A Warning on the Evils of Scientology

Guten Abend. Ich möchte CULTinfo gerne einen ganz besonderen Dank aussprechen für die Verpflichtung, den Kampf gegen das Unheil der Kulte fortzusetzen. Meine besten Wünsche gelten dem Erfolg ihrer Organisation. Persönlich möchte ich euch auch danken, beim Essen heute abend sprechen zu dürfen. Bedingt durch die kürzlichen Kontoversen, in die ich verwickelt war, bin ich sicher, dass das auch Mut brauchte.

Ich bin ein Direktor von FACTNet. Wir sind beide Gruppen gegen Kulte und wir sind Teil einer fortdauernden Strategie im Internet, Informationen über Kulte zu verbreiten. In jüngster Zeit lag unser Nachdruck darauf, einen finsteren und üblen Feind zu bekämpfen - die sogenannte Scientology "Kirche".

Scientology hasst das Internet; sie hasst FACTNet; sie hasst mich und sie hasst diese Konferenz. Eines der Hauptprobleme von Scientology ist, dass sie als besonders bösartiges Markenzeichen jeden Versuch hasst, wenn jemand die wahre kriminelle Natur dieses zerstörerischen Kults aufzudecken versucht. Ich kann ihnen zusichern, dass ich heute abend trotzdem hier bin um genau das fortwährend zu tun.

Meistens wenn wir die finsteren Aktivitäten von Scientology im einzelnen darlegen, konzentrieren wir uns auf die offensichtlich abscheulichen Verletzungen von Gesetz und Verfassung, begangen durch das 'Office of Special Affairs' oder OSA von Scientology. Diese Taten durch die scientologyeigene Polizeitruppe sind wahrlich übel, ihre Heuchelei ist ausgesprochen bemerkenswert und es ist am einfachsten gegen diese Stufe von Vergehen durch Scientology Empörung auszudrücken. Es ist das OSA, das auf Kritiker wie mich und Organisationen wie CULTinfo zielt.

Es gibt mehr als genug Informationen im Internet über die abscheulichen Aktivitäten des OSA und ich will sie über ihren Missbrauch nicht mit einer weiteren Litanei belasten. Trotzdem, bevor ich zum Hauptteil meiner Rede komme, möchte ich ihnen einige Einblicke in Scientology mitteilen, die im Verlaufe des letzten Sommers als Resultat von fünfzehn Stunden Sitzungen mit Spitzenleuten von Scientology zustande kamen.

Ich hatte eine Reihe von Treffen mit zwei der Spitzenleute von Scientology, Mike Rinder, Leiter des OSA, und Marty Rathbun, Leiter von RTC und stellvertretender Führer von Scientology nach David Miscavige.Ich stimmte diesen Treffen zu, weil ich zu jener Zeit noch so naiv war um du glauben, es könnte möglich sein mit diesen Leuten in einen Dialog zu treten mit der Absicht, einige Änderungen bei ihren missbräuchlichsten Praktiken zu erreichen.

Um sie nicht mit Details von diesen Treffen zu langweilen, ich folgerte nach dem dritten und letzten, dass Kommunikation auf irgend einer vernünftigen Ebene mit diesen und jedem anderen Führer von Scientology unmöglich war. Die Arroganz und Verachtung mit der sie mich während diesen Treffen behandelten entsprang einem unbeugsam festgehaltenen Glauben, dass jeder Kritiker von Scientology nichts anderes als ein Hindernis für den Fortschritt ihrer Entwicklung ist, etwas, das auf jede mögliche Art neutralisiert werden muss. Ich irritierte sie und ihnen war ein unerschütterliches Glaube an die Unfehlbarkeit der Technologie zueigen, die durch den gescheiterten Künstler L.Ron Hubbard geschaffen wurde.

Seit diesen Treffen verstärkte Scientology ihre Angriffe auf mich. Ich bin aber nicht die Person, die dazu neigt, Konfrontationen zu vermeiden. Obwohl die Scientologen alles in ihrer Macht stehende unternommen haben um mir mein Leben schwer zu machen, habe ich nicht die Absicht, mich von ihrer hinterhältigen Bosheit abzuwenden. Scientology weiss das, und sie beabsichtigt mich zu stoppen unter Einsatz jedes Mittels, das ihnen möglich ist.

