Leserbriefe im Tages-Anzeiger

Dass Scientology irgendwie reagieren würde war klar. Sie konterte auf die sattsam bekannte Art.

Leserbrief am 6. Februar 1998

Sturm im Wasserglas

Scientology unerwünscht, TA vom 24. 1.

Ich habe mit zahlreichen Basler Ladenbesitzern selber gesprochen, und einige wussten gar nicht, dass ihre Unterschrift für ein Protestschreiben benutzt wurde. Unsere Mitarbeiter haben klare Richtlinien, dass sie Passanten freundlich ansprechen sollen, und so gab es auch am alten Domizil in Kleinbasel bei 90 Prozent der Anwohner keine Probleme, und bei den übrigen konnten Konflikte meist gelöst werden.

Das Ganze scheint ein Sturm im Wasserglas zu sein. Auch die geplante "Lex Scientology" ist nicht durchführbar, denn dazu müsste man die Religions- und Meinungsfreiheit ausser Kraft setzen. Dass sich einige Politiker auf unserem Rücken profilieren wollen, ist vorab in Deutschland nichts Neues.

ANDRE STEFFEN,
SCIENTOLOGY BASEL

Die Entgegnung auf die unhaltbaren Beschuldigungen:

Leserbrief vom 14. Februar 1998

Ein Affront

Sturm im Wasserglas, Brief vom 6. 2.

Den zahlreichen Basler Ladenbesitzern zu unterstellen, sie wüssten nicht, worum es bei der Strassenwerbung der Scientologen gehe, ist einfach lächerlich.

Wir haben noch nie erlebt, dass wir bei einer Unterschriftensammlung, wie gegen die Scientologen, so offen empfangen wurden. Der Störfaktor in den Einkaufsquartieren in Basel durch aggressive Strassenwerbung ist nicht nur den Ladenbesitzern bekannt, sondern vielen Hunderten von Besuchern und Passanten, die auch unterschreiben wollten.

Der Leserbrief von André Steffen, Scientology Basel, ist ein Affront für die Basler Geschäftsleute.

ROLF FUHRER, IG STEINEN, BASEL