Neue Klage gegen Scientology

Erneute Anklage der Scientology Kirche

In Brüssel hat der Untersuchungsrichter Michel Claise die Non-Profit-Organisation Scientology Kirche Belgien in Sachen Betrug angeklagt. Dies als Konsequenz der durchgeführten Durchsuchungen vom 11. und 12. April, am Sitz der Sekte in Brüssel.

Am 11. April und den folgenden Tage durchsuchen Fahnder den Sitz der Scientology Kirche in Brüssel/Uccle. Die Polizei beschlagnahmte EDV Geräte und die individuellen Unterlagen der Vereinsmitglieder. Ein Siegel verbietet seitdem den Zugang zu den Büros der Kirche. Die Brüsseler Justizorgane handelten nach einer Klage von Actiris, dem mit dem Einsatz von Arbeitssuchenden beauftragten Brüsseler Organ.

Beim derzeitigen Stand der Ermittlung hat der Untersuchungsrichter Michel Claise die Non-Profit-Organisation Scientology Kirche wegen Betrug angeklagt. Die Justiz verdächtigt die Sekte, Mitglieder rekrutiert zu haben indem sie ihnen zum Schein einen Arbeitsvertrag versprachen. Die durch Scientology verbreiteten kleinen Zeitungsanzeigen gleichen einem Angebot belohnter Stellen.

In Wahrheit unterzeichneten die von der Non-Profit-Organisation überredeten Personen einen Beitrittsvertrag und nicht einen Arbeitsvertrag. Die Scientology Kirche war bereits Gegenstand einer 1997 eingeleiteten gerichtlichen Ermittlung. In jenen Akten wird sie beschuldigt, als juristische Person eine verbrecherische Organisation zu sein. Er stellt sich auch die Frage von Verstössen gegen das Gesetz bezüglich Schutz des Privatlebens und illegaler Ausübung einer medizinischen Tätigkeit.

Die Untersuchung steht vor dem Abschluss. Die beiden Dossiers könnten im Hinblick auf eine eventuelle Wiederaufnahme des Strafverfahrens im Laufe des nächsten Gerichtsjahrs miteinander verbunden werden. en, die Anhänger zu betrügen. Es muss auch daran erinnert werden, dass 1997 das belgische Parlament die Aktivitäten der Scientology "Kirche" als "gefährlich" gebrandmarkt wurden.