Was jedoch mit mir passierte ist nur ein Beispiel für die vielen Taktiken, die Scientology verwendet um ihre Kritiker zum Schweigen zu bringen und, ganz allgemein, die äussere Welt in Schach zu halten.

Tatsächlich ist das nach aussen gerichtete Office of Special Affairs der einzige Teil von Scientology, dem jemand ausserhalb je begegnet. Es ist äusserst wichtig zu begreifen, dass keinem von uns ausserhalb der straff kontrollierten Welt von Scientology je auch nur ein flüchtiger Blick in das wahre Gesicht von Scientology erlaubt wird. Personal des OSA wird angewiesen, an Konferenzen wie dieser teilzunehmen um die Aktivitäten zu überwachen, ihren Vorgesetzten Bericht zu erstatten mit einer Liste der Teilnehmer und, wenn möglich Kritiker von Scientology, von denen heute abend viele hier sind, zu belästigen und zu passivem Verhalten zu zwingen. Die Leute, die die Belästigungen und Einschüchterungen ausüben, sind alle vom Personal des OSA oder angeheuerte Detektive und Agenten. Auf dem Internet werden sie nie mit einem echten Scientologen sprechen, der nicht ausdrücklich vom OSA zum 'Handhaben' der Kritiker eingesetzt wurde.

Deshalb ist das OSA die verbindende Einheit zwischen der Welt von Scientology und der realen Welt. Da ist selten auch nur die geringste Welle auf den spiegelglatten Wassern des polierten öffentlichen Bildes von Scientology. Irgendeinem der heute abend anwesenden OSA Mitarbeitern zuhörend würde man denken, dass diese in einem ständigen Zustand des Glück und vollständiger Befriedigung lebten.

Es gibt jedoch nur einen Weg um einen Blick davon zu erhaschen, was Leben in Scientology tatsächlich heisst, insbesondere in der total abgeschlossenen Welt der Sea Org und OSA. Unser Zugang zu diesen Informationen geht über die Leute, die dort waren.

Es ist schmerzliche, emotional schwierige Arbeit, zu einem Verständnis von Scientology zu kommen. Trotzdem muss sie vollbracht werden um ein wirkungsvoller Kritiker zu werden und andere über die Gefahren dieser Organisation aufzuklären.

Ich habe viele Aussagen von ehemaligen Scientologen im Internet gelesen, wo diese herzzerreissenden Berichte veröffentlicht wurden. Ich entschied, einige von diesen Leuten ausfindig zu machen und für mich herauszufinden, was mit ihnen geschah. Der Lernvorgang erforderte meinerseits eine grosse Dosis von Selbstkritik und die Bereitwilligkeit, sich in die emotionalen Schädigungen einzufühlen und sie zu verstehen, die bei diesen Menschen in der Hand von Scientology auftraten.

Ich gewann durch meine langen Diskussionen mit gegenwärtigen und ehemaligen hochrangigen Scientologen unglaublich wertvolle Erkenntnisse darüber, was es heisst in diesem Kult zu sein. Viele dieser Leute wurden gute Freunde und ich war in der Lage zu sehen wie sie, weit davon in irgendeiner Weise durch ihre Erfahrungen in Scientology diskreditiert zu sein, einen Einblick in die dunklen Seiten der menschlichen Natur haben der uns allen nützen wird zu verstehen.

Wir müssen sie als gleichwertig annehmen und hören, aber ganz wichtig, verstehen was sie durchmachten. Sie haben buchstäblich dem Teufel in die Augen gesehen. Sie sahen das Gesicht der reien Bosheit. Sie haben eine starke und beängstigende Story zu erzählen und wir müssen ihnen zuhören und die wahre Natur von Scientology durch ihre Herzen und ihre Denkweise verstehen.

