Der Umgang mit der Wahrheit

Nicht einmal gefragt

Unklarheiten umgaben das Prozessgebahren der Kläger. So wurde der Schweizer Experte Jean-François Meyer dem Gericht als Zeuge genannt, ohne dass er selbst davon wusste. Er hatte erst durch eine Internet-Meldung des BERLINER DIALOG vom 10.4. davon erfahren, dass sein Name gegenüber dem Gericht genannt worden war und dass die Kläger behauptet hatten er hätte akzeptiert, nach Moskau zu fahren, um gegen Dvorkin auszusagen.

«Die Wahrheit ist, dass ich niemals in Kontakt mit Herrn Levison oder irgendeiner Person, die von ihm beauftragt worden ist, gewesen bin. Ich habe niemals irgendeinen Brief, Fax oder Telefonanruf bezüglich des Gerichtsfalls in Moskau erhalten. Ich bin niemals gefragt worden nach Moskau zu reisen. Meine Freunde wissen sehr genau, dass ich grundsätzlich in der Vergangenheit abgelehnt habe als Zeuge bei Gerichtsfällen aufzutreten, die mit Kulten und neuen religiösen Bewegungen zu tun haben; wenn ich angefragt worden wäre, dann hätte ich die Einladung nach Moskau zu kommen für den laufenden Gerichtsprozess ebenso abgelehnt.»