Daniel Leipold Hagenbaugh & Murphy 2 701 South Parker Street
Suite 1200 Orange, California 92668 3 (714) 835-5406

Mark Goldowitz 1611 Telegraph Ave., Suite 1200 5 Oakland,
California 94612 (510) 835-0850

Anwalt des Beklagten Lawrence Wollersheim 7 Lawrence Wollersheim 8 P.O.Box 10910
Aspen, Colorado 816129 (303) 650-3336

Oberstes Gericht des Staates Kalifornien

Stadt Los Angeles

Church of Scientology of California     )             No. BC 074815
Kläger                                                   )

gegen

Larry Wollersheim
Beklagter

Datum: 24. Juni 1993, Zeit 9:00 a.m. Abteilung 14

ERKLÄRUNG VON VICKI AZNARAN

Ich, Vicki Aznaran erkläre:

Die beigefügte Erklärung von Vicki Aznaran, die ich am 18. Juli 1990 unterzeichnet habe, ist eine zutreffende Kopie einer Erklärung, die im Fall USA gegen Fishmann vorgelegt worden war. Ich habe persönliches Wissen bezüglich der 93 Punkte, die dort angeführt sind, und sie sind wahr und korrekt. Ich erkläre unter Kenntnis der Strafbarkeit des Meineides, dass die Darstellungen wahr und korrekt sind.

Unterschrieben am 24. Juni 1993 in Dallas, Texas.

Vicki Aznaran


NURIK U. KYLE P. A.
Rechtsanwälte des Beklagten
2937 S. W. 27 Allee Suite 203
Miami, Florida 33133

(305) 441-2400

DISTRIKTGERICHT DER VEREINIGTEN STAATEN

NÖRDLICHER BEZIRK VON KALIFORNIEN

Fall Nr. CR-88-0616-DLJ

Vereinigte Staaten von Amerika
Kläger

V.

STEVEN FISHMAN,
Beklagter

ERKLÄRUNG VON VICKI AZNARAN

Ich, VICKI AZNARAN erkläre in Kenntnis der Strafbarkeit eines Meineides:

Ich schloss mich der Church of Scientology 1972 an. 1978, nachdem ich mich im Lauf der vier Jahre als Mitarbeiter verdient gemacht hatte, traten mein Mann und ich in die Sea Org ein. Von 1978 bis Anfang 1987, arbeiteten mein Mann und ich meisten Stunden der Zeit, in der wir wach waren, hatten ganz wenige Tage frei und zwar durch unsere verschiedenen Verpflichtungen innerhalb Scientology. Ich wurde schließlich Präsidentin des Religious Technology Center und war damit vermutlich die oberste "geistliche" Autorität innerhalb Scientology. Richard war ein hochqualifizierter Sicherheitsoffizier. Während dieser Zeit erhielten mein Mann und ich sehr genaue Kenntnisse von den Strukturen und Aktivitäten der verschiedenen Organisationen von Scientology. Unter all den anderen Dingen wurde ich auch weiter ausgebildet und nahm manchmal an Besprechungen teil, in denen die verschiedenen Taktiken und Meinungen diskutiert wurden, wie man gegen "Feinde" von Scientology vorgeht und sie bekämpft. In zahlreichen Fällen war ich ein Glied in der Kette, das die Zustimmung zu bestimmten Aktivitäten geben musste. Von 1984 bis 1987 hatte ich auch die Position eines General Inspectors, eine der weltweit höchsten Positionen, und war somit auch mit den geheimsten Unternehmungen der Gruppe vertraut.

Die gültige Strategie von Scientology und die Tatsache, dass es verschiedene Probleme gab, die noch angesprochen werden sollen, waren mir aus der Zeit bekannt, als ich noch Mitarbeiter bei Scientology war. Unter Feinden von Scientology verstand man "unterdrückerische Personen" ("SPs"). Jemand wurde eine "unterdrückerische Person", wenn er eine unterdrückerische Handlung beging, wie Scientology verklagen oder ähnliches. In der Sprache von Scientology bedeutet "erklärt zu werden" ("declared"), dass man zur "unterdrückerischen Person" erklärt wird und somit schikaniert, verfolgt, geschädigt und verleumdet werden kann, ohne Rücksicht auf die Wahrheit oder die ganz normalen Rechte. Innerhalb Scientology galt es als akzeptabel zu lügen, zu betrügen, zu stehlen und illegale Aktionen im Namen einer Person durch zu führen, die als "unterdrückerische Person" erklärt wurde.