Ein ehemaliges Mitglied erzählte mir, hinter Stacheldraht und rund um die Uhr bewacht durch Polizeihunde gefangen gewesen zu sein. Er versuchte zu fliehen, wurde aber mit Gewalt zurückgehalten und unter Entzug von Schlaf und Nahrung gehalten bis er sich gefügig zeigte. Allmählich, stets in gesteigertem Grad der Indoktrination unterworfen, fühlte er wie seine Seele alles was für ihn von Bedeutung war verlor. Viel später konnte er verstehen, dass er durch etwas narzistisches und absolut Böses benutzt wurde; seine Seele wurde buchstäblich gebrochen.

Er begann zu fühlen, dass er alles zu Gunsten von Scientology verloren hatte und dass ein Leben ausserhalb des Kults nicht möglich war. Weil jedoch Reinkarnation Teil der Kosmologie von Scientology ist, blieb der Tod die einzige Hoffnung zum Entrinnen aus Scientology. Er führte Gespräche mit anderen im Rehabilitation Project Force, oder RPF, dem politischen Gefängnis von Scientology. Sie stimmten überein, dass wenn sie sterben und nachdem sie reinkarniert werden, sie eine lange Zeit warten würden und eine Chance haben um eine Weile zu sehen, wie das wirkliches Leben ist bevor sie sich zum arbeiten in Scientology zurückmelden. Sie waren dazu verdammt, ein Leben nach dem andern zurückzukehren, aber sie würden es hinausschieben so lange wie sie konnten. Das war der Grad der psychischen Verzweiflung, den diese Gefangenen erreicht hatten.

Ein anderes ehemaliges Mitglied der Sea Org erzählte mir die entsetzliche Geschichte, während einer der vielen Säuberungen in Scientology dem RPF zugewiesen zu werden. Sie war schwanger als sie ins Gefangenenlager geschickt wurde. Sie wurde zusammen mit allen anderen gezwungen extrem anstrengende körperliche Arbeit während dreissig Stunden zu verrichten, mit nur drei Stunden Unterbruch bis zur nächsten Schicht. Die Leute waren so erschöpft, dass sie während der Arbeit in Schlaf fielen und sich selbst verletzten mit ihrem Hammer, Säge oder anderem Werkzeug.

Häufig wurden sie gezwungen auf dem Dach des Gebäudes zu schlafen, im strömenden Regen. Sie wurden als menschliche Wesen völlig erniedrigt, nur minimale Ernährung war gestattet, sehr wenig Schlaf, und viele wurden sehr krank und fiebrig weil ihr Immunsystem durch den abgesprochenen ständigen Missbrauch bereits geschädigt war. Sie fühlte, dass ihre Bestrafung durch den Wahnsinn der Führerschaft bedingt war.

Meine Freundin erzählte mir, dass sie befürchtete ihrem Baby Schaden zuzufügen und ihre Bewacher um die Erlaubnis bat, ihr das Schlafen und Essen zum Wohle ihres ungeborenen Kindes zu erlauben. Aber keiner war willens das Risiko des Nichtbefolgens der Befehle der Geschäftsleitung einzugehen. Sie entkam schliesslich, aber ihr Baby war bereits geschädigt. Die Ärzte meinten auf Grund der Art des Schadens, den der Fötus erlitt, dass die Mutter während ihrer Schwangerschaft unter Drogen stand. Weil er bei der Geburt erheblich untergewichtig war, drei Pfund unter dem Normalgewicht, nahmen sie an, er sei ein 'Crack' Baby.

Sie war nicht in der Lage ihnen die Wahrheit zu sagen, sie konnte ihnen nicht erzählen, was sie mit ihrem Baby tatsächlich zumuten musste. So liess sie die Ärzte glauben, dass es Drogen waren.

Es brauchte viele Jahre Therapie für das Kind, wunderbarerweise führen diese Frau und ihr Kind heute ein normales Leben.

Eine andere Frau erzählte mir von dem ständigen Terror unter welchem hochrangige Sea Org Mitglieder stehen, die unglaubliche Paranoia der Führungsspitzen, die überhaupt jede Kritik als Beweis auffassen, dass das Mitglied der Belegschaft für einen Feind von Scientology arbeitet. Sie wurde ins RPF gebracht nachdem sie ihre schwere Verstimmung darüber äusserte, wie die oberste Führung Mitglieder des Personals behandelte, indem sie ihnen nicht erlaubten zu schlafen, sie verheerenden Befragungen unterzog und sie wegen scheinbarem Ungehorsam bis zum Äussersten trieben.

