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PRESSEMITTEILUNG
ARBEITSKREIS CHRISTLICHER PUBLIZISTEN (ACP) TÄUSCHT SEINE LESER Unter der Überschrift "VPM gewinnt Prozessserie" berichtet der ACP (17 4/1998 S.11) über den angeblichen Ausgang von Prozessen des VPM (Verein zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis) gegen Kritiker, die sich auf "wahrheitswidrige Aussagen" meinerseits gestützt hätten. Ziel des Artikels ist es, meine als Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) erstellte, kritische Analyse des VPM als widerlegt erscheinen zu lassen. Der ACP will durch seine tendenziöse Darstellung die Tatsache rechtfertigen, daß er inzwischen selbst zu den Unterstützern des VPM zählt. Verschwiegen wird in dem Artikel, daß es sich ausschließlich um Verfahren in Österreich und der Schweiz handelte, an denen ich nicht als Partei beteiligt war, und die zudem m.W. meist nicht durch ein Urteil, sondern durch Vergleiche beendet wurden. Verschwiegen wird ebenso, daß die Analyse der EZW sowohl von der Evangelischen Kirche als auch von der Römisch-Katholischen Kirche übernommen und vor Gericht in zahlreichen Verfahren verteidigt wurde. Die unzähligen Unterlassungsansprüche, die der VPM gegen mich bzw. gegen die Evangelische Kirche in mehreren Verfahren gerichtlich geltend machte, wurden mit geringfügigen Ausnahmen abgewiesen. Zuletzt scheiterte der VPM 1997 in einem groß angelegten Unterlassungsverfahren gegen die EKD, die Ev.-Lutherische Kirche Hannovers, Pastor Knackstedt (ehem. Sektenbeauftragter in Hannover) und mich selbst vor dem Landgericht Hannover in sämtlichen Punkten. Die ausführliche Urteilsbegründung ist über die EZW bzw. über die obige Adresse erhältlich. Der Schlußsatz des Artikels behauptet, der VPM arbeite "auf betont christlicher Grundlage". Diese Behauptung stellt angesichts von Geschichte und Ideengut des VPM eine bewußte Irreführung der Leser dar. Sogar der VPM selbst bezeichnet sich als religiös neutral. Er leitet sich von der durch Friedlich Liebling begründeten, religionskritischen und politisch links stehenden "Zürcher Schule" ab und vertritt erst seit 1989 rechtskonservative Positionen.
gez: Hansjörg Hemminger |