mit freundlicher Erlaubnis aus:

    TAXI

    Magazin für Soziales und Kultur
    2001 Nr. 7


"Suppressive Person": Ein Interview Teil 2

    Teil zwei des Gespräches mit der Sektenfachfrau Lucia Krähenbühl aus Basel. Im ersten teil erzählte die sympathische und engagierte Mitvierzigerin wie sie als junge Frau, die neu in der Grossstadt war und in einer persönlichen wie auch beruflichen Krise steckte, auf der Strasse von Scientologen angesprochen wurde, den Persönlichkeitstest ausfüllte, zur Beratung ins Zentrum ging und immer mehr in die Psychosekte reinglitt. Sie machte Kurse, Ausbildungen und engagierte sich jahrelang bis zur Grenze der Belastungsfähigkeit. Erste Zweifel keimten auf.

    Dominic Schaufelberger/Milna Nicolay

Du hast geheiratet. War dein Mann auch ein Scientologe?

    Ja, er war schon länger dabei, er war auch Mitarbeiter aber nur Teilzeit. Er hatte einen 40-Stunden Job in der Wirtschaft und arbeitete in Scientology dann nochmals soviel, am Abend und an den Wochenenden.

Veränderte die Beziehung deine Optik?

    Ich hatte viel persönliche Unterstützung durch ihn. Oft teilte er meine Meinung. Er half mir auch auf der persönlichen Ebene sehr viel. Irgendwie stärkte mich dies, weiter zu machen und zu hoffen, dass ich meine Anliegen anbringen kann, und es verhinderte wahrscheinlich, dass ich zusammenbrach. Um die Hochzeit herum da war es ganz übel. Ich denke mir, es ging denen total gegen den Strich, dass ich mir soviel Freiheit heraus nahm, wie einen freien Tag und etwas Zeit für nötige Vorbereitungen. Wir wollten scientologisch heiraten. Es gibt in Scientology, wie in den offiziellen Kirchen, Zeremonien wie Taufe, Hochzeit und Sonntagsgottesdienst, aber ich glaube es war mehr pro Forma, um als Kirche gelten zu können. Also luden wir unsere Eltern und Geschwister ein, die nicht Scientologen waren und auch meine Freunde von Scientology. Wir wollten ein schönes Fest in der Art Zeremonie, in dem Glauben, der mir da noch wichtig war. Drei Tage vor der Hochzeit erhielt ich ein Telefon von Kopenhagen von einer Person, die die Basler Organisation managte. Sie drohte mir, dass ich innerhalb von 24 Stunden nach Kopenhagen müsse. Meine Statistiken seien unter jedem Hund, wie sie sich so ungefähr ausdrückte und sie fragte mich noch, was für ein dreckiges Spiel ich spielen täte. Sie wusste, dass ich heiraten wollte und fand es unter den Umständen, das ich schlechte Statistiken aufwies, eine Frechheit zu heiraten. Ich arbeitete von Morgens früh bis spät Abends, aber eben, es hatte da kaum noch jemand der Sitzung nehmen konnte, weil ihnen das Geld ausgegangen ist. Es kamen auch keine neuen Leute mehr. Um die Leute zu motivieren gleich einzuzahlen gingen jede Woche die Preise um fünf Prozent hoch. So sind die Preise ins Astronomische gestiegen. Man stelle sich vor, dass ein oder zwei Jahre jede Woche1 die Preise um fünf Prozent steigen und das war da so. Ich glaube eine Stunde Beratung hat etwa 600 Franken gekostet. Wer konnte das schon bezahlen. Also musste ich Briefe schreiben, Leuten telefonieren, dass sie in die Organisation kommen und weitermachen. Ein Riesenstress. Bei mir dachte ich, das kann doch niemand mehr bezahlen und weshalb soll ich schuld daran sein, dass es immer weniger Leute gibt, die diesen Service bezahlen können.

