Scientology Kirche Lausanne:

Misslungener Selbstmord verursacht Tod eines Passanten

ANSTIFTUNG ZUM SELBSTMORD

Die Erklärung von Alain, ehemaliges Mitglied der Scientology Kirche Lausanne


«Ich war Zwangsarbeiter»

Alain (Name geändert) wurde am 12. Oktober 1975 geboren. Mit 14 Jahren beginnt er, von seiner Mutter mitgeschleppt, in Lausanne mit Scientology. Seine Laufbahn führt ihn im Jahre 1994 zu einem misslungenen Selbstmord, mit seinem Sprung von einer Brücke verursachte er der den Tod eines Passanten.

Alain bestand darauf: man muss sich bei seinen Aussagen stets vor Augen halten, dass er als schizophren eingestuft wurde. Man muss auch wissen, dass die Psychiater seine Rechte respektiert haben, die Scientologen jedoch nicht. Er hält auch daran fest, dass ich das, was er mir aus seinem Leben erzählt hat, nicht verändere. Er diskutiert gerne über Menschenrechte und über die Statistiken.

Alain ist intelligent, er spricht gut; er sagt, dass er grossgewachsen ist; ich habe ihn nie getroffen, aber ich habe unzählige Stunden mit ihm am Telefon diskutiert. Seine Ausdrucksweise ist logisch und, was mich betrifft, erschien es mir so, dass einer von seinen Fehlern der Mangel an Geduld war, vielleicht ist es diese Ungeduld, die ihn als schizophren erscheinen lässt, oder auch von anderen Dingen, die wir im Verlauf unserer Gespräche nicht ansprachen.

Alain besteht darauf, die Allgemeinheit wissen zu lassen, was er durch Scientology alles ertragen musste wie auch das, was seine Familie, insbesondere seine Mutter, erlitt weil sie den Lügen von Scientology Gehör schenkten.

Alains Mutter trat Scientology bei um ihrem Sohn, der Verhaltensschwierigkeiten hatte, zu helfen. Es kam vor, dass er sich mit Kameraden prügelte.

Der Vater von Alain gab ein Vermögen aus - mehr als eine Million französische Franken (über 130'000 Euros) in zwei Organisationen von Scientology, die in der Sekte bestens bekannte sind, die von Lausanne und die "Mace Kingsley Ranch", wohin einige scientologische Eltern ihre Kinder verfrachten, bei denen Probleme vermutet werden.

Der Ruf dieser Ranch ist seit längerem nicht gut, sogar in Scientology. Sie schuldet verschiedenen Kunden hohe Geldsummen.

Die Beschreibung, die mir der Vater von seinem Sohn gab, entsprach einem hyperaktiven Kind, charakterlich, mit sozialen Problemen und Schwierigkeiten mit der Disziplin. Er erklärt, dass er in der Sekundarschule keine Schwierigkeiten hatte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, wahrscheinlich zu Beginn der Adoleszenz, der Pubertät.

Der Vater von Alain ist dieser ganzen Geschichte überdrüssig, die seit einem Dutzend Jahren abläuft, denn Scientology hat nicht nur das Leben von seinem Sohn erschüttert, sondern auch das von seiner Frau, der beiden Brüder von Alain und von anderen Leuten in seinem Umfeld.

Und schlussendlich, Scientology setzte indirekt auch dem Leben des jungen Mannes ein Ende, der starb als Alain, verzweifelt am Gedanken wieder zu Scientology zurückkehren zu müssen, als er von ihrer Ranch in den USA heimkehrte, im Dunkel der Nacht sich von einer Strassenbrücke in die Tiefe stürzte.

Er fiel auf einen jungen Mann

Es fiel unglücklicherweise auf einen Passanten, den er im Dunkeln nicht gesehen haben konnte.

Das Gericht, als zusätzliche Prüfung für die leidgeprüfte und aufgewühlte Familie, sprach Alain von der Schuld am Tod dieses jungen Mannes frei. Aber, wie Alain erklärte, liess sich die Präsidentin des Gerichts nicht erklären, was alles in Scientology passiert war.

