einen Scheck über die restliche Summe für die eine Million Dollar aus. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine Gesamtsumme von einer Million Dollar an Flag und 40.000 Dollar an Franco Baggio für Zinsen bezahlt.

29. Dann rief mich Debbie Cook noch mal an und erklärte mir, dass ich die 1. Million Dollar noch nicht voll gemacht hätte. Nach ihrer Berechnung seien es nur 960.000 Dollar. Ich sagte ihr, dass es nach meiner Berechnung 1. Million 40.000 Dollar seien. Das war es. Ich weigerte mich noch mehr zu geben.

30. Zu dieser Zeit begann meine Familie sich Sorgen um meinen geistigen Zustand zu machen und sagte, dass sie mich für verrückt hielten all mein Geld Scientology zu geben. Ein Verwandter versuchte meinen Anwalt davon zu überzeugen, dass ich komplett verrückt sei. Dies führte zu erheblichen Schwierigkeiten für mich. Zu dieser Zeit entschied ich nicht mehr zurück zu gehen und für Flag zu arbeiten. Mein Leben war eine gelebte Hölle.

31. Ich rief Debbie Cook an und erzählte ihr, dass ich nicht mehr zurück zur Arbeit kommen würde. Drei Tage später kam John Lundeen mit Chiara zu mir nach Hause. Dies zwei bestanden darauf, das ich den Rest des Geldes für die 1. Millionen Dollar Spende zu bezahlen hätte. Das war irrsinnig. Ich konnte es nicht mehr aushalten. Ich sagte ihnen, dass sie sich alles Geld nehmen könnte, das sie haben wollten, es würde mich nicht interessieren. Ich verlor in dem Moment völlig die Nerven. Ich war am Ende. Ich gab ihnen weitere 50.000 Dollar.

32. Um als Mitarbeiter auszuscheiden wollte ich die richtigen Schritte gemäß den Richtlinien der FSO machen. Also ging ich im Januar oder Februar 1994 zurück um mich "aus zu routen". Ich nahm an, dies würde eine Woche dauern. Es dauerte zwei Monate. Diese Organisation brachte mich vor einen Untersuchungsausschuss, da ich als Mitarbeiter ausscheiden wollte. Das Ergebnis dieser Untersuchung war, dass ich für die Sea Org nicht geeignet sei. Deshalb schmissen sie raus. Und das bei all dem Geld, das ich ihnen gegeben und all dem Auditing, das ich als hoch trainiert für sie durchgeführt hatte, wurde ich für unqualifiziert befunden.

33. Während ich das "routing out" durchlief, bemerkte ich, dass da nicht ein Italiener in dem Klasse VIII Kurszimmer studierte. Dafür hatte ich eine Million Dollar bezahlt. Mir war gesagt worden, dass meine Spende für die Italiener sei und nun waren in dem Kursraum alle möglichen Leute nur keine Italiener. Ich ging zu Debbie Cook und sagte ihr, dass sie mich angelogen hätte. Ich sagte ihr auf den Kopf zu, dass ich mein Geld zurück haben wollte. Debbie erwiderte, dass man gerade dabei sei die Materialien ins italienische zu übersetzen und mein Geld dafür verwendet würde um Italiener zu "befreien". Zwei Jahre später war das Material immer noch nicht ins italienische übersetzt.

34. Als ich schließlich nach Italien zurück kam, stellte ich fest, dass meine Situation schrecklich war. Mein Anwalt riet mir, die Familien-Villa zu verkaufen. Ich hatte alles Geld verloren und konnte sie nicht mehr halten. Ich verkaufte die Villa und gab einiges von dem Geld meiner Enkelin und etwa eine halbe Million (Lira) meinem Schwiegersohn.

35. Ende 1994 kehrte ich nach Clearwater zurück um meine Eigentumswohnung zu verkaufen. In dieser Zeit ging ich in das Ford Harrison um Chiara zu besuchen. Als ich rein kam schnappten mich der Registrar für das Super Power Projekt, Charmaigne und ein anderer Registrar für besondere Projekte und setzten mich in einen Stuhl. Sie wollten Geld von mir. Ich sagte nein, aber sie wollten mich nicht gehen lassen. Ich war in diesem Moment völlig unfähig mit der Situation, dass man von mir Geld forderte, fertig zu werden, obwohl ich wusste, dass es mir schaden würde. Ich gab Charmaigne 20.000 Dollar für das Super Power Projekt. Danach ging zu Chiara nach Hause und versteckte mich dort.

