Tagebuch der Belästigungen

Paulette Cooper (1982)

Teil 1: Eine notwendige Berichtigung

In den letzten paar Wochen wurde über 'alt.religion.scientology' eine Menge unrichtiger Informationen über mich verbreitet; vielleicht führten die nur unzureichend vorhandenen Informationen dazu, dass unzulängliche Schlüsse gezogen wurden.

Aus welchen Gründen auch immer -- und ich beabsichtige nicht, die Motive der/des Schreiber/s anzufechten -- das Resultat liess die Belästigungen durch Scientology weit harmloser erscheinen als sie es tatsächlich waren, so dass vorallem der Standpunkt von Scientology in den Vordergrund rückte: Scientology ist gar nicht so schlecht/Paulette ist gar nicht so gut.

Als Beispiel (und ich könnte dutzende weitere Beispiele zitieren, aber das Zusammensuchen würde eine allzugrosse Zeitverschwendung bedeuten) die beiden folgenden kürzlich erschienenen Artikel, die den niederträchtigen Pistolenangriff von 1972 betreffen:

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>> Auch würde ich gerne mehr Informationen sehen über das
>> Pistole-an-den-Kopf-halten durch einen Kultie und den-Abzug-abdrücken
>> Ereignis. Ist darüber mehr vorhanden als die kurze Erwähnung im Buch
>> von Margery Wakefield?

> Paulette Cooper machte diese Anschuldigung. Angeblich geschah dies ihrer
> Cousine Amy. Ich habe nie eine Bestätigung des Vorfalls gesehen, nicht
> einmal eine Erklärung ihrer Cousine bezüglich der Richtigkeit von Coopers
> Hörensagenbericht.

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Nun werden jeder normalen Person die das liest Worte und Sätze wie "machte diese Anschuldigung ... angeblich ... habe nie eine Bestätigung gesehen ... nicht einmal ... Richtigkeit ... Hörensagenbericht" auffallen und sie wird denken dass sich das nie ereignet haben kann.

Als erstes ihr Name, in zahlreichen Aussagen unter Eid und Dokumenten wiederholt, war Joy und nicht Amy. Und noch wichtiger was diesen Angriff betrifft:

Joy gab für mein Gerichtsverfahren eine eidesstattliche Erklärung ab;
Scientology verlangte von Joy eine Zeugenaussage unter Eid und sie wiederholte ihre Geschichte;
Joy reichte seinerzeit bei der Polizei Strafanzeige ein;
Wir beide sprachen mehrmals mit einem New Yorker Detektiv über diese Angelegenheit;
Joy wurde auf unserer Zeugeliste aufgeführt;
Ich beauftragte nach dem Angriff einen Fotografen, an einem grossen Scientologytreffen Aufnahmen zu machen um zu versuchen, die verantwortliche Person ausfindig zu machen. Usw.

Hier ein zweites kürzliches Beispiel eines Artikels, in dem ungenügende Information zu fälschen Schlüssen führte:

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> Der Geldbetrag erscheint in der eidlichen Aussage von Cooper, die sie
> während ihrem späteren Prozess gegen CoS machte. Der gesamte Betrag
> den sie erhielt ist nicht gänzlich klar, aber sie wurde über die Auszahlung von
> 20'000 Dollars befragt, da sie diese in ihrer Steuererklärung von jenem Jahr
> nicht als Einkommen angab. Überlassen wir es den Anwälten von CoS,
> davon Kenntnis zu nehmen.

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Das ist nun möglicherweise ziemlich schädigend für mich -- stellen sie sich vor, was das IRS denken würde falls sie dies lesen sollten! -- und gibt nur einen Teil der Geschichte wieder. Ich will die Tatsache nicht kommentieren, dass der Betrag den ich 1976 erhielt (soweit ich mich erinnere) 5000 Dollars war und nicht 20'000, damit erscheint Scientology im Vergleich von 1976 nicht annähernd so grosszügig. (Ich denke die Zahl von 20'000 Dollars wurde als meine Auslagen für die Verteidigung in diesem gegen mich gerichteten Verfahren erwähnt!)

Wie auch immer, die bedeutende Sache sind die Auswirkung, da dieser Artikel andeutet ich hätte eine grosse Geldsumme erhalten und diese nicht deklariert. Die ganze Wahrheit jedoch ist -- und das wurde durch die Aussagen bestätigt -- dass die 5000 Dollars direkt an meinen Anwalt ausgezahlt wurden für meine Verteidigung in diesem Prozess (Verhandlungsvorbereitungen und drei Wochen Umtriebe mit Vorverfahren) und ich mit dem Vergleich von 1976 oder der Übertragung von Urheberrechten nie irgendwie Geld verdiente.
Auf jeden Fall, selbst wenn ich lieber mit alledem nichts zu tun hätte und ich es vorziehen würde, mich von a.r.s. fernzuhalten solange dort Flamekriege anstelle stichhaltiger Debatten geführt werden, so halte ich es dennoch für unerlässlich, mehr Details über die aktuellen Geschichten zur Verfügung zu stellen.