Die Richter fanden, dass es angesichtes seines Geisteszustandes im Moment der Tragödie unmöglich war, Alain für den Tod des jungen Mannes verantwortlich zu erklären. Sie forderten, dass er sich in psychiatrische Betreuung begibt.

Sie wahren Verantwortlichen für diese Katastrophe, Scientology, wurde weder belangt noch vorgeladen. Sie hat weder die vom Vater nutzlos ausgegebenen Summen zurückgezahlt, noch hat sie je versucht, sich zu entschuldigen: Scientology entschuldigt sich nie. Sie zahlte auch der Familie des jungen tamilischen Mannes, der dabei umkam, keinen Cent. Sie hat auch der Familie von Alain nicht geholfen, diese Prüfung zu überwinden.

In der gleichen Zeit fand in Frankreich ein Prozess gegen Scientology statt, in dessen Folge mehrere Führungsspitzen wegen fahrlässiger Tötung, Erpressung und Betrug zu Gefängnisstrafen und hohe Geldstrafen verurteilt wurden.

In der Schweiz wurde Scientology schon mindestens zweimal wegen Missbrauch von geistig vermindert zurechnungsfähigen Personen verurteilt.

Das waren nicht die ersten Prozesse und übrigens: schon Hubbard, der Guru der Sekte wurde in Frankreich zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt wegen Betrug und Erpressung. In einem weiteren Prozess wurde ein verantwortlicher Scientology verurteilt wegen unterlassener Hilfeleistung an einer Person in Gefahr. Andere verurteilten die Praktiken von Scientology.

In den Vereinigten Staaten hat Scientology der Familie von Lisa McPherson in einem Vergleich eine enorme Summe zugesagt, nachdem Lisa wegen Scientology umkam.

Während der Pubertät von Alain haben seine Eltern Hilfe bei Psychologen und an Psychiatern gesucht. Alain verbrachte einige Tage unter Beobachtung, kehrte dann an die Schüle zurück. Das war, als die Mutter von Alain vom schweizerischen Zweig von Scientology hörte und unter dessen Einfluss geriet.

Sie engagierte sich dort mit ihrem Sohn, besuchte Kurse und und erhielt Auditing Sitzungen, eben die Pseudo-Psychotherapie nach hubbardscher Manier.

Das war im Jahre 1989

Durch die Zugehörigkeit von Alain zu Scientology wurde in seinem Dasein nichts wirklich besser: Scientology trieb ihre Anhänger dazu zu glauben, dass sie dem Rest der Menschheit überlegen sind. Was die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten gewisser Personen nur verstärkt.

Alain bekam deshalb Schwierigkeiten im Umgang mit einigen Kameraden, die "seine scientologischen Meinungen" nicht teilten. Scientology verstärkt oft das Gefühl der Verachtung oder der Herablassung gegenüber dem Rest der Menschheit, insbesondere bei Leuten die den Herausforderungen des Lebens nicht gewachsen sind.

Es liess sich grosse Furchtsamkeit feststellen, für die anderen kaum zu ertragen, nachdem er nur einige Tage bei Scientology war.

Die von der Sekte angewandten Methoden führen fast immer zu einer übermässigen Zunahme des Egos. Vielleicht ist es so, dass die sozialen Schwierigkeiten von Alain weiterhin bestanden oder sich sogar verschlimmerten. Alain war zu empfindsam oder noch viel zu unbeständig um das Walzwerk Scientology zu durchlaufen.

Stets war es so, dass es der Mutter von Alain, von den schönen Worten der Scientologen überzeugt, gelungen ist, ihren Ehemann dazu zu verleiten mit seinen Verpflichtung noch weiter zu gehen. Sie schickten ihren Sohn in die Fremde, auf eine "Ranch" in New Mexico, der steinigen Gegend im Süden der Vereinigten Staaten.

