Europäisch-Amerikanisches Bürgerkomitee
für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA
c/o Dialog Zentrum Berlin,
Heimat 27, 14165 Berlin; email: info@leipzig-award.de

Leipziger Menschenrechtspreis 2002
(begründet als "Alternativer Karlspreis 2000")
http://www.leipziger-preis.de
und http://www.leipzig-award.org

Leipzig, 18.03.2002
PRESSEMITTEILUNG

Komitee gibt Preisentscheidung bekannt

Alain Vivien, Präsident der "Mission Interministérielle de lutte contre les sectes beim Premierminister der Republik Frankreich (MILS)" erhält den Menschenrechtspreis des Europäisch-Amerikanischen Bürgerkomitees für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA

In Leipzig, der Stadt der ostdeutschen Bürgerrechtsbewegung, werden wir am 11. Mai 2002 mit Minister Alain Vivien nach Robert S. Minton (2000) (http://www.religio.de/dialog/200/21_04-04.htm) und Minister a.D. Norbert Blüm (2001) zum dritten Male eine Persönlichkeit mit dem Menschenrechtspreis des Europäisch-Amerikanischen Bürgerkomitees für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA auszeichnen.

Der von dem Leipziger Künstler Rüdiger Bartels gestaltete Preis wird an Minister Alain Vivien am 11. Mai 2002 im Rahmen einer Festveranstaltung in der Leipziger "Alten Börse" verliehen.

Die Preisrede (Laudatio) hält der bayerische Staatsminister des Inneren, Dr. Günther Beckstein.

Das international zusammengesetzte "Europäisch-Amerikanische Bürgerkomitee für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA" (http://www.leipziger-preis.de), das den Preisträger auswählte, beschäftigt sich in transatlantischer Perspektive mit den Verstößen der Scientology-Organisation gegen Menschenrechte und Religionsfreiheit. Das Hauptquartier der SO liegt in den USA. In den letzten Jahren hat die totalitäre SO von dort ihre Aktivitäten angeblich mit regierungsamtlicher Unterstützung (u.a. Steuerbefreiung, diplomatische Aktivitäten) durchführen können.

Preisträger 2002

Alain Vivien hat sich seit 1983 mit den von Sekten und totalitären Kulten verursachten Problemen befaßt. Damals erstellte er als sozialistischer Abgeordneter des Departements Seine-et-Marne in der franzöischen Nationalversammlung im Auftrag des Ministerpräsidenten Pierre Mauroys den ersten Situationsbericht über diesen problematischen Bereich. Danach war er u.a. Staatssekretär im französischen Außenministerium. Vivien erarbeitete auch den ersten französischen Enquete-Bericht zu Sekten und totalitären Organisationen von 1993 und ist seit November 1998 Präsident der "Mission Interministérielle de lutte contre les sectes beim Premierminister der Republik Frankreich" (MILS).

Vivien hat sich persönlich mit dem Schicksal der von destruktiven Gruppen Betroffenen befaßt und auf die politische, strukturelle und gesetzliche Sicherung ihrer Menschenrechte hingearbeitet und zum Schutz der Opfer von Scientology und ähnlicher Organisationen für die Schaffung eines gesetzlichen Rahmens durch das Französische Parlament, die Nationalversammlung, gesorgt.

Dabei hat er den Mut gezeigt, sich auch gegen massiven innen- und außenpolitischen Druck mit Sachkenntnis und persönlichem Einsatz mit dem neuen Totalitarismus der Scientology-Organisation (SO) öffentlich auseinanderzusetzen. Darum ist er in besonderer Weise zum Angriffsziel der Scientology-Organisation und ihrer Bundesgenossen geworden.

Unserer Auszeichnung ist auch eine Anerkennung der wichtigen und erfolgreichen Arbeit aller Mitarbeiter der MILS und nicht zuletzt der französischen Nationalversammlung, die über alle Parteidifferenzen hinweg durch ihre Gesetzgebung für den Schutz der Menschenrechte vor neuen totalitären Gefährdungen gesorgt hat.

Die Vergabe des Preises an einen aktiven europäischen Politiker ist zugleich Ausdruck der Unterstützung des Komitees für alle Politikerinnen und Politiker diesseits und jenseits des Atlantik, die sich dafür einsetzen, den Menschenrechtsverletzungen, die von der Scientology-Organisation in den USA und in Europa begangen werden, endlich ein Ende zu setzen. (Vgl. Die Grundsatzerklärung des Komitees: )

Das Komitee

Gerry Armstrong, Kanada, Künstler - Ursula Caberta, Leiterin der AG Scientology, Freie und Hansestadt Hamburg - Prof. Claire Champollion, Linguistin, Forscherin und Schriftstellerin, Paris - Joe Cisar M.S., Journalist, Cleveland, Ohio, Vietnam Veteran - Prof. Dr. Alexander Dvorkin, Moskau, Direktor des St. Irenäus-von-Lyon-Center - Pfr. Thomas Gandow, Berlin, Deutschland, Herausgeber des Berliner Dialog - Mike Garde, Dublin, Dialog Centre Eire - Roger Gonnet, Paris, Autor - Dipl. Ing. Friedrich Griess, Wien, Pressesprecher Gesellschaft gegen Kultgefahren Österreich - Birgitta Harrington, Accountant, Helsingborg, Schweden - Tilman Hausherr, Berlin, Software-Entwickler - Ursula MacKenzie, Ruheständlerin, London - Geschäftsführerin Solveig Prass, Leipzig, EBI Leipzig - Prof. Dr. Johannes Aagaard, Aarhus, President of the Dialog Center International (DCI)

Warum es zur Gründung des Komitees kam

Wir waren bestürzt darüber, daß es der Scientology-Organisation (SO) in den letzten Jahren gelungen war, Einfluß auf die US-Außenpolitik zu nehmen. Die SO, die u.a.
  für die 17 Tage langen Qualen der anschließend verstorbenen
   Lisa McPherson (USA),
  für den finanziellen Ruin der Familie Aigner (Deutschland) und
  für den tragischen Tod von Patrick Vic (Frankreich) verantwortlich
   ist, versucht, die europäisch-amerikanische Freundschaft, für die
   wir alle in den letzten Jahrzehnten so hart gearbeitet haben,
   zu beschädigen.
Als europäische Freunde der Vereinigten Staaten von Amerika oder als US- Bürger sind wir betroffen von den Angriffen der Scientology-Organisation auf Leben und Menschenwürde ihrer Mitglieder, aber auch ihrer Kritiker.

Darum setzt sich das Europäisch- Amerikanische Bürgerkomitee für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den USA und weltweit ein, und engagiert sich in der Auseinandersetzung insbesondere gegenüber neuen totalitären Organisationen. Wir lassen uns in unserem Engagement leiten von der Haltung, die 17 Millionen Amerikaner 1950 im Gelöbnis zur Berliner Freiheitsglocke unterzeichnet haben:

"Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, daß jedem Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer auf Erden sie auftreten werden"

Kontakt und verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes

EABK, Solveig Prass c/o EBI Sachsen,
Lessingstr. 7, 04109 Leipzig,
Fon&Fax: 0341-6891590, mail@ebi-sachsen.de
und
Pfr. Thomas Gandow für DIALOG ZENTRUM BERLIN,
Heimat 27, 14165 Berlin,
Fon: 030-815 70 40 info@leipziger-preis.de