      1 Da dieses Interview ohne Vorbereitung ad hoc durchgeführt wurde, konnten sich geringfügige Fehler durch das reine Zitieren aus dem Gedächtnis einschleichen. Hier sollte es beispielsweise heissen 'fünf Prozent Preissteigerung alle Monate'
      Ein Beispiel für Auditing-Preise.

Du hättest also nach Kopenhagen fahren sollen, um Rechenschaft abzulegen, um Kurse zu besuchen, die dich zu mehr Leistung hätten motivieren sollen?

    Ich ging dann nach Kopenhagen, aber erst nach der Hochzeit. Ich hätte gleich am anderen Tag wieder arbeiten müssen. Aber ich war so erledigt, also ging ich erst um 13 Uhr in die Org. Das gab einen Aufstand! Ich könne gleich alles packen und nach Kopenhagen gehen. Dort angekommen, setzten sie mich in einen separaten Raum. Ich musste da alle meine Vergehen und Zurückhaltungen, also Dinge, die ich hätte sagen sollen und es nicht getan habe, aufschreiben. Dies über mehrere Tage hinweg. Mein Mann fand irgendwie auch, dass da was nicht stimmen kann und er fuhr mir nach einer Woche nach. Ich erwartete ihn, aber die passten ihn ab und machten ein richtiges Verhör mit ihm. Drei Leute haben, wie bei einem grossen Verbrecher, verbal auf ihn eingedroschen und befragt. Es waren noch andere im Raum. die das mitbekommen sollten. Es waren auch welche, die in Ungnade gefallen sind. Nach zwei Stunden kam er von diesem Verhör raus und ich sah ihn. Er sah grauenhaft aus, wie eine wandelnde Leiche, grau im Gesicht, keine Ausstrahlung, völlig verwirrt. Da wusste ich, so - hier musst du gehen. Er sagte mir noch, dass er mit mir nicht reden dürfe. Er kam in eine Einheit von Scientologen, die in Ungnade gefallen sind. Taxiert als äusserst gefährlich für die Verbreitung der Lehre von Scientology, bekommen die da eine Chance, sich wieder in der Gruppe hoch zu arbeiten und Wiedergutmachung zu leisten. Sie wurden abgesondert und mussten unter sehr harten Bedingungen arbeiten, nie Pause, schlafen in einem Kellerverlies und einen Frass, den man nicht dem ärgsten Feind auftischen würde. Nie Pause, immer sich rennend bewegen, sie wurden angeschrieen, wenn sie mal kurz innehielten.

Was hatte er denn angestellt?

    Eigentlich nichts, aber sie glaubten, dass er schuld daran sei, dass ich in der Leistung nachgelassen habe. Er hätte mich aufgewiegelt. Jetzt überlegte ich mir nicht mehr, ob ich gehen sollte, sondern ich überlegte mir, wie ich es bewerkstelligen könnte, dass ich nicht alleine gehe, sondern mit meinem Mann. Oder dass er zumindest erfährt, dass ich abhaute. Ich fragte mich dann am nächsten Morgen durch und tatsächlich habe ich ihn in einem Gang getroffen. Da konnte ich ihm zuflüstern, dass ich gehen werde. Er antwortete spontan, dass er mitkäme. Wir mussten uns richtig wegschleichen, damit niemand bemerkte, dass wir wegwollten. Das Gepäck liessen wir dort und gingen nicht zusammen zum Bahnhof, sondern getrennt. Der nächste Zug fuhr erst zwei Stunden später, deshalb gingen wir in die Stadt und übernachteten in einem Hotel. Am nächsten Morgen fuhren wir dann nach Basel. Ich hatte riesige Angst, richtig Panik, wenn die bemerken, dass wir nicht beim Kurs erscheinen, dann werden sie sicher auf den Bahnhof kommen und uns aus dem Zug herausholen. In Basel angekommen gingen wir nicht gleich nach Hause. Über uns wohnten auch Scientologen und wir wollten nicht gesehen werden. Erst als diese das Licht löschten, wagten wir uns hinein. Danach fuhren wir in die Ferienwohnung meiner Eltern. Nach der Rückkehr sprach niemand mehr von der Kirche mit uns. Kein Scientologe durfte mehr das Wort an uns richten, geschweige denn auf eine Frage antworten. Es hiess, wir wären zerstörerisch, eine Quelle, dass Scientology nicht mehr wachsen könne. Wir wurden zur "Unterdrückerischen Person" erklärt.