Die Ranch heisst "Mace Kingsley Ranch"

Alain erzählt: es waren zwei Ranchs, die eine oben, wo die Leitung und die Mädchen untergebracht waren, und die unten, wo die Jungs überwacht wurden. Man muss um von der einen zur anderen zu gelangen das Auto nehmen, erklärte er. Und ein bisschen abgelegen von bewohnten Orten, wie es scheint.

Die Ranch drängte den Vater von Alain dazu einen Wohnwagen zu kaufen, der seinem Sohn als Wohnung diente, als er im September 1993 kurz vor seinem achtzehnten Geburtstag dort eintraf. Diese Ausgabe fügte sich zu den bereits von der Familie, um Alain zu helfen, ausgegebenen beträchtlichen Summen hinzu.

Lausanne

Das machte während vier Jahren einige zehntausend Dollars, welche die Familie bereits in Lausanne für Scientology ausgegeben hatte für ein offensichtlich unbefriedigendes Ergebnis für die Mutter wie für Alain.

Er selbst beschwert sich eigentlich nicht über das, was er in Lausanne erlebt hat, wo "die Leute ziemlich sympathisch waren". Dazu muss man sagen, dass er noch ziemlich jung und unerfahren war und dass das familiäre Nest stets nahe war.

- "Dort unten liessen sie mich einen Kommunikationskurs machen, einen Kurs über das Lernen, Kurse über "Suppressive Personen*. Ich war oft an ihren Vorträgen, das war alles. Ich ging zwei oder drei Mal die Woche dorthin, manchmal mehr. Ich nahm an fast allen Vorträge teil."

- "Mein Vater sagte mir, nicht mehr zu Scientology zu gehen, ich hörte nicht auf ihn: meine Eltern stritten sich des öftern, da mein Vater sie für Betrüger hielt, sie standen um Haaresbreite vor der Scheidung."

- "ich glaubte, einer Elite anzugehören, ich ging hinaus um die Welt zu retten, um Scietologen auf höchstem Niveau zu machen ... dann hat man mich auf die Ranch geschickt. Ich reiste mit meiner Mutter über Chicago, wir mussten Papiere unterschreiben um in die USA hereinzukommen. Man sagte mir, dass ich frei sein werde, .." «Ich musste jedoch in den USA ein Jahr Zwangsarbeit leisten: ich war ein Zwangsarbeiter»

Alain, von seiner Mutter begleitet, erreichte so die Mace Kingsley Ranch in New Mexico. Bei seiner Ankunft erhielt er das Versprechen, dass sein Aufenthalt maximal 6 Wochen dauern würde. Doch er sollte erst in einem Jahr wieder Zuhause sein.

Als er nach einigen Monaten von seinen Eltern besucht wurde, wurde alles unternommen, um seine Lebensbedingungen vor ihnen zu verstecken. Man gab ihm Urlaub und die Ranch wurde vor ihrer Ankunft von unten bis oben gereinigt.

Er sprach kaum Englisch und ein einziger junger Mann auf der Ranch, Tom Van Loocke, ein Belgier von vierzehn oder fünfzehn Jahren, sprach Französisch. Aber Französisch zu sprechen wurde mit Argwohn beobachtet. Eine junge Amerikanerin sprach auch ein bisschen Französisch mit ihm.

Kurz nach seiner Ankunft lernte er "seinen Auditor" kennen, den scientologischen "religiösen Techniker", der vorgesehen war Alain zu helfen klarer zu sehen und sich in seinem Dasein besser zu verhalten.

