Pressemitteilung des
Europäisch-Amerikanischen Bürgerkomitees für Menschenrechte und
Religionsfreiheit in den USA
vom 29. Dezember 2002

Norwegischer IT-Spezialist erhält Leipziger Menschenrechtspreis 2003

Verteidigung der freien Meinung und Information über Scientology im Internet

Das Europäisch-Amerikanische Bürgerkomitee für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA (EABK) freut sich, bekanntgeben zu können, dass

Herr Andreas Heldal-Lund aus Stavanger, Norwegen,

der Empfänger des Leipziger Menschenrechtspreises 2003 des Komitees ist. Der Preis wird am 17. Mai 2003 in der Alten Börse in Leipzig, der Stadt, die als Geburtsort der Ostdeutschen Bürgerrechtsbewegung weltweit bekannt geworden ist, überreicht werden.

Andreas Heldal-Lund ist bereits der vierte Empfänger des Leipziger Menschenrechtspreises. Mit diesem Preis werden seit dem Jahre 2000 Personen ausgezeichnet, die dazu beitragen, bei von den USA aus operierenden totalitären Kulte Menschenrechtsreformen zu erreichen.
Frühere Empfänger des Preises waren:

  • Robert S. Minton, ein amerikanischer Bankier im Ruhestand und Bürgerrechtsaktivist;
  • Dr. Norbert Blüm, früher deutscher Bundesarbeitsminister und
  • MinisterAlain Vivien, damals Präsident der Mission Interministerielle pour la Lutte Contre les Sectes beim Premierminister der Republik Frankreich (MILS).

Andreas Heldal-Lund ist IT-Spezialist und zugleich international bekannter Vorkämpfer für Redefreiheit im Internet. Er gründete und unterhält die bekannteste Internet-Präsenz in der Welt "Operation Clambake" <http://www.xenu.net/>, die den Betrug und die Menschenrechtsverletzungen der von den USA aus operierenden Scientology-Organisation enthüllt und bekämpft.

Scientology attackierte Andreas Heldal-Lund und seine Internet-Provider mit drohend abgefassten Anwaltsschreiben und einer regelrechten Hetzkampagne [scientologisch: "Black PR campaign"] und veranlasste eine ganze Reihe von Internet-Providern, Heldal-Lund die Dienste aufzukündigen.

Im Februar dieses Jahres hatte auch die weithin benutzte Internet-Suchmaschnie Google sämtliche Links zu "Operation Clambake" aus seinen Verzeichnissen genommen. Damit hatte Google dem Druck von Scientology-Rechtsanwälten nachgegeben, die ein US-Gesetz instrumentalisierten, das "Digital Millenium Copyright Act (DMCA)" genannt wird.

Andreas Heldal-Lund verteidigte seine Position, indem er darauf hinwies, dass Scientology wichtige Informationen über seine Lehren zurückhält, die er zugänglich macht, und das Menschen vielleicht nicht dem Cult beitreten würden, wenn die volle Information über Scientology zugänglich wäre.

Verteidiger von Meinungs- und Redefreiheit aus der ganzen Welt engagierten sich für ihn, organisierten eine Internet- und Printmedienkampagne und zwangen Google damit, Clambake wieder in die Suchmaschine aufzunehmen.

Bei seinen jahrelangen Aktivitäten gegen die Menschenrechtsverletzungen der Scientology-Organisation hat Andreas Heldal-Lund, zusätzlich zu seiner Webmaster-Arbeit, vor verschiedenen Gruppen Vorträge gehalten und eine grosse Zahl ausgezeichneter Zeitungsberichte veranlasst. Er ist auch ein angesehener und geschätzter Diskussionspartner in der Internet-Newsgroup 'alt.religion.scientology'.

Heldal-Lund liess sich bis heute nicht mundtot machen, und vor einem Monat, am 7. November 2002, konnte er volle sechs Jahre von "Operation Clambake" und damit sechs Jahre Verbreitung der Wahrheit über Scientology feiern.

Obwohl er in all den Jahren das Ziel von juristischen und außserjuristischen Angriffen von Scientology und deren Hetzkampagnen gewesen ist, ist er davon unbeschwert geblieben, hat seinen Sinn für Humor bewahrt und an seinem Ziel festgehalten, den Opfern des Scientology-Cults zu helfen.

