Das grosse Ziel

Hubbard hat den Begriff "Ethik" für Scientology umdefiniert. Beim Umgang mit Nicht-Scientologen kommt keinerlei wirklich ethische Moral zur Anwendung.
Hubbard will nur den Clears "bürgerliche Rechte" zugestehen, alle andern sollen entrechtet und abgesondert werden. Nur wer sich Scientology anschliesst und die vorgeschriebene Gehirnwäsche vollzieht bekommt eine Chance, seine "bürgerlichen Rechte" wieder zu erlangen.

Die einzige Antwort darauf scheint die zu sein, solche Menschen abseits von der Gesellschaft in dauernder Quarantäne zu halten, um die Ansteckung ihrer Geisteskrankheit und den allgemeinen Aufruhr zu verhindern, den sie in jede Ordnung bringen - wodurch sie diese auf der Tonskala³ herunterzerren - , oder aber solche Menschen zu auditieren, bis sie eine Stufe auf der Tonskala erreicht haben, die ihnen Wert verleiht.

Jedenfalls sollte jemand im Bereich von 2.0 an abwärts auf der Tonskala in keiner denkenden Gesellschaft irgendwelche bürgerlichen Rechte haben, da er durch den Missbrauch dieser Rechte harte und strenge Gesetze bewirkt, die für jene, die keine solchen Einschränkungen brauchen, hart zu ertragen sind. Und insbesondere sollte niemand, der sich chronisch oder akut unterhalb von 2.0 befindet, als Zeuge oder Geschworener in einem Gericht beigezogen werden, da seine Haltung hinsichtlich Ethik die Gültigkeit jedes Zeugnisses, das er anbieten mag, zunichte machen wird.

Damit soll nicht vorgeschlagen werden, einer solchen Person die bürgerlichen Rechte länger abzusprechen, als nötig ist, um sie auf der Tonskala soweit hinaufzubringen, dass sie aufgrund ihrer Ethik zu einer angemessenen Gesellschaft für ihre Mitmenschen wird.

L.Ron Hubbard
Die Wissenschaft des Überlebens,
Vorhersage menschlichen Verhaltens
New Era Publications 1983 
Teil 1, Kapitel 21 (Spalte S: Ethikniveau),
Seite 145

Ziel von Scientology ist eine "geclearte" Welt. Hubbard schlägt deshalb vor, dass der von ihm auf etwa 20 Prozent geschätzte Teil der Bevölkerung, den er als "antisozial" (dh. kritisch gegenüber Scientology) einstuft, von der Gesellschaft (der Clears) isoliert werden soll, weitere 2,5 Prozent sollen gleich eliminiert werden.
Sie werden die dazu notwendigen Lager sehen können, sobald der Planet "gecleart" ist!

Der vernünftige Mensch übersieht sehr häufig, dass Leute von 2.0 an abwärts sich nicht mit Vernunft befassen und dass man nicht so mit ihnen diskutieren kann, wie man mit jemandem auf 3.0 diskutieren würde. Um mit Personen von 2.0 an abwärts umzugehen, gibt es nur zwei Möglichkeiten, und keine von beiden hat damit etwas zu tun, mit ihnen zu diskutieren oder sich Rechtfertigungen für ihre Handlungen anzuhören. Die erste besteht darin, sie durch De-Enturbulierung¹ eines Teils ihres Thetas² mit Hilfe irgendeines der drei wirksamen Prozesse (siehe Anhang!) auf der Tonskala³ anzuheben. Die zweite ist die, sie ruhig und ohne eine Träne zu vergiessen loszuwerden. Kreuzottern sind sichere Bettgenossen im Vergleich zu Menschen in den unteren Bereichen der Tonskala. All die Schönheit, alles gute Aussehen, all der künstliche gesellschaftliche Wert und aller Besitz kann nicht den bösartigen Schaden wieder gutmachen, den solche Leute bei geistig gesunden Männern und Frauen anrichten. Plötzlich und unvermittelt alle Leute in den tieferen Bereichen der Tonskala aus der Gesellschaftsordnung zu entfernen würde zu einem beinahe sofortigen Anstieg in der kulturellen Tonstufe führen und die enger werdende Abwärtsspirale unterbrechen, in die eine Gesellschaft geraten sein mag. Man braucht keine Welt von Clears zu schaffen, um eine vernünftige und lohnende Gesellschaftsordnung zu haben; man muss lediglich diejenigen Leute daraus entfernen, die sich auf der Stufe 2.0 oder tiefer befinden, entweder indem man sie genug auditiert, um ihre Tonstufe über 2.0 anzuheben - was eigentlich keine allzuschwere Aufgabe ist, da die Menge an Auditing in vielen Fällen wohl unter 50 Stunden liegen würde, obschon sie in einigen Fällen mehr als 200 Stunden ausmachen kann -, oder indem man sie einfach abseits von der Gesellschaft in Quarantäne steckt. Einst beschloss ein Diktator in Venezuela die Lepra zu beseitigen. Er sah, dass die meisten Leprakranken in seinem Land gleichzeitig Bettler waren. Durch das einfache Mittel, alle Bettler in Venezuela zu versammeln und zu vernichten, wurde die Lepra in diesem Land ausgerottet.