"Ich musste 12 Stunden pro Tag arbeiten (Gräben ausheben, Reinigungsarbeiten, Mülltonnen leeren, Mauern, Bäume fällen, Holz und Bretter transportieren), vom Montag bis Samstag, zusätzlich zu den Auditing-Sitzungen die ich erhielt. Manchmal wurden meine Sitzungen gestrichen, um uns so für eine als schlecht ausgeführt eingestufte Arbeit zu bestrafen"

"Bei einer Strafe, bei der ich eine Umzäunung bürsten musste, schlug mir die Wache wie ein Verrückter mit einer Bürste auf die Finger, damit ich noch schneller arbeite. Ich konnte die Finger nicht mehr beugen"

Fluchtversuch und Zwang

Aber die Regeln des gemeinsamen Lebens passten kaum zu diesem jungen ängstlichen Mann. Er versuchte nach einem Monat zu fliehen, aber Steve Ambrose, Ethik-Offizier, verfolgte ihn mit dem Auto und erwischte ihn wieder. Alain sagt ihm, dass er zu den Cops, der Polizei, gehen wollte, dass er genug von der "Ranch" und von Scientology habe.

Der Ethik-Offizier stieg aus dem Auto und boxte drei oder vier Mal voll gegen seinen Körper. Alain hatte "Mühe, nicht einfach umzufallen", er musste sich setzen. Kaum zu glauben, dass diese Leute dich zusammenschlagen -- aber Alain bekam Angst und kehrte in den Stall zurück - auf die Ranch, die höchstens 500 Meter entfernt war.

Einmal hat Alain einen Stein gegen jemanden geworfen; er wollte nicht mehr arbeiten, «ich habe einen Selbstmordversuch gemacht», das führte dazu, dass man ihn von den anderen trennte und im vom Vater für seinen Sohn gekauften Wohnwagen einsperrte.

Das Gefängnis von Scientology

Er hatte die Grausamkeit der scientologischen "Ethik" zu erleiden - dem intoleranten Strafsystem des Kults, ohne irgend ein Urteil und ohne Anwalt. Zu jener Zeiten als er 12 oder 15 Stunden pro Tag damit verbringen musste, "die Gitterroste neu zu malen" und nur für vier Stunden pro Nacht schlafen durfte. Das macht ihn heute noch wütend. Einer aus dem unteren Kader der Ranch, Jimmy, bewarf ihn mit Steinen, wenn er nicht genug arbeitete in diesem von Hubbard, dem Guru der Sekte, ersonnenen disziplinarischen Massregelung.

Am Tag seines 18.Geburtstags, erzählt Alain wie Jimmy ihn an einer Seilwinde aufgehängt hat und ihn mit Fusstritten traktierte und das während drei oder vier Stunden; er erklärt, dass man ihm diese Lektion erteilen wollte, weil er nicht so dachte wie "sie".

Zusätzlich zu den Verpflichtungen der ermüdenden Tage, dem Verbot mit den wenigen Mädchen zu flirten, denen er selten begegnete und dem Mangel an Unterhaltung, verteilte die Ranch jede Woche nur eine geringfügige Summe an den jungen Erwachsenen, der er inzwischen geworden war.

Zensierte Post

Er konnte seine Eltern nicht anrufen. Er musste dort mit 7 oder 8 Stunden Zeitverschiebung zwischen New Mexico und der Schweiz rechnen. Das einzige Mal als sein Vater ein Fax gesandt hatte, wurde es zensiert: Keine Post, kein Telefon ...

- "ich hatte nicht das Recht zu erzählen, was auf der Ranch vorging. Das ist Zensur."

Fortschreitende Abschottung

Die Möglichkeit zum Ausgehen waren minimal: dieses Ranch-Internat lockerte nur am Sonntag ein wenig den Zwang, aber es war wirklich schwierig etwas vom Ersparten auszugeben in diesem Dorf in New Mexico mit weniger als 400 Seelen, in Catron County (3800 Einwohner) gelegen, mit Wüstenklima trotz seiner Lage auf einer Höhe von 2000 Metern. Das sah schlecht aus für einen jungen Mann, der zudem die Sprache noch unzureichend beherrschte, um aus der zunehmenden Abschottung durch die Sekte herauszukommen.

"Du musst Selbstmord begehen"

Ein anderes Mal liess ein gewisser Jerry Alain Liegestütze machen - 50 aufs Mal, und er entzog ihn dem Auditing. Der Vater von Alain jedoch bezahlte für das alles. Jerry sagte ihm auch, dass er Selbstmord begehen müsste um Scientology zu verlassen.