Sie beschrieb, wie diese Behandlung sie mehrmals beinahe um den Verstand brachte, Perioden während denen sie sich nicht erinnern konnte, wer sie war, wo sie war oder an irgendetwas über ihre Identität. Ohne Frage, sie versuchten sie zu zerbrechen um sie daran zu hindern, eine Bedrohung für Scientology zu sein.

Tragischerweise werden wir nie die Gelegenheit haben um die Geschichte der Gefangenhaltung und den Missbrauch von Lisa McPherson zu hören, oder warum es geschah. Es gelang Scientology, ihr Leben buchstäblich zu vernichten.

Mehrere Frauen berichteten von der herzzerbrechenden Reihe von Abtreibungen die sie gezwungenerweise über sich ergehen lassen mussten auf Befehl der obersten Führung. Weil L. Ron Hubbards Ansicht über Kinder war, dass sie nichts anderes als eine Ablenkung von der Produktivität sind, wurden diese Frauen unterstellt ungehorsam zu sein da sie schwanger wurden und es wurde ihnen nicht nur befohlen abzutreiben, sondern es wurde ihnen auch keinerlei finanzielle Hilfe gewährt.

So erzählte eine Frau, einen Tag lang wartend angestanden zu sein um Medicare zu bekommen, über ihre Umstände lügen musste damit ihre Abtreibung und ihre Armut nicht in irgend einer Weise mit Scientology in Verbindung gebracht würde. Einige dieser Frauen hatten mehrere Abtreibungen und entkamen schliesslich als sie erneut schwanger wurden und nicht ertragen konnten, noch ein Kind abzutreiben. Die Narben von solchen Erfahrungen können nie getilgt werden.

Andere berichteten von der Besessenheit der Führungsspitze von illegalen Waffen, gehorteten AK-47s und Uzis und von Nachmittagen, die mit dem Durchführen von Schiessorgien verbracht wurden, mit Fotos von Kritikern und durchgebrannten Mitgliedern des Personals als Zielscheiben.

Ausserdem hat Scientology praktisch unbegrenzte Mittel - sie prahlen mit wöchentlichen Spenden von einer Million Dollars - um teure Anwälte und Privatdetektive zum Einschüchtern und Belästigen von Kritikern und ehemalige Mitglieder zu bezahlen. Ihr Zynismus und grausame Rachsucht kennt keine Grenzen und sie werden vor nichts haltmachen um jeden, der sich ihnen in den Weg stellt, zu vernichten.

Bedingt durch all das, es ist ziemlich schwierig für jemand von dieser verheerenden Erfahrung von Scientology loszukommen. Gemäss dem, was mir diese Leute beschrieben haben - und wohlgemerkt, es sind dies die Glücklichen, diejenigen die selbst die Kraft fanden zu entfliehen - kommen diese schrecklich verwirrt aus diesem Alptraum, psychisch und emotional gefühllos und ohne klares Verstehen, was mit ihnen geschah. Das führt zu einer prägnanten Definition eines Scientologen: Ein Individuum, das den verhaltensverändernden Verfahren von Scientology unterworfen wurde, jedoch nicht die geringste Ahnung hat was ihm eigentlich angetan wurde.

Bei einigen der Opfer von Scientology wurde durch die Indoktrination durch den Kult das Stigma, ein Scientology zu sein, so eingefleischt, dass es nie wieder ausgelöscht werden kann. Bei anderen kann nur kompetente Ausstiegsberatung, intensive Therapie und die Zeit die durch die Verbindung mit Scientology entstandenen Schäden heilen. Ein zentrales Ziel der Beratung und Therapie ist ein besseres Verstehen der Erfahrungen in Scientology, was für alle mir bekannten, die in Scientology waren, nicht sehr einfach zu formulieren ist.