Die Praktizierung dieser Richtlinien ist auch bekannt als die Richtlinien über "Fair Game". In der Sprache von Scientology versteht man unter einer Person, die "erklärt" wurde, eine unterdrückerische Person. Dies bedeutet, dass bei der Person "Fair Game" angewendet wird. Die Richtlinien bezüglich Fair Game wurden erstmals 1960 veröffentlicht. Sie wurden niemals widerrufen. Für die Öffentlichkeit wurde ein Dokument heraus gegeben, das lediglich der PR dienen und glauben machen sollte, dass "Fair Game" aufgehoben wurde, dennoch änderte sich an der Behandlungsweise von Personen, die zur "SP" erklärt wurden nichts. In der Realität eignet sich die Behauptung, dass Fair Game gestrichen wurde, lediglich für semantische Betrachtungen. Feinde von Scientology werden mit "Fair Game" behandelt.

David Miscavige war Vorstandsvorsitzender von Author Services Inc. (ASI) in 1984 und 1985. ASI war geschaffen worden als Filter für die Gewinne von Scientology, die zu L. Ron Hubbard transferiert wurden und daher war es eine äußerst wichtige Einrichtung innerhalb Scientology. Miscavige repräsentierte Hubbard in allen Aspekten sowie der Kontrolle von Scientology. Er hielt regelmäßig Treffen ab, mit mir und den anderen hochrangigen Führungskräften von Scientology, um eine genaue Übersicht über alle Aktivitäten, einschließlich der Rechtsstreitigkeiten und der dreckigen Tricks gegen die Feinde von Scientology zu erhalten.

Durch meine Position und die regelmäßigen Berichte, die über meinen Schreibtisch liefen, weiss ich aus meiner Zeit als Präsident des RTC, dass Fair Game Aktionen gegen Feinde alltäglich waren. Zusätzlich zu den unten beschriebenen Rechtsstreitigkeiten, beinhaltete Fair Game auch Einbrüche, Bedrohungen, Geschäftszusammenbrüche von Feinden, Spionage, schikanöse Ermittlungen, Missbrauch vertraulichen Angaben aus den "kirchlichen" Unterlagen und so weiter. Ich erinnere mich ganz besonders an einen Bericht, der sich gegen Bent Corydon richtete, als Scientology entdeckte, dass er ein Buch gegen Hubbard schrieb.

Andere Schriften von Hubbard sollten Scientologen dazu ermutigen, Prozesse anzustrengen nur um der Schikane willen, ohne sich darum zu kümmern, was es bedeutet, nur um dem Feind zu schaden. In Hubbards Schriften steht:

    "Die Absicht eines Prozesses besteht mehr darin zu schikanieren und ein zu schüchtern als zu gewinnen.... Das Gesetz kann sehr einfach für Schikanen verwendet werden, und ....ist üblicherweise ausreichend um das Verfahren (des Feindes) kaputt zu machen. Wenn möglich, sollte man ihn total ruinieren."
    Hubbard, "Magazine articles on Level 0 Checksheet" American Saint Hill Organization 1968
Als Präsident des RTC und Mitglied der Sea Organisation, hielt ich Zusammenkünfte ab, in denen über zahlreiche Rechtsverfahren gesprochen wurde, in die die einzelnen Organisationen von Scientology verwickelt waren. In diesem Zeitraum hatte ich persönlich Zugang zu allen Unterlagen, die mit dem RTC zu tun hatten. Über meinen Computer erhielt ich jeden Tag einen Bericht, der eine Übersicht über alle Gerichtsfälle in die Scientology verwickelt war, enthielt. Entweder bekam ich Kopien geschickt oder es wurde mir direkt berichtet, und zwar von allen Fällen, in denen Scientology eine Rolle spielte. Ich gehörte zu dem Teil, der seine Zustimmung zu allen Dokumenten geben musste, die mit dem RTC zu tun hatten. In dieser Zeit hielt ich viele Sitzungen ab, einige davon waren auch vorgeschrieben. Ich hielt viele Treffen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ab und bekam dadurch auch Einblick in sämtliche schmutzigen Tricks und Manöver von Scientology. Besonders häufig fanden auch Beratungen mit den hauseigenen sowie den offiziellen Anwälten statt, meistens handelte es sich jedoch um reine Theorie, ich war der Kopf vom RTC und hatte Zugriff auf jeden Abschnitt der Geschäfte und der "geheimen" Rechtsstreitigkeiten von Scientology.