(Es ist bekannt, dass Scientology möglichen Kunden erklärt, dass man nach einem Scheitern mit Scientology eine neue Chance erhält wenn man Selbstmord begeht ... einer der französischen Führer von Scientology wurde, nach dem Selbstmord eines nach Noten ausgenommenen Familienvaters, zu einer bedingten Gefängnisstrafe, einer hohen Geldbusse und Entschädigungszahlungen verurteilt. In Genf zeigt eine dem AVDS vorliegende Aussage, dass ein Scientologe nichts Besseres wusste als einer sich in einer Notlage befindlichen Mitarbeiterin den Ratschlag zu geben: "Du musst Selbstmord begehen. Mit einem neuen Körper wird alles besser werden!" (sic).)

Was den Scientologischen Auditor betrifft, so ist sich Alain nicht sicher, was dieser von ihm wollte, aber Alain denkt, da dieser Auditor jüdisch war, dass er Lust hatte ihn zu beschneiden.

- "es war da ein gewisser Tom, der sagte, dass er seine Eltern getötet hatte; meiner Meinung nach erzählte er Unsinn." [die erfolgten Recherchen beweisen jedenfalls, dass ein junger Mann mit diesem Namen und Nationalität bei der Sea Org existierte. Ich konnte jedoch nicht feststellen, ob er seine Eltern tatsächlich umgebracht hatte. Anmerkung Webmaster]

Konfiszierte Papiere

Die Papiere von Alain wurden auf der Ranch konfisziert, was den Gewohnheiten von zahlreichen Scientology Organisationen gegenüber Scientologen aus dem Ausland entspricht. [das bedeutet, man beschlagnahmte in der Scientology Organisation in Dänemark meine Papiere und die meiner Frau].

- Am Morgen mussten sich die Insassen in einer Reihe aufstellen, dieser Rapport konnte eine halbe Stunde dauern. Dann gab es Frühstück. Als nächstes Auditing oder man erledigte Putzarbeiten, wusch das Geschirr, sammelte die Kippen, reinigte die Sauna, baute Mauern.

- Die Nahrung war nicht sehr ausgewogen; man ass viel Omletten, die Küche war ziemlich fett, manchmal mit etwas Fleisch, aber nicht oft. Es war eine "Indianerin", Patsy, die kochte.

- ich hatte einen Kameraden, der mir geholfen hat, "Marc Ross". Er hatte mir erzählt, dass Scientology ihn gekidnappt hatte, weil er am Radio in Los Angeles Dinge ausgeplaudert hatte.

Alain war ein bisschen in Molly verliebt, ein junges Mädchen von etwa vierzehn Jahren, das von seinen scientologischen Eltern auf die Ranch geschickt wurde.

Man nahm mein ganzes Geld

Einmal hatte ich von dem mir ausgezahlten Geld gespart - von den 10 oder 20 Dollars pro Woche und ich hatte 60 Dollars. Sie haben mir alles wieder abgenommen; wenn ich nicht alles ausgab, nahm man mir das ab, was mir übrigblieb.

- ich ertrug nichts mehr, erklärt Alain; flirten war verboten, damit habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Das waren Faschisten, diese Leute dort. Die Scientology hat mir alle meine Rechte gestohlen. Sie wollen nichts von der Psychiatrie hören, aber diese respektiert mich mindestens. Ganz sicher, jetzt ...

Von Strafen, welche die Menschenrechte verletzen

Alain erzählt: - ich lehnte die militärische Disziplin auf der Ranch ab und ich verweigerte den Befehl meines Auditors, Amnon Ben-Alon, hinaus in die Natur zu gehen um stundenlang Blumen zu beobachten. 12 Scientologen haben mich mit Gewalt in den Stall der Ranch gebracht. Sie standen um mich herum, ich war in der Mitte des Kreises. Die Scientologen schlugen mich abwechselnd und stiessen mich von einem zum anderen, damit sie mir auf die Schulter und den Rücken schlagen. Und das während 40 Minuten. Ich bekam Schwindel. Während dieser Misshandlung zeigte mir eine Frau, dass sie ein Seil fest in ihrer Hand hatte und ich glaubte, dass die Gruppe mich hängen wollte.