Was sind nun die Kennzeichen der Erfahrung in Scientology auf einer begrifflichen Ebene? Dies sind einige der Kennzeichen, die mir halfen, die diesem Kult zugrundeliegende Soziopathologie zu verstehen:

Falls sie nicht wollen, dass die Leute erkennen dass sie ein Betrüger sind der darauf bedacht ist, über alles was sie haben selbst zu verfügen, dann setzen sie eine freundliche Sprache auf, bringen sie sie über Dinge zum lachen die ihnen Sorgen bereiten, schmeicheln sie ihnen und bieten sie ihnen Hilfe an beim Entfernen von was auch immer sie vom Führen eines Lebens im Überfluss behindert.

Falls sie nicht wollen, dass die Leute ihre wahre Verwundbarkeit durch äussere Einflüsse (wie durch sie) erkennen, erzählen sie ihnen, dass sie in Wirklichkeit in allen Ansichten von sich selbst, die sie für verwundbar halten, vollständig trennbar sind. Erzählen sie ihnen, dass ihre wesentliche Natur nicht-materiell und "statisch" ist - was schliessen lässt, dass sie nicht wirklich durch irgend etwas beeinflusst werden können. Erfinden sie Geschichten, die von ihrer Unsterblichkeit reden. Wenn sie schliesslich die Idee akzeptieren, dass äussere Erscheinungen sie nicht beeinflussen können, werden sie nicht mehr fähig sein die Tatsache zu erkennen, dass sie den wesentlichen Kern ihres Bewusstseins in einer Weise beeinflussen, die sie nie je vermuteten.

Falls sie wollen, dass die Leute nicht in der Lage sind die Tatsache zu erkennen, dass sie die Kontrolle über ihr Verhalten übernehmen, erzählen sie ihnen dass der einzige Weg, kontrolliert zu werden, über Ursachen in ihrer Mitte führt und dass sie ihnen helfen wollen, diese loszuwerden. Unternehmen sie alles Erdenkliche um ihnen zu beweisen, dass sie so gut wie sie können versuchen, sie von Dingen zu befreien, die sie gegen ihren Willen oder gegen ihre besten Interessen kontrollieren könnten. Falls damit überzeugen können, wird es sehr lange dauern bis sie schliesslich ahnen, was sie tatsächlich tun.

Falls sie nicht wollen, dass sich die Leute bewusst werden, wie sie von ihrem Willen anhängig werden, erzählen sie ihnen, dass es ihr Ziel ist, sie zurück in ihre rechtmässige Stellung als Ursache über ihre eigene Umgebung zu führen. Erzählen sie ihnen, dass es ihr einziges Interesse ist dafür zu sorgen, dass sie einen Zustand von grösserer Freiheit und Macht erreichen.

Falls sie nicht wollen, dass die Leute erkennen wie wenig sie über den Aufbau und die Funktionen wissen, die ihnen Bewusstsein gewähren, erstellen sie eine Liste von allen üblichen Vermutungen über den Verstand, stecken sie alles in ein riesiges Paket, schmücke sie es mit etwas das sie "neuen Entdeckungen" nennen und lehren sie das Fach wie ein Universitätsprofessor Physik lehren würde.

Falls sie nicht wollen, dass die Leute sie als jemand erkennen, dem sie nicht vertrauen können, predigen sie ihnen die Wichtigkeit ihrer Definitionen ethischen Verhaltens. Bestrafen sie die sie Umgebenden für das, was sie als unethisches Verhalten definiert haben.

Für einen raffinierten Betrüger wie L. Ron Hubbard ist dies die Faustregel: Wenn sie nicht wollen dass ihr Opfer erkennt was sie mit ihm machen, tun und sagen sie Dinge die sie von einem Betrüger nie erwarten würden.

In der verkehrten Welt von Scientology ist die Seele des Bösen hell und glänzend. Die Seele des Bösen ist voll von Glück, Hoffnung und Liebe. Aber tief drinnen, versteckt am Ende des Irrgartens der Illusionen, ist der Stoff der Alpträume.

Lasst sie mich ihnen zeigen wie eine durch Scientology kontrollierte Gesellschaft aussehen würde.