Wart ihr froh darüber, oder brach eine Welt für euch zusammen?

    Beides. Einerseits hatte ich Angst davor, ob ich widerstehen könne, wenn sie kämen um mit mir zu reden, dass es mich wieder reinnehmen würde. Andererseits brach wirklich eine Welt zusammen. Es waren jahrelang meine Freunde gewesen. Es war eine seltsame Situation. Auch verbrachte ich meine ganze Zeit dort und jetzt war alles neu, ich musste einen Job finden, mich neu orientieren, zudem hatte ich auch viel Angst vor dem Neuen. In Scientology war die Welt draussen nur schlecht, abartig. Diese Meinung habe ich sicher auch etwas übernommen durch all die Indoktrinationen. Damit man dabei sein kann in so einer totalitären Gruppe, übernimmt man deren Dokrtinen. Das war auch mir passiert. Ein Gutes hatte es, dass wir die Wohnung nicht wechseln mussten, denn die andere Familie fühlte sich bei Scientology auch nicht mehr wohl und wollte ebenfalls aussteigen.

Durch deinen Ausstieg bei Scientology hast du Vertragsbruch begangen. Musstest du deshalb Strafe bezahlen?

    Ja, aber auch, weil ich dachte es sei richtig. Ich war immer noch dermassen indoktriniert. Ich hatte ja diese Kurse machen wollen. Hatte ein Ziel. Wollte Gutes bewirken. Die Kurse sollten mir das Instrument geben, um mir bei der Lösung meiner Probleme zu helfen. Daran arbeitete ich ja auch all diese Jahre. Sie sagten ja auch immer, das und das musst du machen. Diese Stufe, diesen Kurs, clear und weiss Gott was und das leuchtete mir damals auch ein. Es war ja auch die Hoffnung da, dass sich durch diesen Aufwand einiges zum Besseren verändert. L.Ron Hubbard war ja auch hoch angesehen als Retter, als Guru sozusagen. Mir kam erst später zu Bewusstsein, dass er möglicherweise paranoid war, Grössenwahnsinnig und unter Verfolgungswahn litt.

Von dem Moment an, als du von deiner Gruppe, der Gemeinschaft, deinen Freunden abgeschnitten warst, bis zu dem Moment, als du dir sagen konntest: "Der Typ hat doch einen Knall. Einige Dinge sind sicher gut, aber ich muss für mich einen anderen Weg gehen", wie lange brauchtest du dazu? Was das schwierig für dich?

    Das war natürlich ein sehr langer Weg. Es begann 1982, als die Repressalien zunahmen. Langsam begann ich, einiges zu durchschauen. Anderen ging es ebenso. Nach dem Ausstieg zogen wir uns zuerst zurück, aber es gab da dann so etwas wie ein Netz. Wer ausstieg meldete sich bei den anderen AussteigerInnen. Aber so bildetet sich eine Gruppe und wir wollten weiterfahren mit Beratung und das Gute, das wir in Scientology erfahren haben, weitertragen in einer anderen freien und selbstbestimmten Atmosphäre. Wir hatten die Kurse gemacht, hatten uns die Techniken angeeignet, hatten das E-Meter und versuchten, uns selbst und anderen zu helfen, so wie wir es für sinnvoll hielten. Eine Zeitlang ging das gut. Aber dann gab es Meinungsverschiedenheiten. Die einen wollten die Kurse und das Auditing, wie in der Kirche, stufenmässig anbieten. Andere, wo ich mich dazu zählte, hinterfragten auch dies und experimentierten und orientierten sich in anderen Gebieten wie Psychologie und anderen spirituellen Richtungen. Wir wagten langsam, Dinge die L. Ron Hubbard gesagt hat zu kritisieren und abzulehnen. Das passte natürlich den anderen nicht und es gab da viel Unruhe. Wir lösten es dann so, dass jeder es so tat, wie er es für richtig hielt. Das Netz, das am Anfang bestand, brach zusammen. Bald machte ich nur noch für mich weiter und ich gab Beratung an diejenigen weiter, die mich aufsuchten.