L.Ron Hubbard
Die Wissenschaft des Überlebens,
Vorhersage menschlichen Verhaltens
New Era Publications 1983 
Teil 1, Kapitel 27 (Spalte Y: Methode im Umgang mit anderen),
Seite 171f.

Erklärungen:

¹ Enturbulieren: in einen turbulenten, aufgewühlten, gestörten Zustand versetzen.

² Theta: Denken, Lebenskraft, Elan vital, der Geist, die Seele oder sonst eine der zahlreichen Bezeichnungen, die es seit einigen tausend Jahren dafür gegeben hat.

Entheta: Theta, welches mit MEST (EnMEST) in einer unharmonischen Verbindung enturbuliert ist.

MEST (engl. matter, energy, space and time): aus den Anfangsbuchstaben der englischen Wörter für Materie, Energie, Raum und Zeit zusammengesetztes Wort. Das physikalische Universum wäre das Universum von Materie, Energie, Raum und Zeit.

³ Tonskala ("Stufenskala"): eine tabellarische Darstellung der Abwärtsspirale des Lebens, ausgehend von voller Lebenskraft und vollem Bewusstsein über halbe Lebenskraft und Halbbewusstsein bis hinunter zum Tod.

Ton ("Stimmung"): der emotionelle Zustand eines Engramms oder der allgemeine Zustand eines Individuums.

Anhang: die drei wirksamen Prozesse:

Der erste und einfachste dieser Prozesse besteht darin, die Umgebung des Preclears zu ändern. Womöglich befinden sich in seiner alten Umgebung viele restimulierende Gegenstände und Personen, so dass sein freies Theta aufgrund dieser Restimulation andauernd enturbuliert ist. Bringt man den Preclear in eine nicht restimulierende Umgebung, so kann er sich "beruhigen", d.h. das vorübergehende enturbulierte Theta kann de-enturbulieren und das "eingefrorenen" Entheta kann in ganz geringem Ausmass zu freiem Theta umgewandelt werden.[...]
Der zweite Prozess, der wirksam darin ist, Ergebnisse zu erzielen, ist die Bildung. Definiert man Bildung als den Vorgang, in dessen Verlauf einem Menschen neue Daten zugänglich gemacht werden und der seinen Verstand veranlasst, sich mit diesen Daten zu befassen und sie zu gebrauchen, so führt die Bildung selbst dem Fall Vernunft zu.[...]
Individuelles Prozessing ist das dritte Verfahren, das man als wirksam betrachten kann, um einen Menschen auf der Tonskala anzuheben. Damit bezeichnet man jede Methode, durch die das Entheta dieses Menschen zu Theta umgewandelt werden kann, indem man ihn als Individuum anspricht.

aaO Seite 208ff
(Die grundlegenden Prinzipien des Prozessings.)