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Mai 1998

Der Kampf eines Vaters

Tom Padgett kämpft seit Jahren um das Sorgerecht für seine beiden Kinder. Als er aus Scientology ausstieg, blieb seine ehemalige Ehefrau Laura. Diese hält am von Scientology in solchen Fällen praktizierten Grundsatz der Trennung fest, gemäss dem weder sie noch die Kinder irgendwelchen Kontakt mit Tom haben dürfen.
Zusätzlich zur Isolation von seinen Kindern wurde Tom zum Ziel verschiedener Belästigungen und Verfolgungen durch Scientology, die unter anderem das Ende einer erfolgreichen und einträglichen Karriere im Hotelmanagement bedeuteten. Kürzlich wurde Tom gar unter dem Vorwand verhaftet, die Unterstützungszahlung für seine Kinder nicht geleistet zu haben. Gemäss Toms Aussage zahlte er die Unterstützung jedoch regelmässig, die Checks wurden jedoch ohne Begründung an ihn zurückgesandt oder blieben einfach uneingelöst. Tom wurde gegen Kaution entlassen, aber der Prozess, der als Scheidung begann, geht in einer kleinen Stadt in Kentucky weiter. Als Experte meint Paul Grosswald, dass der Fall Padgett zum ersten bekannten Sorgerechtsfall werden könnte, in dem das alleinige Sorgerecht einem scientologischen Elternteil zugesprochen wird. Damit würde erstmals die Trennungs- und Isolationstaktik von Scientology durch ein Gericht sanktioniert. In der Zwischenzeit werden die Kinder von Tom mehr durch Scientology indoktriniert statt dass sie ihren Vater sehen.

Spenden für Toms Unterstützung nimmt folgende Stelle entgegen:

Tom Padgett Defense Fund
Citizens Against Scientology Harassment
PO Box 884
Harwich, MA 02645