Brutaler Überfall auf SWR - Fernsehteam der ARD vor dem Haus des Scientologen Gottfried Helnwein in den USA!

1. Februar 2000

Mark Bunker in Clearwater angegriffen

Heute Morgen ging Mark Bunker mit dem deutschen Filmproduzenten Peter Reichelt und Hans Michael Kassel, dem Direktor für Dokumentarfilme der ARD, zum Haus von Gottfried Helnwein an der Palm Bluffs Road, rund 2 km nördlich von der 33 N. Ft. Harrison. Der Scientology zugehörige Künstler Gottfried bestreitet in Deutschland offensichtlich ein Scientologe zu sein und Peter wollte mit Hans Michael hier dokumentarisches Filmmaterial sammeln um zu beweisen, dass er ein aktiver Scientologe ist.

Peter bat Mark mit ihnen zu Gottfrieds Haus zu kommen, damit Mark von ihnen auf dem Weg zur Haustüre und beim Anklopfen an die Türe eine Videoaufzeichnung machen konnte. Sie hatten sich zuvor von Wayne Shelor, dem für Public Affairs zuständigen Offizier der Polizei von Clearwater, über die legale Zulässigkeit der Aktion beraten lassen und sie befolgten seine Anweisungen buchstäblich.

Als Mark die Videoaufnahmen machte kam ein Mann aus Gottfrieds Haus gerannt und griff Mark mit einem Hammer an. Er schlug zweimal auf Marks Kamera, verletzte jedoch Mark glücklicherweise nicht, dennoch war Mark äusserst erschrocken und schockiert als dieser Mann auf ihn losstürzte und ihn mit einer gefährlichen Waffe schlug. Glücklicherweise konnte Mark den Angriff auf dem Videoband festhalten, in etwa einer Stunde sollte es auf Xenu TV verfügbar sein.

Der Mann zog sich durch die Eingangstüre in Gottfrieds Haus zurück und kurz darauf erschienen zwei Polizeioffiziere. Einer von ihnen, Officer Holsombach, arbeitet als bezahlter Revolverheld für die Scientology Kirche an den weissen Linien an der Watterson Avenue um in seiner dienstfreien Zeit die Mitarbeiter des Lisa McPherson Trust zu belästigen. Mark sprach mit dem anderen, Officer Kelly, und berichtete ihm, dass ein Mann ihn soeben mit einem Hammer angegriffen habe und fragte den Offizier, ob er das Videoband zu sehen wünsche. Officer Kelly ignorierte jedoch, was Mark ihm erzählte. Stattdessen fragte er Mark, ob er den Mann darüber informiert habe, dass er ihn auf Video aufnehme. Erstaunt über die Frage entgegnete Mark, dass er dies nicht machte. Darauf erklärte Officer Kelly Mark, dass er ihn verhaften werde, weil er den hammerschwingenden Mann ohne dessen Kenntnis auf Video aufgenommen habe!

An diesem Punkt rief Mark mich an und erzählte mir, dass man ihn verhaften wolle. Ich sprang in meinen Wagen und fuhr zu Gottfrieds Haus. Als dort ankam, sah ich zwei Polizeiwagen und Mark, Peter und Hans Michael mit den beiden Polizeioffizieren. Es war auch ein älterer Mann dabei, den ich nicht kannte. Es erwies sich als der Hauswart von Helnweins Liegenschaft.

Ich näherte mich Mark, aber Officer Kelly verlangte von mir wegzubleiben. Er war äusserst widerlich und ich befürchtete, er würde Mark wirklich verhaften. Er war am Schreiben eines Rapports und ich sah wie seine Hand unkontrolliert zitterte. Er war sichtlich äusserst erregt.

Peter versuchte mit Offizer Kelly zu sprechen, musste jedoch einsehen, dass es ihn mehr und mehr reizte und aufbrachte, darum sagte ich Peter er solle still bleiben damit sich dieser Polizeioffizier beruhigt, sonst könnte Mark verhaftet werden. Die Atmosphäre war hochgeladen und ich war sehr besorgt darüber wie Mark von diesen Offizieren behandelt wurde. Sie waren eindeutig voreingenommen gegenüber Mark, da sie nichts unternahmen um den Mann festzunehmen, der Mark angegriffen hatte. Officer Kelly erklärte Mark, er wisse dass er zum LMT gehöre und er fragte die beiden Deutschen, ob sie ebenfalls zum LMT gehören.

Glücklicherweise traf nach wenigen Minuten Sergeant John Zegzdryn am Tatort ein. Ich hatte bereits zuvor mit Sergeant Zegzdryn zu tun und wusste, dass er ein gerechter, vorurteilsloser Polizeioffizier ist. Ich war ausserordentlich erleichtert als er eintraf.

Officer Kelly beriet sich mit Sergeant Zedzdryn und signalisierte dann Mark, Peter und Hans Michael über die Strasse zu kommen um mit ihm zu sprechen. Ich wollte mitgehen, aber Officer Kelly befahl mir grob, weg zu bleiben. Ich hielt an, war jedoch immer noch in der Lage zu hören was er ihnen sagte. Er erklärte ihnen, dass er sie auf der Stelle verhaften und dass sie besser nicht mehr irgendwo in die Nähe der fraglichen Liegenschaft kommen sollen oder er würde sie verhaften. Er liess dann den Hauswart ihnen offiziell mitteilen , dass sie unbefugterweise eindrangen und dass sie dort unerwünscht wären.

Als ihnen Officer Kelly sagte, dass sie verhaftet werden könnten, richtete er seine Bemerkungen insbesondere an Mark. Als ihnen der Hauswart die offizielle Warnung überbrachte, bezog er er sich überhaupt nicht auf Mark und richtete seine Erklärungen an die beiden Deutschen, die tatsächlich zur Haustür gingen während sich Mark auf dem öffentlichen Gehsteig aufhielt. Aber Officer Kelly richtete seine Unterredung ausgesprochen an Mark.