Durch die bestehenden Richtlinien und die Praxis von Scientology war es üblich mit dem bestehenden legalen System, Feinde an zu greifen und zu schikanieren. Diese rüden, grundlegenden Richtlinien von Scientology sind kein Geheimnis. Durch die Richtlinien wird alles möglich, den Prozessgegner zu schikanieren, ohne Rücksicht auf die jeweiligen Anträge und Fakten und ohne darauf zu achten was das Gesetz vorschreibt. Diese Richtlinien wurden in jeder Rechtsangelegenheit angewandt, die mir bekannt war oder die mir bekannt wurde als Mitglied der Sea Organisation. Das Management von Scientology zeigte durchweg seine Verachtung für jeweiligen gerichtlichen Vorschriften und Systeme, sie hatten nur das Ziel, das eine Methode sei, die Feinde zu schikanieren. Einige davon werde ich als Beispiele darlegen.

Während des Rechtsstreites zwischen Gerald Armstrong und Scientology, welches der Richter Breckenridge vom Obersten Gerichtshof in Los Angeles leitete, ordnete das Gericht die Vorlage von Armstrongs pre-clear ("PC") Akten an. Die Akten enthalten eine Zusammenfassung der Befragungsergebnisse aus den sogenannten Auditingsitzungen. Während des Rechtsstreites wurde ich damit beauftragt die Akten von Armstrong durch zu sehen und alles zu entfernen oder zu vernichten, das Armstrong in seiner Auseinandersetzung mit Scientology behilflich sein könnte. Diese Praxis ist bei Scientology als "Säuberungsaktion der PC Akten" bekannt und ist eine übliche Praxis bei Rechtsstreitigkeiten in die Scientology verwickelt ist.

Während anderer Rechtsstreitigkeiten in Los Angeles, mir bekannt als der Wollersheim-Fall, wurde mir gesagt, dass der Richter die Vorlage der Akten von Wollersheim angefordert hatte. Ich "säuberte" diese Akten. Mit anderen Worten, ich nahm all die Dinge raus, die schädlich für Scientology sein konnten oder Wollersheim helfen könnten in seiner Auseinandersetzung mit Scientology. Als Beispiel, ich entnahm den Akten alle Hinweise dafür, dass seine Familie belästigt worden war, was ihn sehr getroffen hatte, Beweise dafür ihn von der Familie zu trennen und Beweise für Fair Game.

Ich nahm auch an zahlreichen Sitzungen teil, die den Fall Christofferson in Portland betrafen. Dieser Fall wurde zweimal aufgerollt. Im ersten Fall trat ein Zeuge von Scientology mit dem Namen Martin Samuel auf, der für Stunden vorbereitet und gedrillt wurde, wie er überzeugend zu lügen hatte oder vermeiden sollte, die Wahrheit zu sagen. Vor oder während der zweiten Verhandlung wurde er zu einem Führungskurs geschickt. In dieser Auseinandersetzung trat dann eine Scientologin namens Joan Shriver auf, die Dinge zu Protokoll gab, die sich möglicherweise belastend auswirken konnten. Dies war allerdings ein Verstoß gegen die Richtlinien, wofür sie auch bestraft wurde. Denn sie hatte angeforderte Dokumente vorgelegt, die nicht entsprechend "gesäubert" worden waren. In einem anderen Fall wurde ein Rechtsanwalt mehrmals scharf kritisiert und beinahe gefeuert, weil er die Antworten für Heber Jentzsch nicht entsprechend trainiert vorbereitet hatte. Mr. Jentzsch war, aus Gründen der PR, der vorgeschobenen Kopf der Church of Scientology International. Während seiner eidlichen Zeugenaussage, war es Mr. Jentzsch nicht möglich die fundamentalsten Fragen, die das Management der Church of Scientology International betrafen, zu beantworten.

