Petition der AVDS:

Überwachung von Scientologys Therapie

In Anbetracht der komplexen Rechtslage um Scientology zu verbieten denken wir, dass zunächst die zuständigen medizinischen Behörden sich mit den pseudo-medizinischen Praktiken dieser Sekte befassen müssen, denn:

  • Scientology verbreitet ihr Buch "Dianetik", das dazu anspornt, Medizin abzulehnen und die Frauen hinsichtlich psychischen Problemen beschuldigt.
  • Scientology verordnet Vitamine und vorallem Niazin in missbräuchlicher Dosierung.
  • Scientology drängt ihre pseudo-psychiatrische Therapie auf und das ohne jede medizinische Kompetenz.
  • Scientology wendet sich hauptsächlich an schwache oder unreife Personen.
Infolgedessen haben wir zunächst die Behörden des Kantons Waadt aufgefordert, für jeden neuen Anhänger eine unabhängige medizinische Begleitung einzuführen.


Bericht der Petitionskommission
Petition für eine Kontrolle von Scientology und ihren Therapien
Der Bericht auf Französisch:


Das Kantonsparlament folgte der Petitionskommission und überwies nun die Petition an den Staatsrat.

SCIENTOLOGY UND ÖFFENTLICHE ORDNUNG

24heures.ch. 29.9.2004
communiqué de l'ATS

Waadt: Die Petition zur Überwachung der scientologischen Therapie wurde überwiesen

Die waadtländischen Abgeordneten haben dem Staatsrat eine Petition zur "Überwachung von Scientology und ihrer Therapie" überwiesen. Die Vertreter folgten mit 81 gegen 31 Stimmen und 22 Enthaltungen der Petitionskommission.

Sie empfehlen damit der Regierung, sich mit der Praxis der Scientology zu befassen, insbesondere was den Beitritt und die Austrittsfreiheit ihrer Mitglieder betrifft. Mit seiner Entscheidung glaubt der grosse Rat, dass der Staat aufgrund des Präventivrechts ein Kontrollrecht über die Aktivität der Scientology zum Schutz der öffentlichen Ordnung hat.

Christian Polin (PRD) hob hervor, dass die Abgeordneten einen Brief und zahlreicher Emails von der "Scientology Kirche" erhalten haben. Diese verlangte, vom Ausschuss angehört zu werden. "Wir sind kein Gericht, der Staatsrat wird die verschiedenen beteiligten Parteien anhören, wenn er die Vernehmlassung zum Gesetzesentwurf veranlasst", fügte Christian Polin hinzu.

24heures.ch