Im November 1996 wurde durch die Deutsche Ministerkonferenz (IMK) eine Kommission geschaffen um eine umfassende Untersuchung von Scientology durchzuführen. Im Schlussbericht von 1998 stellt Dr. Günther Beckstein im Namen der Untersuchungskommission fest:

Dieser Bericht zerstörte die Propagandafassade von Scientology als einer harmlosen religiösen Gemeinschaft.

Scientology strebt eine andere Gesellschaft an, in der auch Nichtscientologen durch die "Führer von Morgen" von Scientology "gemanagt" werden durch das, was sie für überlegene Methoden halten.

Scientology will ihr eigenes Rechtssystem einführen, das für jedermann verbindlich ist, gemäss Scientology Standard, aber ohne jede Garantie für den Rechtsweg, ohne zustehenden Rechtsanspruch, ohne rechtmässige und unabhängige Richter und ohne rechtsmässige Behörde.

Scientology missachtet die Menschenrechte (Artikel 1 der Verfassung) und das Gleichheitsprinzip (Artikel 3 der Verfassung), weil nur "geklärte", "nichtaberrierte" Scientologen berechtigt sind, Rechte zu haben.

In einem 1995 unter dem Titel "Ein Riesenkrake, der vor nichts zurückschreckt" veröffentlichten Artikel schrieb Norbert Blüm:

"Es ist eine Angelegenheit der Macht. Es ist eine Angelegenheit des Geldes. Wenn wir die Welt rund um uns betrachten, dann wird uns schnell klar, dass es sich um eine neue Form von Sekte handelt die über Leichen geht. Ich denke an die Massenmorde des Sonnentempels in der Schweiz, an die Aum Sekte in Japan oder die Davidianer und weitere Militante in den Vereinigten Staaten. Sie kämpfen ihren eigenen Kampf und führen ganz persönliche Kriege. Wir müssen auf diese Art von Krieg vorbereitet sein, denn Krieg ist nicht erst, wenn Leute verwundet und getötet werden. ... Jene, die Leute in ihrem innersten Selbst unterjochen, führen Krieg. Was ich meine ist die weltweite Kampagne von Scientology. Dafür gibt es keine Entschuldigung."

Viele in diesem Land erachten es eine Übertreibung, Scientology mit Nazideutschland zu vergleichen; doch Deutschland betrachtet heute Scientology klar als völlig faschistisch. Deutschland unternimmt alles was es kann, um Scientology und andere totalitäre Gruppen zu stoppen, weil es in ihnen Eigenschaften einer anderen Nazipartei erkennt.

Letzte Woche berichtete die Presse im Griechenland, dass Scientology in den Besitz von Geheimpapieren des militärischen Nachrichtendienstes der griechischen Regierung gelangte in der Folge des Ausschlusses von Scientology in Griechenland

In der Folge einer Erklärung, die der Präsidenten von Scientology Heber Jentzsch letzte Woche in Dänemark abgab, dass Scientology in den nächsten fünf bis zehn Jahren in Europa voll anerkannt sein wird, beantragten genau am folgenden Tag spanische Beamte im laufenden strafrechtlichen Verfahren gegen Scientology dreissig Jahre Gefängnis für Mr. Jentzsch. Vielleicht wird Mr. Jentzsch in dreissig Jahren plus einem Tag ebenfalls in Europa akzeptiert sein.

1996 wurde der Führer von Scientology in Frankreich wegen Totschlags verurteilt als er dafür verantwortlich befunden wurde, einen Scientologen in den Selbstmord getrieben zu haben. Zwölf weitere Scientologen kamen wegen während den Ermittlungen wegen Totschlag entdeckten finanziellen Vergehen mit geringeren Urteilen davon.