Das Europäisch-Amerikanische Bürgerkomitee für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA (EABK) macht sich Andreas Heldal-Lunds Worte zu eigen:
"Die Menschen sollten frei sein zu glauben, was immer sie wollen, einschliesslich Scientology. Was ich gegen [die Scientology-Organisation] habe ist lediglich:

  • ihr betrügerisches Vorgehen,
  • ihr betrügerisches Vorgehen,
  • ihre Mangel an Mitgefühl für die eigenen Mitglieder (besonders die schwerarbeitenden Staff-Mitglieder),
  • ihr agressiver harter Verkauf,
  • ihre Arroganz,
  • ihr Angriff auf die Meinungsfreiheit,
  • ihre Klagefreudigkeit,
  • die Verfolgung ihrer Kritiker,
  • ihr fehlendes Mitgefühl für Familien,
  • ihre grobe Vernachlässigung von Kindern und
  • ihr Missbrauch von Kindern."
Das Komitee: Gerry Armstrong, Kanada, Künstler - Prof. Claire Champollion, Linguistin, Forscherin und Schriftstellerin, Paris - Joe Cisar M.S., Journalist, Cleveland, Ohio, Vietnam Veteran - Prof. Dr. Alexander Dvorkin, Moskau, Direktor des St. Irenäus-von-Lyon-Center - Pfr. Thomas Gandow, Berlin, Deutschland, Herausgeber des Berliner Dialog - Mike Garde, Dublin, Dialog Centre Eire - Roger Gonnet, Paris, Autor - Dipl. Ing. Friedrich Griess, Wien, Pressesprecher Gesellschaft gegen Kultgefahren Österreich - Birgitta Harrington, Accountant, Helsingborg, Schweden - Tilman Hausherr, Berlin, Software-Entwickler - Ursula MacKenzie, Ruheständlerin, London - Geschäftsführerin Solveig Prass, Leipzig, EBI Leipzig - Prof. Dr. Johannes Aagaard, Aarhus, President of the Dialog Center International (DCI)

Das Europäisch-Amerikanische Bürgerkomitee für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA (EABK) wurde am 5. Dezember 1997 gebildet <http://www.religio.de/dialog/497/497s4.html>, um sich für die folgenden Reformen einzusetzen:

  • Freiheit für jeden, über seine Erfahrungen, sein Wissen und seine Gedanken in jeder Organisation, Kirche oder Kult, seien sie religiöser Natur oder nicht, zu berichten;
  • Freiheit für Mitglieder einer Organisation, einer Kirche oder eines Kultes, religiöser Art oder nicht, diese Organisation zu verlassen, ohne festgehalten, bedroht oder verfolgt zu werden;
  • Freiheit von der Furcht, mit Material konfrontiert zu werden, in dessen Besitz eine religiöse oder therapeutische Organisation durch religiöse oder spirituelle Beratung gekommen ist; solch Material sollte nicht für Veröffentlichung, Rechtsstreitigkeiten oder Erpressung verwendet werden dürfen;
  • Freiheit von der Verfolgung durch Copyright-Gesetze; solche Gesetze sollten nicht gegen Mitglieder angewandt werden, die ihre Argumente durch Zitate aus "kirchlichen Schriften" oder "spiritueller Literatur" oder anderen in Zusammenhang mit der Gruppe stehenden Texten zu stützen bemüht sind;
  • Volle Anwendung der Strenge des Gesetzes zur Verfolgung von Betrug, psychischem und physischem Missbrauch unter dem Schutzschild von "Religion";
  • Ablehnung bzw. Zurückziehung von Steuerbefreiungen für heimlichtuerische Organisationen, seien sie religiöser Art oder nicht; volle Offenlegung vergangener geheimer Absprachen mit der Steuerbehörde.
Vgl. <http://www.leipzig-award.org/deutsch/grundsatztext.htm>

Thomas Gandow, Vorsitzender des Dialogzentrum Berlin
für Europäisch-Amerikanisches Bürgerkomitee für Menschenrechte
und Religionsfreiheit in den USA
Heimat 27, 14165 Berlin
Tel: 0049 30 815 70 40
Fax: 0049 30 845 09 640
Email: gandow@dialogzentrum.de
Internet: <http://www.dialogzentrum.de>; <http://www.dci.dk>


<http://www.leipziger-preis.de>

Alles, wovon Scientology nicht möchte, dass Sie es wissen, finden Sie bei <http://www.xenu.net>
oder bei: <http://www.xenu.de> - Deutsche Abteilung
und <http://www.xenu.ch> - Schweizer Abteilung