Scientology versuchte also später nicht mehr, euch zurück zu holen oder gar zu bestrafen?

    Sie bedrohten uns mehrmals. Aber es war nicht so arg. Einmal schickten sie zwei Leute um bei mir zu spionieren. Nachdem die bei mir gewesen sind, gaben sie den Rücktritt bekannt und machten bei mir Beratung.

Als du selbst noch bei Scientology warst, hattest du den Umgang mit Abtrünnigen mitbekommen?

    Ja, klar. Aber ich war so drin, dass ich vieles nicht in Frage stellte. Mit tat es nur einmal sehr weh, als eine Frau, die ich sehr mochte ging. Da sagte ich: Wenn die geht, dann geh ich auch. Aber die Hemmschwelle war damals noch zu gross.

Prägt Scientology immer noch dein Leben? Dein ganzes Umfeld war dort. Als du und dein Mann euch abgenabelt habt, bliebt ihr doch mit Leuten in Kontakt, die ihr von dort her kanntet.

    Nein, es prägt nicht mehr mein Leben, möchte ich mal sagen. Natürlich, alles was man erlebt hat, hat seine Auswirkungen. Ich denke mir, dass ich mich sehr von der Denkweise und Handlungsweise von Scientology gelöst habe. Ich habe mir auch ein anderes Umfeld geschaffen. Noch ganz wenige ganz gute Freunde sind von Scientology. Ich habe neue Freunde und Bekannte gefunden. Nun da ich mit AussteigerInnen arbeite, bin ich mit dieser Thematik immer wieder konfrontiert. Das finde ich gut, denn cih möchte meine Erfahrungen weitergeben. Bei Scientology bekam ich den Zugang zur Erkenntnis, dass es möglich ist, etwas zu verändern. Durch Fragen kommst du zu Antworten.

Also, du machtest eine Ausbildung und fingst an, als Therapeutin zu arbeiten. Hast du speziell Ex-Scientologen betreut?

    Nicht nur, ich gebe auch Lebensberatung und Rückführung an Leute, die nie bei Scientology oder sonst einer spirituellen Gruppe waren. Dass sich AussteigerInnen an mich wendeten, hatte vielleicht damit zu tun, dass ich in Scientology schon eine Ansprechperson war, wo Menschen ihr Herz öffnen konnten. Als sie wussten, dass ich weg war, kamen sie zu mir. So fing es an, dass ich mit Beratungen weitermachte und mein Können weitergab. Ich denke, dass ich einigen geholfen habe, sich von den Ketten von Scientology zu befreien und dass sie jetzt ein normales und zufriedenes Leben führen können.

Versucht Scientology nicht zu verhindern, dass du den Leuten beim Abnabeln hilfst?

    Sie unterstützen es nicht, dass jemand geht. Sie wollen, dass die Leute bleiben, Umsatz machen und Kurse kaufen.

Was ist die Hauptschwierigkeit von Menschen, die bei Scientology weg wollen?

    Zuerst mal sind sie alleine damit. Sie können sich mit niemandem besprechen, zumal viel Beschämung auch da ist. Mit Scientology und mit deren Taktik haben sie ihre früheren Freunde und Familie, je nachdem, extrem vor den Kopf gestossen. Das passiert praktisch jedem, der da dabei ist. Jetzt zugeben zu können, dass man sich einer solchen Gruppe ausgeliefert hat ist schon schwer. Bei den Scientologen kann und darf man keine kritischen Gedanken austauschen, denn dann kommt man gleich in Ethik und hat ein Programm der Wiedergutmachung zu leisten. Wenn jemand in Scientology merkt, dass du dich mit dem Gedanken an Ausstieg trägst, dann wirst du nicht mehr in Ruhe gelassen, bis du einsiehst, dass du weitermachen musst. Dass dies der einzige Weg ist.