Ende 1979 und Anfang 1980 gab es eine Menge von Dokumenten mit Anweisungen, die dazu dienen sollten, sämtliche Beweise, die belegen könnten, dass L. Ron Hubbard ("LRH") Scientology kontrolliert, zu vernichten. Ich nahm an den Ausführungen teil, als ich in Clearwater, Florida war und wurde darüber informiert, dass es auch noch eine Menge von Dokumenten gab, die sich in Gilman Hot Springs, Kalifornien, befanden. Es wurde alles daran gesetzt, sämtliche Beweise für Hubbards Kontrolle zu vernichten. Als Beispiel, während einer Untersuchung durch das IRS 1984 und 1985, lag ich mit einer Lungenentzündung im Bett und wurde dennoch von Norman Starkey aufgefordert aufzustehen und er berichtete mir, dass sie einen Tipp von einem Polizei-Offizier aus Los Angeles bekommen hätten, dass die IRS eine Durchsuchung in Los Angeles durchführen wird. Mr. Starkey gab mir die Anordnung mich in den Computerraum zu begeben und nachzusehen bzw. sicher zu stellen, dass darin keine Informationen mehr enthalten sind, die möglicherweise Hubbards Beteiligung und Kontrolle beweisen könnten und wenn ja, so hatte ich sie zu vernichten. Vorher musste jedoch je eine Kopie auf Disketten gezogen werden, die dann an einem sicheren Platz aufbewahrt werden sollten. Zu dieser Zeit wurde ich auch angewiesen alles zu vernichten, das die Kontrolle von Mr. Starkey oder von Mr. Miscavige über Scientology beweisen könnte.

Ungefähr 1981, als ich in der Organisation von Scientology arbeitete, bekannt als Guardian Office, hatte ich Zugriff und Kenntnis von verschiedenen Schreiben, sowie mündlichen Mitteilungen, die illegale Aktivitäten betrafen an denen das Guardian Office beteiligt war. Das Guardian Office versuchte die Regierungsstellen und private Einrichtungen, einschließlich des IRS, das Justizministerium und die Vereinigung der amerikanischen Mediziner sowie die nationale Gesundheitsbehörde zu unterwandern. Der Zweck davon war, Dokumente zu entwenden, so wie es das "Snow White" Programm von Hubbard vorsah. Das Ziel dieses Programms war es, alle negativen Berichte über Hubbard und Scientology, die diese Institutionen möglicherweise besaßen zu entfernen.

Während ich bei Scientology war, bekam ich Kenntnis von verschiedenen Operationen, die gegen eine Autorin geführt wurden, die ein negatives Buch über Scientology geschrieben hatte. Die Autorin, Paulette Cooper, war Gegenstand von verschiedenen Schikanen. Eine dieser Operationen umfasste den Versuch falsche Anschuldigungen gegen sie vor zu bringen. Es wurde eine gefälschte Bombendrohung verfasst. Scientologen hatten Fingerabdrücke aus ihrem Appartement besorgt. Diese Fingerabdrücke wurden dann auf dem Brief mit der Bombendrohung angebracht. Ms. Cooper wurde Gegenstand einer Untersuchung, die erst geklärt werden konnte, als das FBI durch eine Razzia bei Scientology die entsprechenden Beweise fand. Es gab aber noch eine andere Operation gegen Ms. Cooper. Der Plan war, ihr einen Freund zu zu spielen, der durch sein Verhalten ihre Gedanken an Selbstmord verstärken sollten in der Hoffnung sie würde dann wirklich Selbstmord begehen.

Ungefähr 1976 und 1977 wurde der Bürgermeister von Clearwater, Florida, Gabe Cazares, in Rechtsstreitigkeiten mit Scientology verwickelt. Es wurden entsprechende Maßnahmen ergriffen, damit er sich einen bestimmten Rechtsanwalt nimmt, einen Scientologen namens Merril Vanniere, der ihn dann auch vertrat und seinen Fall sabotierte. Diese Verschwörung wurde ebenfalls durch die Untersuchungen des FBI aufgedeckt. Als Erwiderung auf den Rechtsstreit von Mr. Cazares gegen Scientology, wurde der Versuch unternommen Mr. Cazares in eine Schlägerei zu verwickeln.