36. Nachdem ich meine Eigentumswohnung verkauft hatte ging ich zur Amsouth Bank um Geld abzuheben. Als ich aus der Bank kam warten zwei Offiziere von Scientology, die für spezielle Angelegenheiten zuständig waren, auf mich. Sie wollten Geld von mir, damit die Materialien von LRH in Titanium geschrieben werden können, um sie für die Ewigkeit zu bewahren. Sie baten mich in die oberste Etage des Ford Harrison, damit ich mich die neuen Vorhaben ansehen kann. Ich nur noch nach Italien zurück und zwar umgehend. Ich hatte mein Ticket in der Tasche. Ich musste nur noch meine Eigentumswohnung ausräumen. Ich bat sie weg zu gehen. Ich sagte ihnen mich in Ruhe zu lassen oder ich würde hier in Amerika sterben. Aber sie sagten, "kommen Sie" und begleiteten mich zum Ford Harrison, wo sie weiterhin Geld von mir forderten. Wieder konnte ich mich nicht durchsetzen und stellte einen Scheck aus. Ich gab ihnen 25.000 Dollar aus dem Verkauf meiner Eigentumswohnung.

37. Danach ging ich zur Bank, löste mein Konto auf und begab mich auf den Heimflug. Während ich auf dem Flughafen in Miami auf meinen Flug nach Mailand wartete trank ich in VIP Warteraum einen Kaffee. Dort erhielt ich einen Aufruf. Mir wurde gesagt, dass jemand am Telefon weint. Ich war in Sorge, dass es meine Enkelin sein könnte und zu Hause etwas nicht in Ordnung sei.

38. Die Person, die am Telefon weinte war Chiara aus Flag. Sie sagte mir, dass Charmaigne sie in ein Zimmer gesperrt habe und sie damit quälen würde, dass sie in meinem Namen 100.000 Dollar für das Superpower-Projekt zu zahlen hätte. Sie wollten Chiara nicht glauben, als sie ihnen sagte, ich sei schon weg gegangen. Sie sagten ihr, sie solle das prüfen, deshalb rief Ciara mich an. Dann musste ich Charmaigne per Telefon erklären, dass ich wirklich in Miami war.

39. Charmaigne erklärte mir, dass ich sofort nach Flag zurück zu kommen hätte. Ich sagte ihr, nein. Schließlich schrie ich ins Telefon. Ich sagte ihr, dass ich ihr keinen weiteren Penny hergeben würde und wenn Chiara ihr die 100.000 Dollar geben, ich sie nicht zurückzahlen würde und Charmaigne hätte es selber zu bezahlen.

40. Ich kehrte nach Italien zurück. Mein Leben war nun äußerst schwierig. Ich hatte sehr wenig Geld und wieder musste ich Liegenschaften verkaufen um meinen täglichen Lebensunterhalt bestreiten zukönnen.

41. Zu Beginn des Jahres 1995 rief ich Debbie Cook an. Ich sagte ihr, dass ich ihre Hilfe benötigen würde. Ich war OT VIII und Klasse IX Auditor, der Scientology mehr als eine Million Dollar gegeben hatte. Ich sprach nie mit Debbie. Nicht einmal kam sie ans Telefon um mit mir zu sprechen.

42. Dann fing ich an ihr zu schreiben. Ich begann auch an CLO zu schreiben und telefonierte mit OSA in Italien um bat um Rückgabe meines Geldes. Ich schrieb und telefonierte viele male und sagte ihnen, dass ich meine Million zurück haben wollte. Ich wurde ignoriert. Dann entschied ich mich vor Gericht zu gehen.

43. Der Anwalt meiner Familie schrieb an CLO Italien. Die Antwort von Flag war, dass sie Ellen Almquist nach Italien schickten, um mich zu auditieren. Während drei Tage war sie bei mir zu Hause und versuchte mich in die Sitzung zu bringen. Es ging nicht. Letztendlich ging sie fort. Kurz danach schickten sie einen anderen Auditor, einen den ich sehr mochte und mit dem ich zuvor gearbeitet hatte. Ich verweigerte mich wieder. Wenn er das Zimmer zum auditieren vorbereitete nahm ich eine Flasche Whisky mit und sagte "ok, ich bin für das Auditing vorbereitet". Er verlies mich bald.

44. 1994 kaufte Debbie Cook einen neuen 40.000 Dollar Pkw. Sie erzählte mir, dass es ihre FSM Kommission gewesen wäre, da sie der zuständige FSM für mich war. Dies ist gegen die Richtlinien von Scientology soweit ich es weis. In Wirklichkeit erhielt jeder Kommmission, der an der Sammlung der 1. Million Dollar beteiligt war.