Dann liess sie Officer Kelly frei und sagte ihnen, es stehe ihnen frei zu gehen.

Das war scheinbar alles was unternommen werden sollte bis Mark protestierte, dass nichts gegen den Mann der ihn mit dem Hammer angriff unternommen wurde.

Daraufhin rief Sergeant Zegzdryn Officer Kelly erneut auf die andere Strassenseite und kam dann zu Mark um abzuklären, ob er eine Strafanzeige gegen den Mann mit dem Hammer einreichen wollte. Sergeant Zegzdryn war der Erste, der bereit war die Videoaufzeichnung des Angriffs anzusehen. Officer Kelly war überhaupt nicht daran interessiert diese zu sehen. Mark bejahte unbedingt und wollte den Mann verhaftet haben. Die Offiziere berbrachten dann die Zeit mit der Aufnahme von Rapporten von allen Beteiligten und Markwiederholte mehrmals, dass er den Mann verhaftet haben wollte. Aber die Polizeioffiziere erklärten uns dann, dass sie den Mann nicht verhaften werden, sondern dass sie die Angelegenheit in die Staatsanwaltschaft weiterleiten werden.

Wir diskutierten mit dem Sergeant lange darüber, aber letztendlich war dies seine Entscheidung. Er erlaubte Mark trotzdem, eine Kopie des Videobandes zu machen. Sergeant Zegzdryn brachte das originale Videoband in unser Büro und blieb als Zeuge bei Mark, der eine Kopie des Abschnitts des Bandes machte, der den Angriff zeigte. Jesse und ich waren ebenfalls Zeugen, weil Sergeant Zegzdryn besorgt war, dass Fragen auftauchen könnten, ob das Band verändert wurde. Aber ich rief unseren Anwalt in Strafsachen Denis deVlaming an und der bestätigte, dass es genügen würde den Sergeant als Zeuge des Kopierens zu haben. Und genau so machten wir es.

Bob sprach bereits mit Doug Crowe in der Staatsanwaltschaft und stellte klar, dass wir gegen diesen Mann eine Anklage wegen schwerer Körperverletzung erwarten.

Soeben fand ich heraus, dass der Mann der Mark mit dem Hammer angriff Richard Bernard heisst.

Stacy

3. Februar 2000

Brutaler Überfall auf SWR - Fernsehteam der ARD vor dem Haus des Scientologen Gottfried Helnwein in den USA!
Von Peter Reichelt

Clearwater, Florida - das Scientology-Mecca überhaupt
Dienstag, 1.2.2000

Während der Dreharbeiten für einen ARD-Beitrag in REPORT über den Scientologen Gottfried Helnwein, ereignete sich am Dienstagmittag, 1. Februar 2000, vor dessen Villa in Clearwater ein dramatischer Zwischenfall. Die Reporter Hans Michael Kassel und Peter Reichelt und ihr amerikanischer Kameramann Mark Bunker werden auf offener Straße von einem Mann, der plötzlich mit einem Hammer in der einen Hand und einem messerähnlichen Gegenstand in der anderen Hand, aus der Helnwein - Villa herausstürmte und ohne Vorwarnung auf den Kameramann mit brutaler Gewalt einschlug, überfallen. Mark Bunker versuchte den Schlägen auszuweichen, wurde aber dennoch mehrfach mit dem Hammer getroffen. Soweit möglich wurde der Hammer-Anschlag von Bunker und Reichelt gefilmt. Mark Bunker steht noch unter dem Schock der Hammerschläge, seine Filmkamera wurde beschädigt, er aber blieb wie durch ein Wunder unverletzt.

Kassel und Reichelt sind seit heute 3. Februar 2000 wieder in Deutschland zurück.

Die Ermittlungen (AZ: report number 002996) der Kriminalpolizei in Clearwater laufen derzeit auf Hochtouren. Bisher steht fest: Bei dem Attentäter soll es sich laut Polizeiangaben um den Scientologen Richard Bernard handeln, der nach Angaben im Scientology-Magazin SOURCE Nr. 80, einen Scientology-Drogentherapiekurs absolviert haben soll. Er soll ein enger Mitarbeiter von Gottfried Helnwein sein und flüchtete nach dem Anschlag in dessen Haus zurück. Dort fand ihn die Polizei von Clearwater schließlich kurze Zeit später. Die Staatsanwaltschaft in Clearwater entscheidet derzeit, ob sie Anklage gegen Richard Bernard erhebt. Scientology-Geheimdienstchef Michael Rinder, der kurz nach dem Anschlag in Clearwater eintraf, bedauert in einem heute mittag bekannt gewordenen Interview mit dem Reporter Mark Douglas des US- Fernsehsenders NBC Channel 8, den Angriff auf das deutsche Fernsehteam. Er bestritt, daß der Hammerschläger Bernard Mitglied der Scientology- Organisation sein soll. Rinder führte laut Angaben des NBC Reporters kurz vor dem Interview ein längeres Gespräch mit Helnwein in dessen Haus über diesen Zwischenfall. Rinder bestritt auch, daß Gottfried Helnwein Mitglied der Scientology-Geschäftsführung ist, bestätigte aber ausdrücklich, daß Gottfried Helnwein ein langjähriges aktives Mitglied der Scientology-Organisation ist und sich gerade zwecks "religiöser Aktivitäten" in Clearwater aufhalten würde. Aktuelle Informationen zu diesem Fall sind im Internet unter:
<http://www.xenutv.com/trust/hammer.htm>
zu finden.