Vorwort

"Der Skandal Scientology" ist nicht die Geschichte einer isolierten Gruppe. Sie erzählt von einem lose verbundenen Netzwerk von hunderten, vielleicht tausenden von Lizenznehmern, "Orgs", "Kirchen" usw., die in verschiedenen Teilen der Welt gegründet wurden. Jede Gruppe hat ihren eigenen Charakter. Wenn sich ein Zwischenfall in Australien oder England ereignet, so bedeutet das noch lange nicht, dass auch Amerika davon betroffen ist oder dass er sich auch dort so ereignen könnte. Die einzige Sache, die Scientologygruppen oder "Orgs" gemeinsam haben, ist ihre Zustimmung zu L.Ron Hubbards Theorien und Grundsätzen.

Dieses Buch enthält mehr historisches als zeitgenössisches Material. Einige der Informationen stammen vom amerikanischen Steuerfall zwischen 1956 und 1959; einiges davon kommt von einer Untersuchung, durchgeführt 1963 bis 1965 in Victoria, Australien; und wiederum anderes entstammt Stellungnahmen von Hubbard in den 50er Jahren. Jeden Tag erscheinen neue Weisungen, alte Grundsätze werden aufgehoben und neue geschaffen, so dass das Wesen, die Überzeugungen und Praktiken von Scientology sich stets verändern. Es spricht für Hubbard und seine Scientologen, dass die Richtung dieses Vorgehens im allgemeinen positiv verlief, und dass einige der weniger lobenswerten Praktiken, die in diesem Buch noch dargestellt werden, am Verschwinden sind.

Ich habe versucht, die Aussagen (wenn immer möglich direkt zitiert) und Handlungen von Scientologen zusammen mit den Aussagen und Handlungen von denjenigen darzustellen, die gegen sie eingestellt sind oder mit ihnen Schwierigkeiten hatten.

Bis jetzt war es den Scientologen möglich, ihre Geschichten geheimzuhalten, meist durch Prozesse unterstützt. Jedoch je mehr Untersuchungen über Scientology erstellt werden, je mehr neue Artikel über die Organisation gedruckt werden, und mit je mehr Kritik Scientology eingedeckt wird, desto eher müssen die Scientologen feststellen, dass ihre Prozesse nutzlos sind. Statt zu versuchen, die Vorgänge im eigenen Haus zu verbergen, könnten sie in diesem Ordnung schaffen. Falls ihnen das nicht gelingt, könnten verschiedene nationale Regierungen ihr Überleben nicht zulassen. Die Scientologen erkennen das bereits. Wie viele andere Gruppen, die ursprünglich "enfants terribles" waren, könnte Scientology eines Tages, wenn sie mit ihrer gegenwärtigen Aufräumkampagne fortfahren, eine allerseits geachtete Gruppe oder Kirche werden.

Das Sammeln von all dem in diesem Buch verwerteten Material brauchte mehr als zwei Jahre. Ich möchte einigen der Leute, die uneigennützig Zeit und Energie zur Mithilfe an diesem Projekt aufbrachten.
Zuerst möchte ich denjenigen danken, die in einer frühen Phase am Manuskripts mitarbeiteten: Haves B. Jacobs, C. Michael Curtis, und ganz besonders Ann Bert, aber auch dem Queen Magazine, das einen kleinen Teil von diesem Buch publizierte.
Ich bin ebenso dankbar für die spätere Hilfe von Michael I. Sanders, Ray Buckingham, Ralph Lee Smith, Susan Kideckel, Robin Wagner, Jay Larsan, und speziell Adelaide Ungerland.
Abschliessend möchte ich auch all denjenigen danken, die mir mit diesem Buch in England halfen: Victor Briggs, Paul Nix, und besonders Peter Haining.

Ein [Scientology] "Clear" kann auf sämtliche Psychosen, Neurosen, Zwänge und Verdrängungen (alle Aberrationen) überprüft und auf psychosomatische Krankheiten untersucht werden. Diese Tests bestätigen, dass der Clear gänzlich frei von solchen Krankheiten und Aberrationen ist. Zusätzliche Tests seiner Intelligenz zeigen, dass diese weit über der üblichen Norm liegt. Die Beobachtung seiner Tätigkeit ergibt, dass er ein Dasein mit Vitalität und Befriedigung führt.

L. Ron Hubbard

Ich finde, dass ich nur sehr wenig, falls überhaupt, Resultate von Scientology Prozessing gesehen habe, die ich für im physikalischen Raum vorweisbare Resultate halten würde. Ich muss erst noch einen sicheren "Clear" sehen, der im physikalischen Raum dauernd besser funktionieren könnte.

L. Ron Hubbard Jr.