1997 verurteilte ein gericht in Mailand 29 Mitglieder von Scientology zu Gefängnisstrafen zwischen neun und zwanzig Monaten wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung nachdem sie des Betrugs an Mitgliedern, der Erpressungen, von geistbehinderten Mitgliedern und des Steuerhinterzugs in der Höhe von 50 Millionen Dollars überführt wurden. [Gegen dieses Urteil wurde appelliert, das Appellationsgericht wies das Urteil zur Neubeurteilung an die vorherige Instanz zurück. pw]

Vor drei Jahren bestätigte der oberste kanadische Gerichtshof das Urteil im grössten Verleumdungsverfahren der kanadischen Geschichte - 1,6 Millionen - für den Versuch, den Staatsanwalt der Krone Casey Hill in den Schmutz zu ziehen. Scientology entschied, Mr. Hills Ehre zu vernichten nachdem 1983 bei Ermittlungen wegen kriminellen Vergehen eine Razzia gegen Scientology durchgeführt wurde.

In Toronto wurde Scientology 1991 strafrechtlich verurteilt wegen Missbrauch des öffentlichen Vertrauens nachdem sie Polizeidokumente stahlen und in Polizei- und Regierungsämtern spionierten.

Vor zwanzig Jahren betrachtete das FBI Scientology als eine Bedrohung der Gesellschaft als es die grösste Razzia in der Geschichte der U.S. gegen das 'Guardian's Office', dem Vorgänger des 'OSA', veranstaltete. Trotzallem hat sich heute Scientology wundersam selbst verwandelt in ein "Religion" und bestürmt Washington mit einer Marionettenarmee von Stars, die Tuchfühlung mit den Führern unseres Landes halten und begeistert die "Wohltaten" von L. Ron Hubbards Technologie propagieren.

Unsere eigenen Medien stellen ernsthafte Fragen über Scientology.

Das 'Wall Street Journal' vom 24. Februar 1998 stellte die durch Scientology zum Erreichen des Status der Steuerfreiheit benutzten Methoden in Frage. Das Journal schlug eine "Auditingsitzung" für Scientology vor, beginnend mit der Frage, wie die beträchtlichen Geldsummen, die Scientology zur Belästigung von Kritikern und für Prozesse ausgibt der Bedingung des IRS nachkommt, dass eine 501 c-3 Organisation ihre Geldmittel für wohltätige Zwecke verbraucht.

Wir haben auch die Stellungnahme der 'The New York Times' vom 16. März 1997, dass "Die grosse amerikanische religiöse Saga der 1990er möglicherweise der Aufstieg einer Kirche zur Macht sein könnte, die erfolgreich den 'Internal Revenue Service', das Aussenministerium und einen grossen Teil der amerikanischen Presse kleinkriegte, selbst wenn sie dazu alle Gerichte durchlaufen musste."

Am 16. September 1998 berichtete und der 'Boston Globe' in einem Editorial, dass Scientology "eine der grossen anti-intellektuellen Bewegungen unserer Zeit" ist. Es ist der 'Boston Globe', der festhält, dass Scientologen unfähig sind ihren Verstand kreativ zu benutzen, weil sie in ein starres Drehbuch, verfasst von L. Ron Hubbard, hinein indoktriniert wurden.

Ferner wurden die Vereinigten Staaten durch Regierungen und Richter aus der ganzen Welt während den letzten dreissig Jahren vor dem Unheil von Scientology gewarnt, und jetzt lassen wir andere Länder den Kopf schütteln über die offensichtliche Naivität unserer Regierung. Es ist ganz klar ein massiver Aufwand an Bildung notwendig um unsere Regierung über diesen Kult aufzuklären.

Das Internet kann bei diesen Bildungsbemühungen äusserst wertvoll sein. Doch ich bin besorgt, dass angeblich informierte Kritiker im Internet den Zug verpassen. Ein Kritiker schrieb kürzlich, dass Scientology nur gerade ein "alberner kleiner Kult ist, der manchmal schädlich sein kann, aber im Grossen und Ganzen niemandem wirklich viel Schaden zufügt". Andere halten stimmen zu, jemand wegen seiner Unfähigkeit, Scientology zu verstehen, nicht zu tadeln.