45. Während dieser Zeit fing ich zu trinken an um zu vergessen, was ich alles erlebt hatte. CLO schrieb nun an meinen Anwalt, dass ich das Geld von Flag zurück fordern müsse und nicht von ihnen. Mein Anwalt sagte mir dann, dass ich sie von Italien aus verklagen könne. Als Flag erfuhr, dass ich sie verklagen wolle, klärten sie meine finanzielle Situation ab. Zu diesem Zeitpunkt wollte ich all mein Geld zurück haben, das ich Flag gegeben hatte. Daher rief ich deren Anwalt in Rom an. Er schlug ein Treffen mit meinem Anwalt vor um zu einer Art von Einigung zu kommen.

46. Ihr Anwalt setzte das Treffen, einen Tag bevor ich mein Haus verkaufte um an Geld zu kommen, an. Sie hatten sich über die öffentliche Registrierung kundig gemacht, um Informationen über meine finanzielle Situation zu erhalten.

47. Bei dem Treffen in Rom im Büro des Anwalts waren ich selber, eine Person von CLO, mein Anwalt, die Tochter des anderen Anwalts, eine Frau von OSA Flag und ein Mitarbeiter der Org Rom. Während des ganzen Nachmittags besprachen wir die Situation. Zum Schluß erklärte mir die Frau vom OSA, dass ihr klar sei in welch schlechter finanzieller Lage ich sei und bot mir einen Scheck über 250 Millionen Lire an (180.000 Dollar). Sie sagte mir, ich solle zustimmen ansonsten bekäme ich gar nichts. Sie sprach Englisch und mein Anwalt konnte es nicht verstehen. Ich war wirklich an dem Punkt, das letzte was ich noch hatte zu verlieren. Ich fragte die Frau, ob ich noch im guten Ansehen bei der Kirche sei, wenn ich das Geld nehmen würde. Sie sagte ja. Ich wollte nicht mehr zurück gehen, wollte aber auch nicht alle gegen mich haben. Ich hatte das Gefühl, dass es gefährliche Leute waren. Ich sagte ihr ebenfalls, dass ich noch 29.000 Dollar auf meinem Konto in Flag hätte und dies auch zurück haben wolle. Sie sagte mir, dass ich dies nur durch die Richtlinien der Kirche zurück bekommen könne.

48. Dann nahm ich den Scheck an. Wir kamen überein, dass ich zwei weitere Schecks in der gleichen Höhe erhalten würde. Ich unterschrieb die Vereinbarung, die in Englisch abgefasst war. Ich fragte nach einer Kopie. Sie sagten mir, die Unterlagen würden nach Flag gehen und von dort würde ich mit dem zweiten Scheck die Kopie erhalten.

49. Als die dritte Zahlung kam, waren es 240 Millionen Lire, nicht 250. Ich fragte wo die restlichen 10 Millionen Lire wären. Der Anwalt sagte, dass sie meinem Anwalt übergeben worden wären.

50. Nachdem ich die Hälfte des Geldes, das ich für das Italienische Klasse VIII Projekt gegeben hatte erhalten hatte, beschloss ich auch das Geld, das noch in Flag lag zurück zu fordern. Ich rief bei FSO und fragte ob ich kommen könne. Mir wurde gesagt, dass ich nicht wieder nach Flag kommen könne. Ich wäre in keinem guten Ansehen bei der Kirche. Bald darauf erhielt ich einen Brief vom Schiff in dem gesagt wurde ich hätte ein "Refund". Ich habe bis jetzt keinen "Refund" von der Schiffs-Org bekommen.

51. Ich bin von der Organisation betrogen worden. Ich möchte mein unverbrachtes Geld zurück haben. Ich möchte mein Geld, das ich für das Super Power Projekt gespendet habe zurück bekommen. Ich möchte die anderen 500.000 Dollar zurück haben. Ich habe ihnen geschrieben und sie wollen mir nicht helfen. Sie haben mir doch tatsächlich erklärt ich würde versuchen Geld von ihnen erpressen. Mein Anwalt hat mir erklärt, dass die Vereinbarung keinerlei Rechtskraft in Italien habe.

Ich erkläre im vollen Wissen um die Strafbarkeit von falschen Aussagen gemäß den Gesetzen der Vereinigten Staaten von Amerika und des Staates Florida, dass meine Angaben der Wahrheit entsprechen und korrekt sind.

Unterzeichnet in Clearwater, Florida am 19. Januar 2001.

Maria Pia Gardini.