Während einer Untersuchung durch das IRS in der Zeit von 1984 bis 1985, forderte das IRS verschiedene Unterlagen an, die die Verbindung von Hubbard und Author Services, Inc. darlegten. Die Mitarbeiter von ASI arbeiteten für einige Tage buchstäblich Tag und Nacht um all die Dokumente durch zu sehen und entsprechende Unterlagen daraus zu entfernen, die als günstig für das IRS erwiesen hätten. Lyman Spurlock und Marion M. Dendue, Scientologen, die mit der Operation betraut waren, informierten mich darüber. Während dieser IRS Untersuchung wurde auch mein Mann, Rick Aznaran, angewiesen jegliche ungünstigen Dokumente in den verschiedenen Standorten zu entfernen. Er wurde auch beauftragt das Computer Netzwerk auf Beweise überprüfen zu lassen. Dies bedeutete auch dass ein System geschaffen wurde, mit dem die belastenden Dokumente abgezogen werden konnten noch bevor es dem IRS möglich war die Computer zu kontrollieren.

Ich habe verschiedene Dokumente durchgesehen, die Steven Fishmans Erfahrungen mit Scientology betreffen, habe mich mit Mr. Fishman und seinem Anwalt unterhalten, und habe die 1151 Seiten der Autobiographie von Mr. Fishman bezüglich seiner scientologischen Karriere mit dem Titel "Der einsame Squirrel" durchgesehen. Begründet auf meinen Erfahrungen, die ich in 15 Jahren bei Scientology gesammelt habe und nach der Durchsicht des Materials von Mr. Fishman, biete ich folgende Zusammenfassung an:

    1. Ich glaube den Behauptungen von Mr. Fishman, dass er seit 1979 Mitglied war und aktiv mit einbezogen wurde, so wie er es darstellt. Dieser Glaube basiert auf meinen Erfahrungen, die nur ein langjähriges festes Mitglied haben kann und dessen Detailkenntnisse sich durch die Arbeit innerhalb der Gruppe ergeben. Mr. Fishman hat solche Kenntnisse. Das genaue Wissen über verschiedene vertrauliche Projekte kann ein Mitglied nur bekommen, wenn die Hierarchie ihm vertraut; Mr. Fishman hat solch ein genaues Wissen. Mit einbezogen zu sein in eine Gruppe, die nur durch Geheimhaltung zu ihrem Ziel kommt und deshalb die meisten Mitglieder davon ausschließt über die hochrangigen Vorgänge etwas zu erfahren bedeutet, dass jedes beliebige Mitglied, das in solche Vorgänge mit einbezogen wird, das Vertrauen der Führung genießt; ein solches Vertrauen ergibt sich nur aus einer langen Mitgliedschaft. Mr. Fishman genoss dieses Vertrauen. Die Anzahl der Treffen mit hochgestellten Führungskräften und sein Wissen von Operationen und Funktionen innerhalb der Hierarchie sind so detailliert und genau, dass er dies nur durch persönliche Erfahrungen erlangen konnte.

    2. Der Widerspruch von Führungskräften der Scientology bezüglich der Mitgliedschaft von Mr. Fishman vor dem 8. Februar 1986 und ihre Abstreiten, an seinen Beteiligungen, das Fehlen von Unterlagen als Beweis seiner Mitgliedschaft ist tadellos gemacht und entspricht dem üblichen Verhalten, um sich selber zu schützen. Wie schon oben angeführt, ich war persönlich verwickelt in die Vernichtung von Unterlagen, wenn dies dem Zweck dienlich war. Scientology vertritt die Meinung, dass jegliche Tätigkeit, welche die Organisation schützt gerechtfertigt ist, da das Interesse der Gruppe vor dem Interesse des Einzelnen steht. Jedes Mitglied, das sich zum Wohle der Gruppe an kriminellen Aktivitäten beteiligt wird vorerst geschützt, wird es festgenommen, wird seine Mitgliedschaft bei Scientology geleugnet. Diese Art des Umgang wurde sogar bei der Ehefrau des Gründers von Scientology praktiziert. Ich finde, dass Mr. Fishman eine ernst gemeinte Drohung gegen die Gruppe vorgebracht hat, zeigt sich an der Anzahl der Mitglieder von Scientology, die an dem Plan beteiligt sind mit Drohungen gegen Mr. Fishman und seine Anwälte vorzugehen um damit die Glaubwürdigkeit von Mr. Fishman zu untergraben und ihn unbrauchbar zu machen als Zeuge gegen Scientology, damit deren modus operandi gleich bleibt.

Ich erkläre unter Kenntnis der Strafe des Meineides und des Gesetzes des Staates Texas, dass die Angaben der Wahrheit entsprechen und korrekt sind.

Ausgeführt am 18. Juli 1990 in Dallas, Texas

(unterschrieben)
VICKI AZNARAN


Stand: 28. März 2001