Ich bin mit diesen beiden Ansichten absolut nicht einverstanden. Es ist meine feste Überzeugung, dass wir Leute die es nicht kapieren Tadeln können und tatsächlich auch müssen. Die Geschichte lehrt uns viele schmerzliche Lektionen über Gleichgültigkeit, Überheblichkeit und Ignoranz. Ich betrachte die durch diese Stellungnahmen im Internet wiedergegebene Haltung als das Resultat absoluter Faulheit von Seiten der Netizens. Sie sind nicht willens, die Zeit zu investieren um das Struktur oder die Bedeutung der Erfahrung mit Scientology zu verstehen. Und wenn sie dies nicht verstehen, können sie ihre Wirksamkeit als Kritiker von Scientology nicht erhöhen.

Eine Kritikerin von Scientology im Internet, Kristi Wachter aus San Francisco, schrieb kürzlich einen Brief an die Redaktion der 'San Jose Mercury News' als Reaktion auf die Behauptung eines Scientologen, dass "das Interesse an Scientology noch nie höher gewesen sei". Ms. Wachter verstand es bestimmt richtig wenn sie feststellte, ja, in der Tat war das Interesse an Scientology nie höher: "Recherchierende Reporter, Regierungsstellen und betroffene Einzelpersonen sind zunehmend an den Beweisen von Scientology's kriminellen und irreführenden Handlungen interessiert. Und Scientology könnte die 'Kirche' geworden sein, gegen die auf der ganzen Welt am meisten protestiert wurde, durchschnittlich eine Demonstration jeden Tag..."

Das ist die Art der Wachsamkeit, die notwendig ist um Scientology davon abzuhalten, sich in den Vereinigten Staaten rücksichtslos über unsere Bürgerrechte, das Rechtssystem und die Bürger- und Menschenrechte ihrer Gefangenen hinwegzusetzen.

Wir alle hier wissen, dass die beste Quelle der Wahrheit über den Charakter von Scientology ehemalige Kultmitglieder sind. Jedoch war es ironischerweise meine Erfahrung im Internet, dass dort im allgemeinen ein Vorurteil gegen ehemalige Kultmitglieder vorherrscht, wodurch das Anhören von dem, was diese zu sagen haben, beeinträchtigt. Die Kritiker im Internet müssen dieses Vorurteil überwinden wenn sie das Übel je verstehen wollen, das im Abbild dieser Welt der Alpträume keimt, wie es gleich hier in den Vereinigten Staaten geschieht. Die globale Natur des Internets erhöht klar unsere Möglichkeit, diese Haltungen zu ändern, die wie es scheint hauptsächlich in den Vereinigten Staaten konzentriert sind.

Auf diesem Weg können wir hoffen, dass genügend Druck aufgebaut wird, dass die Vereinigten Staaten endlich Stellung gegen diesen üblen Kult beziehen. Scientology ist beides, eine Bedrohung für unsere Gesellschaft und für unsere Lebensart.

Zum Abschluss möchte ich aus einer Besprechung des Buches 'Dianetik' zitieren. Sie wurde von Milton Sapirstein verfasst und in "The Nation" 1950 veröffentlicht. Ich bemerkte dieses Zitat zum ersten Mal in der "Washington Post" am 6. Dezember 1998, als Richard Leiby über Leben und den Tod von Lisa McPherson in Scientology schrieb. Ich war von Sapirsteins Verständnis von diesem Übel vor 48 Jahren sehr beeindruckt:

"Die wirkliche und, für mich, unentschuldbare Gefahr von Dianetik liegt in ihrem Konzept eines unmoralischen, distanzierten, 100 prozentig wirksamen mechanischen Menschen - herrlich freitreibend, leidenschaftslos und ohne Bezug zu irgendetwas. Das ist der autoritäre Traum, eine Bevölkerung von Zombies, bereit sich durch den grossen Geist des Gründers manipulieren zu lassen, dem Führer einer inneren manipulierenden Clique."

Die gesamte Gegenkult-Gemeinschaft besteht, um sicherzustellen, dass diese Botschaft weiterhin gehört wird. Persönlich bin ich stolz, ein Teil von dieser Bewegung zu sein und sie zu meinen Freunden zu zählen.

Ich danke ihnen für ihre Aufmerksamkeit für meine Bemerkungen heute abend!