Das kann ja zu Suizid führen.

    Ja, ganz bestimmt. Wenn du es nicht mehr schaffst sich einzurenken und deinen Platz in der Organisation zu finden und nicht gehen kannst, ist dies eine enorme Belastung, die je nachdem nicht ausgehalten werden kann.

Was machst du mit den Leuten, die zu dir in Beratung kommen?

    Zuerst eine Standortbestimmung, eine Anamnese. Aufarbeiten, was sie in Scientology erlebt haben, wie es sie geprägt hat, wo die Ängste liegen, wieder Vertrauen in sich aufbauen, erkennen lernen, was ihre eigenen Gedanken und Gefühle sind und ihnen helfen bei dem sich Lösen von den Indoktrinationen und Abhängigkeiten. Selbstvertrauen aufbauen. Auch ist es wichtig nicht zu vergessen, zu sehen was gut in Scientology war, was können sie mitnehmen, wo hat es sie gestützt und geholfen. In welchem Lebensprozess waren sie, als sie zu Scientology kamen. Sehr wahrscheinlich haben sie die Probleme immer noch, weswegen sie sich entschlossen haben, sich so einer Gruppierung anzuschliessen. Vor allem finde ich es wichtig, dass Ratsuchende in Freiheit entscheiden können, was sie wollen. Es muss nicht immer eine Therapie sein. Manchmal reichen einige Informationen, einige Gespräche, Hinweise auf Bücher, die hilfreich sein könnten beim Prozess des Loslösens von Scientology und der Neuorientierung.

Was bezeichnest du als verbrecherisch?

    Dass sie es nicht zulassen, dass du deinen Weg gehst, sondern dass sie bestimmen und du ihren Weg gehen musst. Der Druck den sie ausüben. Dass du wie unmündig wirst. Dass alles aus dir rausgepresst wird. Deine Gefühle, deine Gedanken, dein Geld, die Beziehungen, die du hast. Am Schluss bist du völlig abhängig und letztendlich alleine, ohne Geld, ohne Bindungen.

Ich habe gelesen, dass in Deutschland der Staatsschutz recherchiert hat, dass Scientology ihre Leute in wichtigen Positionen drin hat. Weisst du etwas darüber?

    Nicht direkt, aber ich glaube das schon. Das Ziel von Scientology ist die Weltherrschaft. Die Leute zu erkennen ist schwierig. Es sind ganz normale Leute. Zumindest vordergründig. Sie haben sich durch Kurse genug angeeignet um vertrauenswürdig zu wirken. Du merkst es erst, wenn du jemanden näher kennen lernst. Aber wenn sie sich nicht zu erkennen geben, wie sollst du es merken? Das ist ja das perfide. Hoffentlich haben sie in der Öffentlichkeit keinen Erfolg.

Wir kommen zum Schluss des Gespräches. Vieles haben wir kurz gestreift, vieles blieb ungesagt. Was scheint dir noch wichtig zum Vermitteln?

    Wichtig ist für die Angehörigen, dass sie nicht denken, sie verlieren jetzt die Person. Sie sollten unter allen Umständen versuchen, den Kontakt aufrecht zu erhalten und ja nicht Druck geben. Ihnen zu verstehen geben, was auch passiert, sie können immer zu ihnen kommen. Es gibt Literatur üder die Sekte selber und auch darüber, was mit einer Person in einer Sekte passiert. Nicht schuldig machen, auch nicht sich selber. Auch für sich selbst Hilfe suchen. Das braucht je nachdem auch ziemlich viel Zeit. Sich informieren ist sehr wichtig. Es gibt Sektenberatungsstellen, auch können sich Angehörige an mich wenden.

Reaktionen Heft Nr. 9