26. Februar 2000

gekürzter Beitrag aus:

Jyllands-Posten

Scientology: Nein für Scientology Vorschule in Kopenhagen

Eine Gruppe von Scientology Eltern in Kopenhagen fühlt sich schwer diskriminiert, weil sie für die Betreuung ihrer Kinder keine öffentliche finanzielle Unterstützung bekommt.

Sie will ihre Kinder im Geiste der Scientology erzogen haben, indem die Lehrer eine vom Gründer der Bewegung L. Ron Hubbard entwickelte "Kinder Philosophie" verfolgen. Weil die Stadt an die Rudolf-Steiner-Vorschulen oder christliche Einrichtungen für Kinder Beiträge leistet, sollte es auch für eine Scientology Vorschule möglich sein subventioniert zu werden, meinten die Eltern, aber Valby Bydel [der Stadtbezirk Valby] der Stadt Kopenhagen sagt nein.

Der Stadtbezirk wies die Scientology Vorschule 'Lillekilden' ['Kleiner Frühling'] ab, weil er befürchtet, dass die Kinder zur Befolgung der Ideologie dieser Bewegung gezwungen werden. Gemäss der Ablehnung durch den Stadtbezirk besteht das Problem darin, dass Scientology keine Qualitäten wie 'Offenheit, Toleranz oder Respekt gegenüber Anderen' fördert.

Die Eltern haben gegen den Entscheid Berufung eingelegt, aber das Indenrigsministeriet [Innenministerium] unterstützte kürzlich den Stadtbezirk Valby in dieser Angelegenheit. Deshalb muss 'Lillekilden' heute als private Institution für die Betreuung von Kindern geführt werden, ohne von der Stadt Suventionen zu bekommen, die sich in der Höhe von 3500-5900 DKR [etwa 750-1500 CHF] pro Monat und Kind bewegen würden.

Einzelne Scientologen können diesen Entscheid umgehen, indem sie persönliche Unterstützung für die private Betreuung der Kinder beantragen. Dies wird vom Stadtbezirk Valby noch akzeptiert, könnte jedoch bald ändern. Die Stadt Kopenhagen selbst will überhaupt keine finanzielle Unterstützung leisten und deshalb wird die Auseinandersetzung vor den Den Sociale Ankestyrelse gebracht [Der Nationale Sozialrat, der durch die Sozialgesetze geregelte Angelegenheiten wie Kinderbetreuung überwacht].

Christine Astrupgaard aus Lillekilden verneint, dass die durch die Vorschule benutzte Erziehungsmethode irgend welche religiöse Inhalte enthält und sie unterstreicht die Tatsache, dass nicht alle Kinder aus Scientology Familien kommen.

Die Eltern wollen eine Beschwerde gegen den Entscheid des Innenministeriums beim Ombudsman des Parlaments einreichen.


Mitgeteilt durch Catarina

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