- Am 12. Oktober 1993, seinem 18. Geburtstag, erzählz Alain, dass Jimmy ihn an einer Seilwinde aufgehängt hat und ihn mit Fusstritten traktierte und das während drei oder vier Stunden; er erklärt, dass man ihm diese Lektion erteilen wollte, weil er nicht so dachte wie "sie".

- Ich habe am 14. oder 18. Oktober 1993 in Ethik gelitten wie ein Hund: ich bürstete 17 Stunden lang eine Umzäunung und wenn ich fünf Sekunden stehen blieb, warf man Steine nach mir und man gab mir den ganzen Nachmittag lang nichts zu trinken.

Am 19. Oktober 1993 erhielt ich eine andere Strafe, das war am folgenden Tag nachdem ich meinen Hass an der Behandlung zeigte, die mich die Scientologen erleiden liessen. Ich hatte einen Stein gegen Michel Zelman geworfen, der mich so oft schlecht behandelte. Jon, ein Grafschaft er, stiess mich heftig zu Boden und verprügelte mich während 10 Minuten hat verprügelt, darauf warf er einen grossen Stein nach mir, der mich voll auf die brust traf. Er gab mir heftige Tritte. Er stürzte sich auf mich wie eine Raubkatze. Ich habe Angst gehabt zu sterben. Ich habe einen Mordversuch erlitten. Sie mussten mich ins Krankenzimmer bringen, ich blutete stark aus der Nase.

Angst, zu den Scientologen zurückzukehren

- Nach Ablauf eines Jahres kehrte ich im September 1994 in die Schweiz zurück. Bereits nach der ersten Woche wollte mich meine Mutter in ein anderes Zentrum von Scientology in Italien schicken, aber ich habe ein Mittel gesucht, um Scientology zu verlassen.

- Ich habe einen Selbstmordversuch unternommen indem ich mich von einer Brücke stürzte. Ich wollte nicht mehr dorthin gehen. Mein Auditor hatte mir gedroht, wenn ich die Psychologen oder die Psychiater verteidige, dann würde ich die Doktrin von Hubbard kritisieren.

- das sind Faschisten."

Diese Aussagen wurden von Roger Gonnet und Jean-Luc Barbier im März 2004 und Februar 2006 zusammengestellt.


Scientology weigert sich, für ihre Fehler Wiedergutmachung zu leisten

Alain befindet sich heute in einer Familienpension, unter Vormundschaft. Er bekommt Hilfe durch die schweizerische Invalidenversicherung (IV). Er möchte natürlich wieder mehr Freiheit erlangen, wie wir alle.

Die Freiheit von Alain ging in Scientology verloren. Die Psychologie will ihm helfen, sie wieder zurück zu gewinnen.

Die Freiheit der Mutter von Alain ist auch sehr in Gefahr: sie leidet immer noch, zehn Jahre danach, an den Folgen von diesem Drama. Sie würde sich auch gerne dessen entledigen, was sie Scientology hat erleiden lassen.

Trotz diesen katastrophalen Resultaten, die Scientology Kirche gibt nicht zu, Alain trotz ernsten gesundheitlichen Problemen eine unangemessene Therapie verkauft zu haben und weigert sich darauf einzutreten, der Familie von Alain die nutzlos investierten Summen zurückzuzahlen.

Unsere Behörden müssen die pseudomedizinischen Praktiken von Scientology mit geschwächten, kranken oder unreifen Anhängern unterbinden, denn der Staat hat die Aufgabe, alle seine Bürger zu schützen.

Jean-Luc Barbier,
Präsident der AVDS,
Porrentruy, 22. April 2006